RheinEnergie legt Grundstein für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe
Die RheinEnergie AG hat heute vor rund 120 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Medien und Stadtgesellschaft den Grundstein für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe in Köln-Niehl gelegt. Der Bau der 150-Megawatt-Anlage ist im vollen Gange, und ab 2028 soll sie als erste dieser Größenordnung Wärme aus dem Rhein nutzen und diese in das Kölner Fernwärmenetz einspeisen. Die Kapazität der Großwärmepumpe reicht aus, um bis zu 50.000 Haushalte mit Wärme zu versorgen.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester würdigten das mit 280 Millionen Euro veranschlagte Zukunftsprojekt gemeinsam mit dem RheinEnergie-Vorstandsvorsitzenden Andreas Feicht und Vertretern des Technologiepartners Everllence. Die vorbereitenden Arbeiten am Kraftwerksstandort Niehl haben bereits im Frühsommer 2026 begonnen. Mit der Grundsteinlegung erreicht das Projekt nun den nächsten wichtigen Meilenstein.
„Die Flusswasser-Wärmepumpe ist die zweitgrößte Einzelinvestition unserer Unternehmensgeschichte. Damit übernehmen wir Verantwortung für die Zukunft der Wärmeversorgung in Köln: Wir reduzieren den Einsatz fossiler Energieträger und verbinden Dekarbonisierung mit Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Im flexiblen Zusammenspiel mit unseren bestehenden Anlagen kann das Projekt zudem dazu beitragen, Erzeugungskosten und Preisrisiken zu begrenzen – das wirkt auch preisdämpfend auf den Wärmepreis. Was wir hier in Köln entwickeln, kann für andere Großstädte in Deutschland und Europa Modellcharakter haben“, sagte
Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie
. Gleichzeitig bedankte sich Andreas Feicht für die finanzielle Förderung des Projektes in Höhe von 100 Millionen Euro aus Bundes- und EU-Mitteln, ohne die das Projekt nicht wirtschaftlich realisierbar gewesen wäre.
Starke Unterstützung von Bund, Land und Stadt
Die Teilnahme von
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche
unterstrich die bundespolitische Bedeutung des Kölner Projekts für die Energie- und Wärmewende in Deutschland. „Das Projekt der RheinEnergie zeigt, wie sinnvoll es ist, unsere Energieversorgung breiter aufzustellen – mit einheimischen Energiequellen wie dem Rhein als zusätzlichem Baustein. Die Flusswasser-Wärmepumpe macht deutlich, wie sich lokale Potenziale konsequent nutzen lassen: technologieoffen, innovativ und mit dem Anspruch, erfolgreiche Lösungen zügig in die Breite zu tragen“, so Reiche. „Der Bund beteiligt sich mit rund 100 Millionen Euro an den Investitionskosten. Den größeren Teil trägt die RheinEnergie aus eigener Kraft. Genau so soll staatliche Förderung wirken: als Hebel für private Investitionen – nicht als Ersatz für unternehmerisches Risiko. Die Wärmepumpe in Niehl ist kein Einzelprojekt, ihr Innenstadtnetz versorgt rund 3.600 Gebäude. Sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, ein ganzes Stadtnetz umzubauen.“
Reiche ergänzt: „Nicht überall ist Flusswasser die richtige Lösung. Andernorts können Geothermie, die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren oder Industriebetrieben oder andere klimafreundliche Wärmequellen die beste Option sein. Es ist ein starkes Signal, dass immer mehr Stadtwerke und Kommunen den Mut haben, mit unserer Unterstützung solche Wege zu beschreiten und die Herausforderungen anzunehmen.“
Auch von Landes- und kommunaler Seite erhielt das Vorhaben deutliche Rückendeckung.
NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur
würdigte die engagierte Begleitung der Genehmigungsverfahren durch das Land: „Der Rhein ist nicht nur einer unserer wichtigsten Handelswege, er ist Lebensader und Rückgrat unserer Industrie. Und jetzt schreibt er auch als Wärmequelle Geschichte: Die Flusswasser-Wärmepumpe der Rheinenergie zeigt, wie die Wärmewende bei uns in Nordrhein-Westfalen ganz konkret auch in den Fernwärmenetzen unserer Städte Fahrt aufnimmt: Künftig werden bis zu 50.000 Haushalte mit klimafreundlicher Wärme aus dem Rhein versorgt, ganz ohne Kohle, Öl und Gas. Diese Investition ist ein mutiger Schritt in Richtung Zukunft. Ein Projekt dieser Größenordnung entsteht nicht von selbst. Die Flusswärmepumpe betritt rechtliches Neuland und wurde mit Tatkraft und Fachverstand von den Genehmigungsbehörden erfolgreich genehmigt. Wer Wärme verlässlich, bezahlbar und klimaneutral bereitstellen kann, sichert nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit unserer Städte und Unternehmen, sondern auch unser aller Zukunft.“
Kölns
Oberbürgermeister Torsten Burmester
betonte die Bedeutung des Projekts für die kommunale Wärmeplanung: „Mein erster Dank geht heute an die RheinEnergie als Unternehmen der kommunalen Daseinsvorsorge. Sie übernimmt gesamtgesellschaftliche Verantwortung und eine Vorreiterrolle, um Köln als Industriestandort und Vorreiterstadt der Wärmewende zu positionieren. Die Anlage ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zu einer dekarbonisierten Wärmeversorgung unserer Stadt.“
Starke Industriepartner – Technik made in Germany
„Die Großwärmepumpe in Köln zeigt die Innovationskraft und die tragende Rolle des deutschen Maschinenbaus für die Wärmewende in Europa“, sagte Dr. Gunnar Stiesch, Technologievorstand des Herstellers der Wärmepumpenanlage, Everllence SE. „Wesentliche Komponenten der Anlage, darunter Kompressoren und Getriebe, werden in Deutschland entwickelt und gefertigt. Das zeigt: Wärmewende und industrielle Wertschöpfung gehen Hand in Hand. Die in Köln eingesetzte Technik ist zudem skalierbar und damit ein Modell für weitere Großprojekte in Deutschland und Europa.“
Die Anlage im Überblick
Die Flusswasser-Wärmepumpe besteht aus drei Modulen mit je 50 Megawatt Leistung und wird künftig im Zusammenspiel mit den bestehenden Gas-und-Dampfturbinen-Anlagen am Standort Niehl betrieben: Bei hohem Stromangebot und niedrigen Preisen übernimmt die Wärmepumpe die Wärmeproduktion, in Zeiten hoher Strompreise sichern die Gas-und-Dampfturbinen-Anlagen die Versorgung. Das dämpft die Erzeugungskosten und stärkt die Versorgungssicherheit für Köln.
