RheinEnergie treibt industrielle Wärmewende voran: strombasierte Wärmeversorgung für Ardagh Glass
Die RheinEnergie AG baut ihr bundesweites Geschäft mit nachhaltigen Energielösungen für die Industrie weiter aus. Gemeinsam mit der Ardagh Glass GmbH errichtet RheinEnergie – next energy solutions am Glaswerk Obernkirchen in Niedersachsen eine neue, strombasierte Wärmeversorgung mit einer thermischen Gesamtleistung von 3,5 Megawatt. Die Anlage soll im November 2026 den Betrieb aufnehmen und die bisherige gasbasierte Wärmeversorgung des Standorts ersetzen.
„Industriekunden stehen vor der Herausforderung, ihre Energieversorgung zukunftsfähig und gleichzeitig wirtschaftlich aufzustellen. Genau hier setzen wir mit unseren Contracting-Lösungen an. Das Projekt in Obernkirchen zeigt beispielhaft, wie wir innovative Technologien in marktfähige und übertragbare Geschäftsmodelle übersetzen. Solche Projekte sind ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie, bundesweit mit skalierbaren Energielösungen zu wachsen und die industrielle Transformation aktiv mitzugestalten“, erklärt Emil Issagholian, Leiter des Geschäftsbereichs Energiedienstleistungen und Fernwärme der RheinEnergie AG.
Innovative Kombination aus Wärmerückgewinnung und Wärmepumpentechnologie
Das Energiekonzept kombiniert Wärmerückgewinnung mit moderner Wärmepumpentechnologie. Zwei Wärmepumpen mit jeweils 911 Kilowatt Heizleistung nutzen Ammoniak als natürliches Kältemittel. Ardagh Glass kann somit an die bereits eingeleitete Transformation des Standorts anknüpfen. Seit 2023 produziert das Unternehmen in Obernkirchen mit der Hybrid-Schmelzwanne „NextGen Furnace“ Behälterglas mit deutlich reduzierten CO₂-Emissionen.
Führender Anbieter für komplexe Energiedienstleistungen
Mit Projekten wie in Obernkirchen baut die RheinEnergie ihre Position im bundesweiten Markt für Energiedienstleistungen konsequent weiter aus. Zusätzlichen Rückenwind erhält das Geschäft durch die geplante Übernahme des EnBW-Contracting-Portfolios mit rund 200 Anlagen. Künftig wird die RheinEnergie rund 800 Anlagen mit einer installierten Leistung von etwa 1.100 Megawatt betreuen und zu den drei führenden Anbietern komplexer Energiedienstleistungen in Deutschland gehören. Damit stärkt das Unternehmen insbesondere seine Kompetenzen im Industriegeschäft und setzt seinen Wachstumskurs mit skalierbaren Contracting-Modellen konsequent fort.
50 MWp neue Solarleistung: RheinEnergie treibt Ausbau der Erneuerbaren weiter voran
Vom größten Solarpark Kölns über Gewerbe- und Industriedächer bis hin zur Agri-Photovoltaik: Aktuell bringt die RheinEnergie rund 50 Megawatt-Peak neue Solarleistung auf den Weg. Die Projekte sind Teil des strategischen Ausbaukurses bei den erneuerbaren Energien – in Köln und bundesweit.
Die RheinEnergie setzt ihren Ausbaukurs bei den erneuerbaren Energien konsequent fort. Allein im Bereich Photovoltaik bringt das Unternehmen derzeit rund 50 Megawatt-Peak (MWp) neue Leistung auf den Weg – mit Projekten in Köln und bundesweit. Ein aktuelles Beispiel ist der Bau des größten Solarparks auf Kölner Stadtgebiet in Rondorf. Entlang der A555 entsteht auf rund zehn Hektar Fläche eine Anlage mit einer Leistung von 10,5 MWp. Rechnerisch kann sie künftig rund 3.000 Haushalte mit Strom versorgen.
Rondorf ist dabei eines von mehreren Projekten, die derzeit umgesetzt werden oder in Vorbereitung sind. In Voerde am Niederrhein hat die RheinEnergie im Frühjahr ihre bislang größte Photovoltaik-Aufdachanlage an einem einzelnen Standort mit rund sieben MWp in Betrieb genommen. In Kell am See (Rheinland-Pfalz) entsteht die erste Agri-PV-Anlage des Unternehmens. In Köln-Niehl soll zudem eine Freiflächenanlage auf einem Industriegelände mit mehr als 18 MWp entstehen.
Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie:
„Es geht uns nicht darum, möglichst viel PV um jeden Preis zuzubauen. Entscheidend ist, Erzeugung, Speicher, Netze und Vermarktung so miteinander zu verbinden, dass unsere Anlagen wirtschaftlich und zugleich systemdienlich sind. Genau darin liegt unsere Stärke als integriertes Energieunternehmen: Wir verstehen das gesamte Energiesystem und entwickeln daraus tragfähige Lösungen – für unsere eigene Erzeugung ebenso wie für unsere Kundinnen und Kunden. Mit dieser Entwicklung müssen auch die regulatorischen Rahmenbedingungen Schritt halten. Sie sollten stärker darauf ausgerichtet sein, dass Investitionen dort stattfinden, wo sie für das Gesamtsystem den größten Nutzen entfalten und zugleich wirtschaftlich tragfähig sind.“
Bei neuen Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien rücken damit neben der verfügbaren Fläche und der möglichen Erzeugungsleistung weitere Faktoren stärker in den Fokus: Dazu gehören insbesondere Netzanschlussmöglichkeiten, die Integration von Batteriespeichern sowie die energiewirtschaftliche Optimierung und Vermarktung der erzeugten Energie. So sollen neue Anlagen von Beginn an wirtschaftlich und systemdienlich geplant werden.
600 MW erneuerbare Energien im Gesamtsystem denken
Der Ausbau der Photovoltaik ist Teil des strategischen Ausbaupfads der RheinEnergie bei den erneuerbaren Energien. In den kommenden Jahren will die RheinEnergie den Zubau von bis zu 600 Megawatt an erneuerbaren Energien ermöglichen – mit eigenen Erzeugungsanlagen ebenso wie mit Lösungen für ihre Kundinnen und Kunden. Neben Photovoltaik investiert die RheinEnergie unter anderem in Windenergie und Batteriespeicher.
Die aktuellen Projekte zeigen zugleich die Bandbreite des Photovoltaikgeschäfts der RheinEnergie. Das Unternehmen entwickelt eigene Erzeugungsanlagen, bietet Photovoltaiklösungen für private Haushalte und realisiert überregional komplexe Energielösungen für Gewerbe- und Industriekunden sowie für Wohnungswirtschaft und Stadtwerke. Damit bringt die RheinEnergie ihre Kompetenz beim Ausbau der erneuerbaren Energien nicht nur in die eigene Erzeugung ein, sondern unterstützt auch ihre Kundinnen und Kunden bei der Transformation ihrer Energieversorgung.
Dabei verbindet der Ausbau die lokale Verwurzelung der RheinEnergie mit überregionalem Wachstum: Projekte wie der Solarpark in Rondorf, die Photovoltaikanlage auf dem RheinEnergieSTADION oder die geplante Anlage am Wasserwerk Weiler machen die Energiewende in Köln konkret sichtbar. Projekte in Voerde, Kell am See oder Frankfurt (Oder) stehen zugleich für das wachsende bundesweite Geschäft mit erneuerbaren Energien und Energielösungen.
Auch die weitere Projektpipeline ist gut gefüllt: Zusätzlich zu den derzeit rund 50 MWp neuer Solarleistung prüft und entwickelt die RheinEnergie weitere große Freiflächenprojekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 40 MWp. Welche Projekte umgesetzt werden, hängt dabei neben den jeweiligen Standortbedingungen insbesondere von der Wirtschaftlichkeit, den Netzanschlussmöglichkeiten und den Möglichkeiten zur energiewirtschaftlichen Optimierung ab.
Weitere Informationen zu den Erneuerbare-Energien-Projekten der RheinEnergie finden Sie unter:
rheinenergie.com/erneuerbare
RheinEnergie wird Top-3-Anbieter für Energiedienstleistungen
RheinEnergie übernimmt EnBW-Contracting-Portfolio und wird Top-3-Anbieter für Energiedienstleistungen in Deutschland
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) und die Kölner RheinEnergie AG (RheinEnergie) haben eine Vereinbarung über den Verkauf des EnBW-Contracting-Geschäfts geschlossen. Mit der geplanten Übernahme baut die RheinEnergie ihr Energiedienstleistungsgeschäft deutlich aus und steigt zu einem der drei führenden Anbieter komplexer Energiedienstleistungen in Deutschland auf. Gleichzeitig schärft die EnBW mit der geplanten Transaktion ihren strategischen Fokus im Rahmen ihres massiven Investitionsprogramms in den Umbau des Energiesystems.