Für den Wärmepumpenprozess wird im Durchschnitt weniger als ein Prozent des Rheinwassers benötigt. Dessen Umweltwärme wird auf ein Kältemittel übertragen, das im geschlossenen Kreislauf verdichtet und auf über 100 Grad Celsius gebracht wird – heiß genug für das Kölner Fernwärmenetz. Pro eingesetzter Einheit Strom gewinnt die Anlage zwischen zwei und drei Einheiten Wärme. Das entnommene Rheinwasser kühlt sich dabei nur um wenige Grad ab und gelangt anschließend wieder in den Rhein. Gegenüber einer fossil befeuerten Erzeugung spart die Anlage dadurch mindestens 100.000 Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr ein. Der Standort Niehl bietet ideale Voraussetzungen für eine Großwärmepumpe: unter anderem eine Netzanbindung an das 380.000-Volt-Höchstspannungsnetz sowie den direkten Anschluss an das Fernwärmenetz der RheinEnergie in der Kölner Innenstadt.
Ausblick
Die Errichtungsarbeiten für Gebäude, Nebenanlagen, den Netzanschluss und die Großwärmepumpe selbst werden rund zwei Jahre in Anspruch nehmen. Die gesamte Anlage soll im Herbst 2028 den Betrieb aufnehmen.
RheinEnergie stärkt bundesweites Geschäft mit Batteriespeichern
Großspeicher in Einbeck erfolgreich in Betrieb genommen
Die RheinEnergie AG baut ihr bundesweites Geschäft mit Batteriespeichern konsequent aus. Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme eines Großspeichers im niedersächsischen Einbeck setzt das Unternehmen seine Strategie fort, überregional zu wachsen und sein Portfolio in einem zentralen Zukunftsmarkt der Energiewende weiter auszubauen. Die Anlage verfügt über eine Leistung von 24,5 Megawatt und eine Speicherkapazität von 64 Megawattstunden. Der Standort liegt in einer strategisch wichtigen Region des deutschen Stromnetzes – zwischen den windreichen Erzeugungsgebieten im Norden und den industriestarken Verbrauchszentren im Süden. Der Batteriespeicher hilft dabei, überschüssigen Strom in Zeiten hoher erneuerbarer Erzeugung flexibel zu speichern und in Zeiten höherer Nachfrage in das Stromnetz zu entladen.
Stephan Segbers, Vertriebsvorstand der RheinEnergie: „Batteriespeicher sind für uns weit mehr als einzelne Infrastrukturprojekte. Sie sind ein zentrales Wachstumsfeld der RheinEnergie und ein wichtiger Baustein unserer Strategie, bundesweit skalierbare Energiedienstleistungen aufzubauen. Mit jedem neuen Projekt erweitern wir unser Portfolio, stärken unsere Kompetenz im Flexibilitätsmarkt und schaffen die Grundlage für weiteres überregionales Wachstum. Mit Einbeck erreichen wir einen weiteren Meilenstein auf diesem Weg. Bei der Vermarktung setzen wir auf die Expertise unserer Handelstochter RheinEnergie Trading, die über langjährige Erfahrung in den Energiemärkten verfügt.“
Überregionales Wachstum durch skalierbare Batteriespeicher
Bereits seit 2024 betreibt die RheinEnergie einen Batteriespeicher an ihrem Solarpark in Lärz/Rechlin in Mecklenburg-Vorpommern. Der neue Standort in Niedersachsen ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, ein deutschlandweites Speicherportfolio aufzubauen und zusätzliche Potenziale für die Vermarktung von Flexibilität zu erschließen.
Für Planung, Bau und Wartung des Batteriespeichers in Einbeck ist der Speicher-Spezialist SMA Altenso verantwortlich. Der technische Lieferumfang umfasst acht Mittelspannungsstationen sowie 16 Batteriestationen. Neben der Erbringung von Netzsystemdienstleistungen wird die Anlage im Day-Ahead- und Intraday-Stromhandel eingesetzt.