Das Contracting-Portfolio der EnBW umfasst deutschlandweit rund 200 Anlagen. Mit der geplanten Übernahme erweitert die RheinEnergie ihre Kompetenzen insbesondere bei komplexen Industrieprojekten und im Geschäft mit der öffentlichen Hand. Gleichzeitig wächst das Unternehmen auf rund 800 Anlagen und 1.100 MW installierte Leistung und gehört künftig zu den führenden Anbietern komplexer Energiedienstleistungen (EDL) in Deutschland. Teil der Vereinbarung ist zudem der Übergang der rund 150 Contracting-Mitarbeitenden der EnBW zur RheinEnergie.
EnBW schärft Fokus auf zentrale Wachstumsfelder
Das Contracting-Geschäft der EnBW profitiert von langjährigen Kundenbeziehungen und verfügt über gute Wachstumschancen, gehört jedoch nicht zum unmittelbaren strategischen Kerngeschäft des Unternehmens. EnBW plant bis 2030 Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro insbesondere in den weiteren Ausbau der Strom- und Gasnetze, erneuerbare Energien, wasserstofffähige Gaskraftwerke sowie die Elektromobilität. Vor diesem Hintergrund ist die kontinuierliche Überprüfung des Portfolios hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Übereinstimmung mit der strategischen Ausrichtung fester Bestandteil der Geschäftsroutine.
„Ich freue mich, dass wir mit der RheinEnergie einen Partner gefunden haben, unter dessen Dach sich das Contracting-Geschäft erfolgreich weiterentwickeln kann – mit einer klaren Perspektive für die Projekte und damit sowohl für unsere Kunden als auch für unsere Mitarbeitenden“, erklärt Peter Heydecker, Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur bei der EnBW. „Mit dem Verkauf schärfen wir unseren strategischen Fokus im Bereich der Erzeugung, um unsere starke Wettbewerbsposition im Markt zu behaupten. Diese Fokussierung unterstützt die Umsetzung unseres ambitionierten Wachstumsprogramms, damit EnBW auch weiterhin ihre zentrale Rolle in der Transformation des Energiesystems wahrnehmen kann.“
Energiedienstleistungen als strategisches Wachstumsfeld
„Die Energiewende findet nicht nur in Stromnetzen und Erzeugungsanlagen statt, sondern zunehmend direkt bei unseren Kunden – in Industrieunternehmen, Quartieren, Krankenhäusern, Kommunen und der Wohnungswirtschaft. Deshalb bauen wir unser EDL-Geschäft seit Jahren konsequent bundesweit aus“, sagt Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG. „Mit der Übernahme des EnBW-Portfolios beschleunigen wir diesen Weg und entwickeln die RheinEnergie zu einem der führenden Anbieter komplexer Energie- und Wärmelösungen in Deutschland. Gemeinsam erreichen wir eine neue Größenordnung: Aus rund 600 Anlagen und 550 Megawatt werden rund 800 Anlagen und 1.100 Megawatt. Damit gehören wir künftig zu den Top-3 EDL-Anbietern in Deutschland.“
Starke Ergänzung beider Portfolios
„Unsere Kunden stehen heute vor der Herausforderung, ihre Energieversorgung wirtschaftlich, sicher und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Dafür brauchen sie Partner, die Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb aus einer Hand anbieten und Erfahrung in ganz unterschiedlichen Anwendungsfeldern mitbringen“, ergänzt Stephan Segbers, Vertriebsvorstand der RheinEnergie AG. „Genau hier ergänzen sich die Stärken von RheinEnergie und EnBW hervorragend: Während wir unsere Kompetenz bislang vor allem in der Wohnungswirtschaft und im Gewerbebereich ausspielen, erweitern wir unser Portfolio gezielt um große Industrieprojekte und das Geschäft mit der öffentlichen Hand. So können wir künftig alle relevanten Kundengruppen noch umfassender begleiten und ihnen passgenaue Energie- und Wärmelösungen anbieten.“
Kontinuität für Kunden und Perspektive für Mitarbeitende
Für die Contracting-Kunden der EnBW läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter. Bestehende Verträge und Konditionen gelten unverändert fort und werden vollumfänglich übernommen.
Auch für die Mitarbeitenden wurde eine verlässliche Perspektive vereinbart: Die RheinEnergie wird den Standort Stuttgart mit der gesamten Belegschaft erhalten. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende 2029 ausgeschlossen.
Vollzug vorbehaltlich behördlicher Zustimmungen
Über die Höhe des Kaufpreises haben die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug der Transaktion steht u. a. unter dem Vorbehalt der Bestätigung der zuständigen Kommunalaufsicht sowie der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörde, die spätestens zum Jahresanfang 2027 erwartet werden. Bis dahin führt die EnBW das Geschäft fort.
RheinEnergie legt Grundstein für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe
Die RheinEnergie AG hat heute vor rund 120 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Medien und Stadtgesellschaft den Grundstein für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe in Köln-Niehl gelegt. Der Bau der 150-Megawatt-Anlage ist im vollen Gange, und ab 2028 soll sie als erste dieser Größenordnung Wärme aus dem Rhein nutzen und diese in das Kölner Fernwärmenetz einspeisen. Die Kapazität der Großwärmepumpe reicht aus, um bis zu 50.000 Haushalte mit Wärme zu versorgen.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester würdigten das mit 280 Millionen Euro veranschlagte Zukunftsprojekt gemeinsam mit dem RheinEnergie-Vorstandsvorsitzenden Andreas Feicht und Vertretern des Technologiepartners Everllence. Die vorbereitenden Arbeiten am Kraftwerksstandort Niehl haben bereits im Frühsommer 2026 begonnen. Mit der Grundsteinlegung erreicht das Projekt nun den nächsten wichtigen Meilenstein.
„Die Flusswasser-Wärmepumpe ist die zweitgrößte Einzelinvestition unserer Unternehmensgeschichte. Damit übernehmen wir Verantwortung für die Zukunft der Wärmeversorgung in Köln: Wir reduzieren den Einsatz fossiler Energieträger und verbinden Dekarbonisierung mit Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Im flexiblen Zusammenspiel mit unseren bestehenden Anlagen kann das Projekt zudem dazu beitragen, Erzeugungskosten und Preisrisiken zu begrenzen – das wirkt auch preisdämpfend auf den Wärmepreis. Was wir hier in Köln entwickeln, kann für andere Großstädte in Deutschland und Europa Modellcharakter haben“, sagte
Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie
. Gleichzeitig bedankte sich Andreas Feicht für die finanzielle Förderung des Projektes in Höhe von 100 Millionen Euro aus Bundes- und EU-Mitteln, ohne die das Projekt nicht wirtschaftlich realisierbar gewesen wäre.
Starke Unterstützung von Bund, Land und Stadt
Die Teilnahme von
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche
unterstrich die bundespolitische Bedeutung des Kölner Projekts für die Energie- und Wärmewende in Deutschland. „Das Projekt der RheinEnergie zeigt, wie sinnvoll es ist, unsere Energieversorgung breiter aufzustellen – mit einheimischen Energiequellen wie dem Rhein als zusätzlichem Baustein. Die Flusswasser-Wärmepumpe macht deutlich, wie sich lokale Potenziale konsequent nutzen lassen: technologieoffen, innovativ und mit dem Anspruch, erfolgreiche Lösungen zügig in die Breite zu tragen“, so Reiche. „Der Bund beteiligt sich mit rund 100 Millionen Euro an den Investitionskosten. Den größeren Teil trägt die RheinEnergie aus eigener Kraft. Genau so soll staatliche Förderung wirken: als Hebel für private Investitionen – nicht als Ersatz für unternehmerisches Risiko. Die Wärmepumpe in Niehl ist kein Einzelprojekt, ihr Innenstadtnetz versorgt rund 3.600 Gebäude. Sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, ein ganzes Stadtnetz umzubauen.“
Reiche ergänzt: „Nicht überall ist Flusswasser die richtige Lösung. Andernorts können Geothermie, die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren oder Industriebetrieben oder andere klimafreundliche Wärmequellen die beste Option sein. Es ist ein starkes Signal, dass immer mehr Stadtwerke und Kommunen den Mut haben, mit unserer Unterstützung solche Wege zu beschreiten und die Herausforderungen anzunehmen.“
Auch von Landes- und kommunaler Seite erhielt das Vorhaben deutliche Rückendeckung.
NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur
würdigte die engagierte Begleitung der Genehmigungsverfahren durch das Land: „Der Rhein ist nicht nur einer unserer wichtigsten Handelswege, er ist Lebensader und Rückgrat unserer Industrie. Und jetzt schreibt er auch als Wärmequelle Geschichte: Die Flusswasser-Wärmepumpe der Rheinenergie zeigt, wie die Wärmewende bei uns in Nordrhein-Westfalen ganz konkret auch in den Fernwärmenetzen unserer Städte Fahrt aufnimmt: Künftig werden bis zu 50.000 Haushalte mit klimafreundlicher Wärme aus dem Rhein versorgt, ganz ohne Kohle, Öl und Gas. Diese Investition ist ein mutiger Schritt in Richtung Zukunft. Ein Projekt dieser Größenordnung entsteht nicht von selbst. Die Flusswärmepumpe betritt rechtliches Neuland und wurde mit Tatkraft und Fachverstand von den Genehmigungsbehörden erfolgreich genehmigt. Wer Wärme verlässlich, bezahlbar und klimaneutral bereitstellen kann, sichert nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit unserer Städte und Unternehmen, sondern auch unser aller Zukunft.“
Kölns
Oberbürgermeister Torsten Burmester
betonte die Bedeutung des Projekts für die kommunale Wärmeplanung: „Mein erster Dank geht heute an die RheinEnergie als Unternehmen der kommunalen Daseinsvorsorge. Sie übernimmt gesamtgesellschaftliche Verantwortung und eine Vorreiterrolle, um Köln als Industriestandort und Vorreiterstadt der Wärmewende zu positionieren. Die Anlage ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zu einer dekarbonisierten Wärmeversorgung unserer Stadt.“
Starke Industriepartner – Technik made in Germany
„Die Großwärmepumpe in Köln zeigt die Innovationskraft und die tragende Rolle des deutschen Maschinenbaus für die Wärmewende in Europa“, sagte Dr. Gunnar Stiesch, Technologievorstand des Herstellers der Wärmepumpenanlage, Everllence SE. „Wesentliche Komponenten der Anlage, darunter Kompressoren und Getriebe, werden in Deutschland entwickelt und gefertigt. Das zeigt: Wärmewende und industrielle Wertschöpfung gehen Hand in Hand. Die in Köln eingesetzte Technik ist zudem skalierbar und damit ein Modell für weitere Großprojekte in Deutschland und Europa.“
Die Anlage im Überblick
Die Flusswasser-Wärmepumpe besteht aus drei Modulen mit je 50 Megawatt Leistung und wird künftig im Zusammenspiel mit den bestehenden Gas-und-Dampfturbinen-Anlagen am Standort Niehl betrieben: Bei hohem Stromangebot und niedrigen Preisen übernimmt die Wärmepumpe die Wärmeproduktion, in Zeiten hoher Strompreise sichern die Gas-und-Dampfturbinen-Anlagen die Versorgung. Das dämpft die Erzeugungskosten und stärkt die Versorgungssicherheit für Köln.
Für den Wärmepumpenprozess wird im Durchschnitt weniger als ein Prozent des Rheinwassers benötigt. Dessen Umweltwärme wird auf ein Kältemittel übertragen, das im geschlossenen Kreislauf verdichtet und auf über 100 Grad Celsius gebracht wird – heiß genug für das Kölner Fernwärmenetz. Pro eingesetzter Einheit Strom gewinnt die Anlage zwischen zwei und drei Einheiten Wärme. Das entnommene Rheinwasser kühlt sich dabei nur um wenige Grad ab und gelangt anschließend wieder in den Rhein. Gegenüber einer fossil befeuerten Erzeugung spart die Anlage dadurch mindestens 100.000 Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr ein. Der Standort Niehl bietet ideale Voraussetzungen für eine Großwärmepumpe: unter anderem eine Netzanbindung an das 380.000-Volt-Höchstspannungsnetz sowie den direkten Anschluss an das Fernwärmenetz der RheinEnergie in der Kölner Innenstadt.
Ausblick
Die Errichtungsarbeiten für Gebäude, Nebenanlagen, den Netzanschluss und die Großwärmepumpe selbst werden rund zwei Jahre in Anspruch nehmen. Die gesamte Anlage soll im Herbst 2028 den Betrieb aufnehmen.
RheinEnergie stärkt bundesweites Geschäft mit Batteriespeichern
Großspeicher in Einbeck erfolgreich in Betrieb genommen
Die RheinEnergie AG baut ihr bundesweites Geschäft mit Batteriespeichern konsequent aus. Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme eines Großspeichers im niedersächsischen Einbeck setzt das Unternehmen seine Strategie fort, überregional zu wachsen und sein Portfolio in einem zentralen Zukunftsmarkt der Energiewende weiter auszubauen. Die Anlage verfügt über eine Leistung von 24,5 Megawatt und eine Speicherkapazität von 64 Megawattstunden. Der Standort liegt in einer strategisch wichtigen Region des deutschen Stromnetzes – zwischen den windreichen Erzeugungsgebieten im Norden und den industriestarken Verbrauchszentren im Süden. Der Batteriespeicher hilft dabei, überschüssigen Strom in Zeiten hoher erneuerbarer Erzeugung flexibel zu speichern und in Zeiten höherer Nachfrage in das Stromnetz zu entladen.