Der Batteriepark in Einbeck ist der Start der strategischen Partnerschaft zwischen RheinEnergie und dem international tätigen Systemintegrator aus Kassel/Niestetal. Gemeinsam wollen die Partner weitere Projekte mit einer Gesamtleistung von mehreren Hundert Megawatt (MW) realisieren.
Begegnung und Miteinander fördern: Auch RheinEnergie macht "Kölner Lichter" möglich
Wer wie die RheinEnergie aus dem Herzen Kölns stammt und in seiner über 150jährigen Geschichte eng mit der Entwicklung der Stadt verknüpft war: Der leistet auch seinen Beitrag zum größten Volksfest der Region. Wenn am Samstag, 1. August, wieder Hunderttausende ans Rheinufer strömen, um sich die Schiffskonvois anzusehen, das Rahmenprogramm zu genießen und schließlich das einzigartige Höhenfeuerwerk zu erleben, dann ist eine solche Veranstaltung nur dank des Engagements von Unternehmen wie der RheinEnergie, weiteren Institutionen und Privatpersonen möglich.
"Wir sind und bleiben ein fester Teil von Stadt und Region, denn hier ist unsere Heimat und Gründungsort", sagt Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie. "Wir alle sollten unsere Beiträge dazu leisten, dass unser Gemeinwesen lebenswert bleibt und attraktiv für die Menschen ist. Die Kölner Lichter leisten einen wichtigen Beitrag zum Wir-Gefühl und einem emotionalen Gemeinschaftserlebnis. Deswegen fördern wir diese einmalige Veranstaltung gerne."
Die RheinEnergie trägt Verantwortung für rund 2,5 Millionen Menschen in der Region, und sie sorgt gemeinsam mit ihren Beteiligungs- und Partnerunternehmen dafür, dass der Bedarf an Energie und Trinkwasser jederzeit gedeckt werden kann. Sie schafft durch die von ihrer Netzgesellschaft betreute Infrastruktur Verbindungen.
"Deswegen sehen wir unsere Rolle auch darin, gesellschaftlich Flagge zu zeigen und das Gemeinwesen in der rheinischen Region zu stützen", so Andreas Feicht weiter. Die Kölner Lichter seien eine zutiefst demokratische Veranstaltung für jedermann, ohne Hürden und ohne Eintritt.
Mit kostenlosem Trinkwasser aus ihren Wassertheken versorgt die RheinEnergie die Menschen am Rheinufer am Veranstaltungstag. Außerdem wird sie an wichtigen Übergangsstellen und Verbindungspunkten die ganze Nacht über für mehr Licht sorgen, etwa an den Unterführungen in Nähe der Bahnhöfe. So ist ein sicherer Transfer gewährleistet. Last not least hilft sie, bleibende Erinnerungen an die Kölner Lichter 2026 zu schaffen: Sie fördert den Fotowettbewerb für den Pixum-Fotokalender der Kölner Lichter.
Die Veranstaltung erblickte vor rund einem Vierteljahrhundert das Licht der Welt und feierte von Anbeginn große Erfolge. Die Mischung der vielen verschiedenen Elemente und das einmalige Höhenfeuerwerk über dem Rhein vor der historischen Kulisse mit Altstadt und Dom zieht die Menschen magisch an. Die RheinEnergie von Anbeginn fördernd dabei und gehört gemeinsam mit der Sparkasse KölnBonn auch in diesem Jahr wieder zu den Hauptsponsoren.
RheinEnergie für Zukunftsaufgaben gut gerüstet – Ergebnis sichert Investitionen in Transformation
Die RheinEnergie kann für das Geschäftsjahr 2025 wiederum mit einem sehr guten Ergebnis aufwarten. Es liegt bei 275,6 Millionen Euro (vor Ertragsteuern) und damit deutlich über den durchschnittlichen Jahresergebnissen 2016 bis 2022.
„Drei Jahre hintereinander, von 2023 bis 2025, konnten wir unsere Geschäftsjahre mit ungewöhnlich guten Ergebnissen abschließen“, sagt Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie. „Dies hat mehrere Gründe. Zum einen ist die RheinEnergie als Gruppe breit in allen energiewirtschaftlichen Wertschöpfungsfeldern aufgestellt, was sie stabiler macht, wenn Marktumfelder schwierig werden. Zum anderen konnten wir in der hoch volatilen Lage auf den Energiemärkten unsere Vorteile bei der langfristigen Vermarktung unserer Eigenerzeugung, im Handel und im Vertrieb strategisch nutzen, was diese Ergebnisse ermöglicht hat.“
In den Jahren vor Beginn der unruhigen Phasen an den Energiebörsen und vor Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine lagen die Jahresergebnisse zwischen 155 Millionen und 183 Millionen Euro.
„Natürlich gab es ein besonders volatiles Marktumfeld, in dem es darauf ankommt, auf Preissignale schnell und richtig zu reagieren, das haben wir getan“, sagt Birgit Lichtenstein, im Vorstand verantwortlich für Finanzen, Einkauf, IT und Zentrale Dienste. „Diese Ergebnisse sind kein Selbstzweck; sie sichern unsere wirtschaftliche Resilienz, und sie ermöglichen uns Investitionen in eine zukunftsgerichtete, sichere Energie- und Wasserversorgung.“
Für die Zukunft, sofern sich der Energiemarkt wieder normalisiert, ist damit zu rechnen, dass sich die Jahresergebnisse der RheinEnergie weiter in Richtung ihres Normalmaßes bewegen. „Wir arbeiten aber intensiv daran, unsere Kosten weiter zu senken, strategisch in neue Geschäftsfelder zu investieren und so unsere Ergebnisse weiter zu verbessern“, so Birgit Lichtenstein weiter. „Allerdings waren die Ergebnisse der letzten drei Jahre eine Besonderheit aufgrund vieler Umstände, das wird so ohne Weiteres für die Zukunft nicht mehr zu erwarten sein und werden geplant etwa für 2026 eher bei 185 bis 190 Millionen Euro liegen. Auch damit setzen wir unseren Kurs der energiewirtschaftlichen Transformation fort.“
Herausfordernde Zukunftsvorhaben in der Region und bundesweit
Ein Leuchtturmprojekt, dessen Haupt-Bauphase aktuell begonnen hat, ist Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe, mit einem Gesamtvolumen von 280 Millionen Euro die zweitgrößte Einzelinvestition der RheinEnergie. Dank einer umfassenden Förderung von Bund und EU wird dieses Projekt in Köln möglich, in dem der Wärmeinhalt des Rheinwassers künftig die Fernwärmeversorgung von bis zu 50.000 Wohneinheiten sichert.
Für den Kunden KölnBonn Airport wurde ein Holzheizwerk als Projekt gestartet, das die Treibhausgas-Emissionen des Flughafens massiv senken wird. Ebenso wird zusammen mit einem großen Industriekunden im Kölner Norden die größte Freiflächen-Solaranlage in einer deutschen Großstadt entstehen.
Weitere Projekte aus dem Bereich Erneuerbare Energie:
rrichtet sie ihren ersten Agri-PV-Solarpark in Rheinland-Pfalz
Eine innovative Form der Siedlungsversorgung mit Wärme aus Grundwasser entsteht im neuen Quartier Rondorf-Nordwest: Dort erfolgte der Spatenstich für das größte „kalte“ Nahwärmenetz in NRW, bei dem mit Hilfe von Grundwasser Wärmepumpen die Nutzwärme in den Siedlungsgebäuden emissionsfrei bereitstellen.
Zur langfristigen Sicherung der Kölner Trinkwasserversorgung baut die RheinEnergie derzeit im Stadtbezirk Rodenkirchen eine acht Kilometer lange neue Wassertransportleitung von den Grundwasserbrunnen zum Wasserwerk.
Weitere Investitionsbereiche der RheinEnergie und ihrer Beteiligungen sind:
Große organisatorische Transformation
Wirtschaftliche wie technische Resilienz ist für die RheinEnergie in den kommenden Jahren eine Grundbedingung, denn es stehen entscheidende Aufgaben an – vor allem bei der Infrastruktur.
Diese Zukunftsaufgaben waren einer der Gründe für eine der größten organisatorischen Transformationen in der Geschichte der RheinEnergie: Die bisherige „Rheinische Netzgesellschaft“ und der Bereich Technischer Netzservice der RheinEnergie sind zum 1. Januar 2025 als „RheinNetz GmbH“ neu aufgestellt worden. Damit verbunden war der Wechsel von rund 1.100 Beschäftigten der RheinEnergie in die neue Netzgesellschaft, die in Köln und dem Rheinland als Verteilnetzbetreiberin fungiert – als eine der größten in Deutschland.
„Zum einen investieren wir und unsere Verteilnetzbetreiberin RheinNetz massiv in den Ausbau und die Sicherung unserer Infrastruktur, von den Erzeugungsanlagen bis hin zum Verteilerkasten“, sagt Andreas Feicht. „Außerdem bauen wir Zukunftsgeschäftsfelder wie unsere hoch spezialisierten Energiedienstleistungen für Industrie und Wohnungswirtschaft aus und erschließen neue Segmente, etwa mit Batteriespeichern. Mit weiteren Systempartnern arbeiten wir an der engeren Verzahnung der Sektoren Energie und Verkehr, etwa bei der Elektromobilität. Damit können unsere Kundinnen und Kunden Geld sparen, während gleichzeitig die Netze stabilisiert werden.“
Allein im Jahr 2025 hat die RheinEnergie gemeinsam mit den unter ihrem Dach befindlichen Unternehmen schon rund 270 Millionen Euro investiert. So leistet die RheinEnergie inklusive ihrer Netzgesellschaft wichtige Beiträge zum Gelingen der Energie- und Wärmewende einerseits, andererseits stärkt sie die Resilienz der heimischen Wirtschaft, und sie ermöglicht den Menschen in der Region die Erfüllung ihrer Bedürfnisse nach sicherer und nachhaltiger Energieversorgung.
Unterlagen zum Jahresabschluss der RheinEnergie sowie Bildmaterial zum Download finden Sie hier:
Zahlen & Geschäftsbericht
Mediathek
Cooling Cologne – Wassernebel gegen Sommerhitze
Die ersten Aktionen von Cooling Cologne in 2026 fanden am Donnerstag und Freitag (25. und 26. Juni) auf dem Rudolfplatz statt. Wie in den Vorjahren wurden dort spezielle Wasserschläuche ausgelegt, um der sommerlichen Hitze entgegenzuwirken. "Cooling Cologne" ist eine Initiative der Stadt Köln und der RheinEnergie.