Stephan Segbers, Vertriebsvorstand der RheinEnergie: „Batteriespeicher sind für uns weit mehr als einzelne Infrastrukturprojekte. Sie sind ein zentrales Wachstumsfeld der RheinEnergie und ein wichtiger Baustein unserer Strategie, bundesweit skalierbare Energiedienstleistungen aufzubauen. Mit jedem neuen Projekt erweitern wir unser Portfolio, stärken unsere Kompetenz im Flexibilitätsmarkt und schaffen die Grundlage für weiteres überregionales Wachstum. Mit Einbeck erreichen wir einen weiteren Meilenstein auf diesem Weg. Bei der Vermarktung setzen wir auf die Expertise unserer Handelstochter RheinEnergie Trading, die über langjährige Erfahrung in den Energiemärkten verfügt.“
Überregionales Wachstum durch skalierbare Batteriespeicher
Bereits seit 2024 betreibt die RheinEnergie einen Batteriespeicher an ihrem Solarpark in Lärz/Rechlin in Mecklenburg-Vorpommern. Der neue Standort in Niedersachsen ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, ein deutschlandweites Speicherportfolio aufzubauen und zusätzliche Potenziale für die Vermarktung von Flexibilität zu erschließen.
Für Planung, Bau und Wartung des Batteriespeichers in Einbeck ist der Speicher-Spezialist SMA Altenso verantwortlich. Der technische Lieferumfang umfasst acht Mittelspannungsstationen sowie 16 Batteriestationen. Neben der Erbringung von Netzsystemdienstleistungen wird die Anlage im Day-Ahead- und Intraday-Stromhandel eingesetzt.
Der Batteriepark in Einbeck ist der Start der strategischen Partnerschaft zwischen RheinEnergie und dem international tätigen Systemintegrator aus Kassel/Niestetal. Gemeinsam wollen die Partner weitere Projekte mit einer Gesamtleistung von mehreren Hundert Megawatt (MW) realisieren.
Begegnung und Miteinander fördern: Auch RheinEnergie macht "Kölner Lichter" möglich
Wer wie die RheinEnergie aus dem Herzen Kölns stammt und in seiner über 150jährigen Geschichte eng mit der Entwicklung der Stadt verknüpft war: Der leistet auch seinen Beitrag zum größten Volksfest der Region. Wenn am Samstag, 1. August, wieder Hunderttausende ans Rheinufer strömen, um sich die Schiffskonvois anzusehen, das Rahmenprogramm zu genießen und schließlich das einzigartige Höhenfeuerwerk zu erleben, dann ist eine solche Veranstaltung nur dank des Engagements von Unternehmen wie der RheinEnergie, weiteren Institutionen und Privatpersonen möglich.
"Wir sind und bleiben ein fester Teil von Stadt und Region, denn hier ist unsere Heimat und Gründungsort", sagt Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie. "Wir alle sollten unsere Beiträge dazu leisten, dass unser Gemeinwesen lebenswert bleibt und attraktiv für die Menschen ist. Die Kölner Lichter leisten einen wichtigen Beitrag zum Wir-Gefühl und einem emotionalen Gemeinschaftserlebnis. Deswegen fördern wir diese einmalige Veranstaltung gerne."
Die RheinEnergie trägt Verantwortung für rund 2,5 Millionen Menschen in der Region, und sie sorgt gemeinsam mit ihren Beteiligungs- und Partnerunternehmen dafür, dass der Bedarf an Energie und Trinkwasser jederzeit gedeckt werden kann. Sie schafft durch die von ihrer Netzgesellschaft betreute Infrastruktur Verbindungen.
"Deswegen sehen wir unsere Rolle auch darin, gesellschaftlich Flagge zu zeigen und das Gemeinwesen in der rheinischen Region zu stützen", so Andreas Feicht weiter. Die Kölner Lichter seien eine zutiefst demokratische Veranstaltung für jedermann, ohne Hürden und ohne Eintritt.