William Wolfgramm, Beigeordneter für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften der Stadt Köln, betont die Notwendigkeit des Projekts: "Durch den Klimawandel werden heiße Tage und auch Nächte, in denen die Temperatur nicht mehr unter 20 Grad Celsius sinkt, immer weiter zunehmen. Mit Cooling Cologne setzen wir gezielt eine Maßnahme zur Anpassung an diesen Fakt um. Die Kühlung vor Ort sorgt dafür, dass die Hitzebelastung auf Plätzen verringert und dadurch die Aufenthaltsqualität an innerstädtischen Hotspots verbessert wird. Damit schaffen wir an besonders heißen Tagen Abhilfe für die Kölnerinnen und Kölner."
Laut der Stadtklimasimulation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) muss Köln in naher Zukunft mit jährlich 60 bis 70 Tagen über 25 Grad Celsius und 20 bis 30 Tropennächten rechnen. Besonders in dicht bebauten Innenstädten entstehen dadurch sogenannte Hitzeinseln.
Um dem entgegenzuwirken, wurde das Projekt ins Leben gerufen. Die Schläuche versprühen einen feinen Wassernebel, der die Umgebungstemperatur effektiv senkt. Seit dem Start im Jahr 2022 wurde die Technik bereits erfolgreich im Rheingarten/Jugendtagsweg, auf dem Severinskirchplatz, dem Chlodwigplatz sowie dem Rudolfplatz eingesetzt.
Mit 16 Kubikmetern pro Stunde macht der Wassergebrauch nur einen verschwindend geringen Anteil der mehr als 300.000 Kubikmeter aus, die an heißen Tagen in Köln insgesamt genutzt werden. "Zudem verfügen wir in der Kölner Bucht glücklicherweise über sehr große Grundwasservorkommen, sodass selbst mehrere Jahre mit geringen Niederschlägen keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit haben", sagt Dr. Carsten Schmidt, Wasserchef der RheinEnergie. Das eingesetzte Trinkwasser ist selbstverständlich hygienisch einwandfrei und gelangt anschließend vollständig zurück in den Wasserkreislauf.
Die Sprühschläuche kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn der Deutsche Wetterdienst eine offizielle Hitzewarnung herausgibt – also bei einer starken Wärmebelastung über mindestens zwei Tage hinweg ohne nächtliche Abkühlung. Das Projekt ist ein fester Bestandteil der Kölner Klimaanpassungsstrategie, um gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung zu minimieren.
Fußball-WM – In der Halbzeit steigt schlagartig der Wassergebrauch
Wenn die deutsche Nationalmannschaft spielt, passiert in Köln etwas Bemerkenswertes: Kaum pfeift der Schiedsrichter zur Halbzeit, steigt der Wassergebrauch innerhalb weniger Sekunden sprunghaft an. Beim Länderspiel Deutschland gegen Curaçao registrierte die RheinEnergie einen Anstieg von rund 40 Prozent. Bei besonders emotionalen und stark verfolgten Spielen werden sogar Spitzenwerte von bis zu 150 Prozent gemessen.
Der Grund ist einfach: Während die Spieler in die Kabine gehen, nutzen tausende Menschen gleichzeitig die Pause für den Gang zur Toilette oder holen sich etwas zu trinken. Für die Trinkwasserversorgung bedeutet das kurzfristig enorme Belastungsspitzen.
Damit die Versorgung dennoch jederzeit stabil bleibt, bereitet sich die RheinEnergie gezielt auf solche Situationen vor: Kurz vor der Halbzeitpause schalten Techniker zusätzliche Pumpen an. Dadurch bleibt der Wasserdruck konstant – auch wenn zeitgleich tausende Toilettenspülungen betätigt werden. Ein schönes Beispiel dafür, dass zuverlässige Infrastruktur – von den meisten unbemerkt – eine entscheidende Grundlage unseres Alltags und selbst unserer Freizeit ist.
Die RheinEnergie versorgt Köln und angrenzende Gemeinden zuverlässig mit Trinkwasser. Dafür überwachen und steuern Fachleute rund um die Uhr ein komplexes Versorgungsnetz. Große Sportereignisse gehören dabei ebenso zu den planbaren Herausforderungen wie Hitzeperioden oder andere außergewöhnliche Gebrauchssituationen.
Für Kölns Trinkwasserversorger sind darum Gebrauchsspitzen während internationaler Turniere längst Routine. Die Erfahrungen aus vergangenen Europa- und Weltmeisterschaften helfen dabei, das Netz vorausschauend zu steuern und die Versorgung jederzeit zuverlässig sicherzustellen.
Die außergewöhnlichen Ausschläge im Wassergebrauch zeigen dabei eindrucksvoll, welche Leistung moderne Daseinsvorsorge täglich erbringt: Während Millionen Menschen das Spiel verfolgen, sorgt die RheinEnergie im Hintergrund dafür, dass ausreichend Trinkwasser verfügbar ist – auch dann, wenn ganz Köln nahezu gleichzeitig den Wasserhahn aufdreht oder die Toilettenspülung betätigt.
Exzellent Köln: 25 führende Unternehmen Kölns gründen Wirtschaftsallianz
Die Metropolregion Köln gehört zu den stärksten Wirtschaftsräumen Deutschlands, doch kaum jemand weiß davon. Was Köln wirtschaftlich leistet, bleibt im öffentlichen Diskurs systematisch unterschätzt. Das soll sich jetzt ändern. Koelnmesse, RheinEnergie, NetCologne und igus haben gemeinsam mit 21 weiteren Gründungsmitgliedern die Wirtschaftsallianz Exzellent Köln ins Leben gerufen. Das breite Bündnis setzt dabei ein klares Signal: die wirtschaftliche Stärke Kölns und der Region sichtbar zu machen und die Wirtschaftsfreundlichkeit des Standorts spürbar voranzubringen. Beides ist entscheidend für Wohlstand, Beschäftigung und Zukunftsfähigkeit dieser Stadt.
Die Arbeit der Wirtschaftsallianz orientiert sich an drei Handlungsfeldern: Exzellenz zeigen, Exzellenz fördern und Exzellenz entfalten. Geplant sind eine breit angelegte Kampagne zur Sichtbarkeit des Standorts, ein Wirtschaftssymposium sowie neue Netzwerk- und Dialogformate. Sie sollen Unternehmen, Politik, Verwaltung und Wissenschaft zusammenbringen, mit dem Ziel, den Dialog zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand zu stärken und Köln schrittweise wirtschaftsfreundlicher zu gestalten.
Stimmen des Vorstands von Exzellent Köln
„Köln verfügt über hervorragende Voraussetzungen, um sich national und international noch stärker als innovative Exzellenzmetropole zu entwickeln. Mit Exzellent Köln wollen wir die wirtschaftlichen Stärken der Stadt sichtbarer machen und Köln noch attraktiver für Talente, Investitionen und Unternehmertum“, sagt
Gerald Böse, Präsident und CEO der Koelnmesse GmbH
.
Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG
: „Ein starker Wirtschaftsstandort ist die Grundlage für Wohlstand, Beschäftigung und Investitionen in die Zukunft. Deshalb ist es wichtig, die wirtschaftlichen Stärken Kölns sichtbarer zu machen und Unternehmen stärker zu vernetzen. Exzellent Köln versteht sich dabei als konstruktiver Sparringspartner für Stadt und Politik. Gemeinsam wollen wir die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts stärken und Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region setzen“.
Timo von Lepel, Geschäftsführer von NetCologne
ergänzt: „Gerade junge Menschen, Talente und Start-ups sollen erleben, welche wirtschaftliche Dynamik und welche Zukunftschancen Köln und die gesamte Metropolregion bieten. Wir wollen Köln noch stärker als den Ort etablieren, an dem Ideen wachsen und Unternehmen entstehen. Dafür braucht es neue Plattformen, echte Vernetzung und ein Umfeld, das Wirtschaft und Unternehmertum aktiv willkommen heißt.“
„Köln ist ein starker Wirtschaftsstandort mit international erfolgreichen Unternehmen, hoher Innovationskraft und großer unternehmerischer Vielfalt. Wir werden mit unserer Kampagne die Kölner:innen und das Umland überraschen, was in ihrer Stadt alles passiert. Damit fördern wir das wirtschaftliche Bewusstsein und begeistern Menschen für die Chancen dieses Standorts“, sagt
Frank Blase, Chairman of the Board von igus SE & Co. KG
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Dr. Daniela Büchel, Vorstand Personal und Nachhaltigkeit der REWE Group
: „Unsere Region gehört zu den vielseitigsten und leistungsfähigsten Wirtschaftsstandorten Deutschlands. Mit Exzellent Köln wollen wir dazu beitragen, diese Stärke sichtbarer zu machen und Bedingungen für Talente und nachhaltiges Wachstum zu stärken. Denn ein attraktiver Standort entsteht dort, wo Unternehmen erfolgreich sein können - und Menschen gerne arbeiten und leben.“
Breites Bündnis mit Wachstumsperspektive
Die Initiative für Exzellent Köln geht auf Koelnmesse, RheinEnergie, NetCologne und igus zurück. Gemeinsam mit weiteren Gründungsmitgliedern haben sie die Wirtschaftsallianz gegründet. Bereits zum Start engagieren sich weitere 21 Unternehmen in der Allianz: BarmeniaGothaer, Felix Böttcher GmbH & Co. KG, Köln Bonn Airport, Griesemann Gruppe, Hottgenroth Software AG, HONESTIS AG, HRS Group, INDUS Holding AG, Kienbaum, KölnBusiness Wirtschaftsförderung, Kreissparkasse Köln, Labor Dr. Wisplinghoff, pfm medical gmbh, PROXIMUS Real Estate AG, REWE Group, RSM Ebner Stolz, smartvélo mobility GmbH, Sparkasse KölnBonn, Stadtentwässerungsbetriebe Köln, Ströer und TÜV Rheinland AG.
In den kommenden Jahren soll das Netzwerk kontinuierlich wachsen und weitere Unternehmen zusammenbringen, die Verantwortung für die Zukunft der Region übernehmen und Köln gemeinsam als innovative Exzellenzmetropole weiterentwickeln wollen.