Mit kostenlosem Trinkwasser aus ihren Wassertheken versorgt die RheinEnergie die Menschen am Rheinufer am Veranstaltungstag. Außerdem wird sie an wichtigen Übergangsstellen und Verbindungspunkten die ganze Nacht über für mehr Licht sorgen, etwa an den Unterführungen in Nähe der Bahnhöfe. So ist ein sicherer Transfer gewährleistet. Last not least hilft sie, bleibende Erinnerungen an die Kölner Lichter 2026 zu schaffen: Sie fördert den Fotowettbewerb für den Pixum-Fotokalender der Kölner Lichter.
Die Veranstaltung erblickte vor rund einem Vierteljahrhundert das Licht der Welt und feierte von Anbeginn große Erfolge. Die Mischung der vielen verschiedenen Elemente und das einmalige Höhenfeuerwerk über dem Rhein vor der historischen Kulisse mit Altstadt und Dom zieht die Menschen magisch an. Die RheinEnergie von Anbeginn fördernd dabei und gehört gemeinsam mit der Sparkasse KölnBonn auch in diesem Jahr wieder zu den Hauptsponsoren.
RheinEnergie für Zukunftsaufgaben gut gerüstet – Ergebnis sichert Investitionen in Transformation
Die RheinEnergie kann für das Geschäftsjahr 2025 wiederum mit einem sehr guten Ergebnis aufwarten. Es liegt bei 275,6 Millionen Euro (vor Ertragsteuern) und damit deutlich über den durchschnittlichen Jahresergebnissen 2016 bis 2022.
„Drei Jahre hintereinander, von 2023 bis 2025, konnten wir unsere Geschäftsjahre mit ungewöhnlich guten Ergebnissen abschließen“, sagt Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie. „Dies hat mehrere Gründe. Zum einen ist die RheinEnergie als Gruppe breit in allen energiewirtschaftlichen Wertschöpfungsfeldern aufgestellt, was sie stabiler macht, wenn Marktumfelder schwierig werden. Zum anderen konnten wir in der hoch volatilen Lage auf den Energiemärkten unsere Vorteile bei der langfristigen Vermarktung unserer Eigenerzeugung, im Handel und im Vertrieb strategisch nutzen, was diese Ergebnisse ermöglicht hat.“
In den Jahren vor Beginn der unruhigen Phasen an den Energiebörsen und vor Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine lagen die Jahresergebnisse zwischen 155 Millionen und 183 Millionen Euro.
„Natürlich gab es ein besonders volatiles Marktumfeld, in dem es darauf ankommt, auf Preissignale schnell und richtig zu reagieren, das haben wir getan“, sagt Birgit Lichtenstein, im Vorstand verantwortlich für Finanzen, Einkauf, IT und Zentrale Dienste. „Diese Ergebnisse sind kein Selbstzweck; sie sichern unsere wirtschaftliche Resilienz, und sie ermöglichen uns Investitionen in eine zukunftsgerichtete, sichere Energie- und Wasserversorgung.“
Für die Zukunft, sofern sich der Energiemarkt wieder normalisiert, ist damit zu rechnen, dass sich die Jahresergebnisse der RheinEnergie weiter in Richtung ihres Normalmaßes bewegen. „Wir arbeiten aber intensiv daran, unsere Kosten weiter zu senken, strategisch in neue Geschäftsfelder zu investieren und so unsere Ergebnisse weiter zu verbessern“, so Birgit Lichtenstein weiter. „Allerdings waren die Ergebnisse der letzten drei Jahre eine Besonderheit aufgrund vieler Umstände, das wird so ohne Weiteres für die Zukunft nicht mehr zu erwarten sein und werden geplant etwa für 2026 eher bei 185 bis 190 Millionen Euro liegen. Auch damit setzen wir unseren Kurs der energiewirtschaftlichen Transformation fort.“
Herausfordernde Zukunftsvorhaben in der Region und bundesweit
Ein Leuchtturmprojekt, dessen Haupt-Bauphase aktuell begonnen hat, ist Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe, mit einem Gesamtvolumen von 280 Millionen Euro die zweitgrößte Einzelinvestition der RheinEnergie. Dank einer umfassenden Förderung von Bund und EU wird dieses Projekt in Köln möglich, in dem der Wärmeinhalt des Rheinwassers künftig die Fernwärmeversorgung von bis zu 50.000 Wohneinheiten sichert.