Hintergrund: Wirtschaftliche Stärke und öffentliche Wahrnehmung
Die IW-Studie „Starke Wirtschaft. Starkes Köln“ (2024) belegt die wirtschaftliche Stärke der Metropolregion. Eine aktuelle Marktforschung des Kölner Instituts rheingold zeigt jedoch: Die öffentliche Wahrnehmung bleibt deutlich hinter der Realität zurück. 94 Prozent der Befragten verbinden Köln mit Medien und Entertainment – die breite Unternehmensvielfalt, die Hidden Champions und Technologieführer der Region bleiben dagegen weitgehend unsichtbar. Genau das will Exzellent Köln ändern.
Über Exzellent Köln
Exzellent Köln ist eine Wirtschaftsallianz führender Unternehmen der Metropolregion Köln. Der Verein engagiert sich für einen starken, innovativen und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort. Dazu bringt er Unternehmen, Politik, Verwaltung und weitere Akteure zusammen, fördert wirtschaftliches Bewusstsein sowie Freundlichkeit und setzt Impulse für die Weiterentwicklung der Region. Gegründet wurde Exzellent Köln am 16. Juni 2026 im InnoDom Cologne, dem Standort des Gateway Exzellenz Start-up Centers. Der Ort steht für Innovation, unternehmerischen Aufbruch und Zukunftsorientierung – Werte, die auch die Arbeit der Allianz prägen werden.
Pressekontakt
Exzellent Köln e.V. (i.G.)
c/o Geschäftsstelle VALORESS Strategieberatung GmbH & Co. KG
Jennifer Becker | info@exzellent.koeln |
www.exzellent.koeln
Haupt-Bauphase für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe in Köln beginnt
280 Millionen Euro investiert die RheinEnergie an ihrem Erzeugungsstandort Köln-Niehl in die Energie- und Wärmewende. Das Projekt von Europas größter Flusswasser-Wärmepumpe, gefördert von Bund und EU, geht jetzt in seine Errichtungsphase. Im Jahr 2028 erfolgt der Lieferbeginn von Fernwärme aus der Anlage, die bis zu 50.000 Haushalte mit dekarbonisierter Wärme versorgen kann. Auftraggeberin für das Vorhaben ist die RheinEnergie als eines der größten regionalen Versorgungsunternehmen in Deutschland. Generalunternehmer für die Wärmepumpenanlage ist Everllence SE; die Unternehmen STRABAG und Züblin erstellen weitere Baulose und Komponenten wie das Einlaufbauwerk für das Rheinwasser; und die Helaba (Landesbank Hessen-Thüringen) ist Partner der RheinEnergie für die Finanzierung des Großprojekts.
„Unser Projekt an einem seit über 40 Jahren für Energieerzeugung und -Verteilung genutzten Standort ist ein Paradebeispiel für eine Energie- und Wärmewende, die gleichzeitig die Ziele Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Bezahlbarkeit verfolgt“, sagt Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie. „Wir kombinieren verschiedene Erzeugungstechniken so, dass wir Kostenvorteile nutzen und die Fernwärmepreise langfristig stabilisieren können; durch die diversifizierte Technik gewinnen wir mehr Sicherheit in Produktion und Lieferung der Wärme; und durch den hohen Nutzungsgrad von Umweltwärme des Rheins in der Wärmepumpe erzielen wir beachtliche Klimaschutzeffekte gegenüber der fossilen Erzeugung, indem wir jährlich mindestens 100.000 Tonnen an Treibhausgas einsparen.“
„Der Bau dieser Anlagen ist für die RheinEnergie die zweitgrößte Einzelinvestition ihrer Firmengeschichte“, sagt Birgit Lichtenstein, Vorstand Finanzen, Einkauf, IT und Zentrale Dienste. „Insofern stellt ein solches Projekt neben den technischen Besonderheiten auch in Bezug auf die Finanzierung eine Aufgabe abseits der Routine dar, und wir haben gemeinsam mit bewährten Partnern dafür im Finanzbereich ein Konzept entwickelt, das dem Strategieziel der wirtschaftlichen Resilienz der RheinEnergie Rechnung trägt.“
Bereits seit mehreren Monaten sind auf dem Baugrundstück der RheinEnergie am Rand des Niehler Hafens die Vorarbeiten im vollen Gange: Kampfmittelsondierungen, Gründungsarbeiten und weitere Vorbereitungen des Baufelds. Parallel erfolgte am Berliner Standort von Everllence der Bau erster wichtiger Komponenten der Großwärmepumpe, die aus drei Modulen mit je 50 Megawatt Leistung bestehen wird. Unter anderem wurden dort die ersten Integralgetriebe gefertigt. Derzeit erfolgt in Oberhausen die Fertigstellung der Kompressoren, die als Herzstück der Anlage im Wärmekreislauf für die notwendige Verdichtung des Kältemittels sorgen.
Jetzt beginnen die Errichtungsarbeiten mit der Erstellung der Gebäude sowie der Nebenanlagen für Strom und Fernwärme, für die eine Bauzeit von rund zwei Jahren vorgesehen ist. Der Betriebsbeginn wird im Jahr 2028 erfolgen.
„Uns liegen die wichtigen Genehmigungen für die Entnahme des Rheinwassers und die Anlagengenehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz mittlerweile vor, und die dritte Genehmigung zur Wiedereinleitung des abgekühlten Rheinwassers aus der Anlage hat auch ihren finalen Stand erreicht; damit konnten wir starten“, sagt Andreas Feicht. „Wir danken insbesondere dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie dem Bundesamt für Ausfuhrkontrolle für die Unterstützung und das Engagement bei der Förderung des Projekts durch Bund und EU.“
Flexible Produktion von Fernwärme
Die Großwärmepumpe wird im Regelbetrieb abwechselnd mit den bestehenden hocheffizienten Gas-und-Dampfturbinen-Anlagen am Standort Niehl arbeiten: In Zeiten hohen Stromangebots und entsprechend niedriger Strompreise übernimmt die Wärmepumpe die Produktion. In Zeiten hoher Strompreise hingegen sichern die GuD-Anlagen die Versorgung Kölns mit Strom und Wärme. Das hat eine dämpfende Wirkung auf die Erzeugungskosten und somit auch auf die Fernwärmepreise. Und es stärkt die Versorgungssicherheit.
Der RheinEnergie-Standort Niehl ist ideal für die Großwärmepumpe geeignet, da er einerseits über eine Netzanbindung bis hin zur Ebene 380.000 Volt mit Anschluss an das vorgelagerte Netz der Amprion verfügt und so ausreichend Leistung bereitstellen kann. Andererseits sind am Standort alle notwendigen Anbindungen an das größte Fernwärme-Teilnetz der RheinEnergie in der Kölner Innenstadt vorhanden.
Mit Hilfe des Stroms kommt der Wärmepumpenprozess in Gang, bei dem Wärmeenergie des Rheinwassers auf ein Kältemittel übertragen wird, das dabei verdampft. Im geschlossenen Kreislauf sorgen Verdichter für eine deutliche Erhöhung des Drucks, dadurch steigt die Temperatur des Kältemittels auf einen Wert von über 100 Grad – heiß genug, um das Fernwärmewasser auf das nötige Temperaturniveau zu bringen. Nach dem Prozess kühlt sich das Kältemittel wieder ab, baut seinen Druck ab, und der Kreislauf beginnt von Neuem. Auf diese Weise gewinnt die Anlage pro eingesetzter Einheit Strom zwischen zwei und drei Einheiten Umweltenergie. Das Rheinwasser durchläuft die Anlage und den Prozess völlig unverändert, es kühlt lediglich um wenige Grad Celsius ab.
Für Everllence SE, Lieferant und Generalunternehmer für die Wärmepumpe, ist das Projekt in Köln ein Leuchtturmbeispiel für eine zukunftsweisende und klimaneutrale kommunale Fernwärmeversorgung, das auch als Blaupause für andere deutsche Städte dienen kann. Das Unternehmen hat bereits erfolgreich eine Großwärmepumpe in der dänischen Stadt Esbjerg installiert und errichtet aktuell die weltweit größte Meerwasserwärmepumpe in Aalborg, ebenfalls Dänemark.
Dr. Uwe Lauber, CEO von Everllence, sagt: „Das Großwärmepumpenprojekt in Köln zeigt, wie klimaneutrale Fernwärme in deutschen Städten konkret umgesetzt werden kann. Großwärmepumpen sind der ideale Partner für erneuerbare Energien: Sie nutzen kostengünstigen Strom aus Wind und Sonne und sichern so die zuverlässige Versorgung zehntausender Haushalte mit klimafreundlicher Wärme. Die Technologie ist erprobt und in vielen europäischen Städten bereits erfolgreich im Einsatz. Gerade in Deutschland, wo rund 40 Prozent der CO₂-Emissionen im Wärmesektor entstehen, liegt hier ein entscheidender Hebel der Energiewende. RheinEnergie geht auf diesem Weg als mutiger Pionier voran und setzt damit ein starkes Signal für den Markt. Wir sind stolz, dieses Leuchtturmprojekt gemeinsam umzusetzen und damit die Wärmewende in Deutschland aktiv zu gestalten.“
„Mit dem Baustart der Flusswärmepumpe fällt der Startschuss für die zentrale Umsetzungsphase dieses richtungsweisenden Energieprojekts. Jetzt beginnt unsere eigentliche Kernarbeit: Mit unserer baulichen Expertise arbeiten wir gemeinsam mit den STRABAG- und ZÜBLIN-Einheiten an einem Projekt, das neue Maßstäbe für die Wärmewende setzt.“ So Jörg Rösler, Mitglied des Vorstandes der STRABAG SE für das Segment Nord + West.
Die Helaba ist wichtige Partnerin der RheinEnergie beim Projekt und sorgt auch für die finanzielle Resilienz des anspruchsvollen Vorhabens. “Wir freuen uns sehr, dass wir unsere langjährige Kundin RheinEnergie AG bei diesem richtungsweisenden Transformationsprojekt unterstützen können“, so Frank Dehnke, Vorstandsmitglied der Helaba. „Die gemeinsame Finanzierung im Konsortium mit der NRW.BANK und der Sparkasse KölnBonn unterstreicht unsere Rolle als Partnerin für komplexe Transformations- und Infrastrukturprojekte in unserer Kernregion Nordrhein-Westfalen.“
Bilder und Videos zur Flusswasser-Wärmepumpe finden Sie in unserer
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