Für den Kunden KölnBonn Airport wurde ein Holzheizwerk als Projekt gestartet, das die Treibhausgas-Emissionen des Flughafens massiv senken wird. Ebenso wird zusammen mit einem großen Industriekunden im Kölner Norden die größte Freiflächen-Solaranlage in einer deutschen Großstadt entstehen.
Weitere Projekte aus dem Bereich Erneuerbare Energie:
Eine innovative Form der Siedlungsversorgung mit Wärme aus Grundwasser entsteht im neuen Quartier Rondorf-Nordwest: Dort erfolgte der Spatenstich für das größte „kalte“ Nahwärmenetz in NRW, bei dem mit Hilfe von Grundwasser Wärmepumpen die Nutzwärme in den Siedlungsgebäuden emissionsfrei bereitstellen.
Zur langfristigen Sicherung der Kölner Trinkwasserversorgung baut die RheinEnergie derzeit im Stadtbezirk Rodenkirchen eine acht Kilometer lange neue Wassertransportleitung von den Grundwasserbrunnen zum Wasserwerk.
Weitere Investitionsbereiche der RheinEnergie und ihrer Beteiligungen sind:
Große organisatorische Transformation
Wirtschaftliche wie technische Resilienz ist für die RheinEnergie in den kommenden Jahren eine Grundbedingung, denn es stehen entscheidende Aufgaben an – vor allem bei der Infrastruktur.
Diese Zukunftsaufgaben waren einer der Gründe für eine der größten organisatorischen Transformationen in der Geschichte der RheinEnergie: Die bisherige „Rheinische Netzgesellschaft“ und der Bereich Technischer Netzservice der RheinEnergie sind zum 1. Januar 2025 als „RheinNetz GmbH“ neu aufgestellt worden. Damit verbunden war der Wechsel von rund 1.100 Beschäftigten der RheinEnergie in die neue Netzgesellschaft, die in Köln und dem Rheinland als Verteilnetzbetreiberin fungiert – als eine der größten in Deutschland.
„Zum einen investieren wir und unsere Verteilnetzbetreiberin RheinNetz massiv in den Ausbau und die Sicherung unserer Infrastruktur, von den Erzeugungsanlagen bis hin zum Verteilerkasten“, sagt Andreas Feicht. „Außerdem bauen wir Zukunftsgeschäftsfelder wie unsere hoch spezialisierten Energiedienstleistungen für Industrie und Wohnungswirtschaft aus und erschließen neue Segmente, etwa mit Batteriespeichern. Mit weiteren Systempartnern arbeiten wir an der engeren Verzahnung der Sektoren Energie und Verkehr, etwa bei der Elektromobilität. Damit können unsere Kundinnen und Kunden Geld sparen, während gleichzeitig die Netze stabilisiert werden.“
Allein im Jahr 2025 hat die RheinEnergie gemeinsam mit den unter ihrem Dach befindlichen Unternehmen schon rund 270 Millionen Euro investiert. So leistet die RheinEnergie inklusive ihrer Netzgesellschaft wichtige Beiträge zum Gelingen der Energie- und Wärmewende einerseits, andererseits stärkt sie die Resilienz der heimischen Wirtschaft, und sie ermöglicht den Menschen in der Region die Erfüllung ihrer Bedürfnisse nach sicherer und nachhaltiger Energieversorgung.
Unterlagen zum Jahresabschluss der RheinEnergie sowie Bildmaterial zum Download finden Sie hier:
Zahlen & Geschäftsbericht
Mediathek
Cooling Cologne – Wassernebel gegen Sommerhitze
Die ersten Aktionen von Cooling Cologne in 2026 fanden am Donnerstag und Freitag (25. und 26. Juni) auf dem Rudolfplatz statt. Wie in den Vorjahren wurden dort spezielle Wasserschläuche ausgelegt, um der sommerlichen Hitze entgegenzuwirken. "Cooling Cologne" ist eine Initiative der Stadt Köln und der RheinEnergie.
William Wolfgramm, Beigeordneter für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften der Stadt Köln, betont die Notwendigkeit des Projekts: "Durch den Klimawandel werden heiße Tage und auch Nächte, in denen die Temperatur nicht mehr unter 20 Grad Celsius sinkt, immer weiter zunehmen. Mit Cooling Cologne setzen wir gezielt eine Maßnahme zur Anpassung an diesen Fakt um. Die Kühlung vor Ort sorgt dafür, dass die Hitzebelastung auf Plätzen verringert und dadurch die Aufenthaltsqualität an innerstädtischen Hotspots verbessert wird. Damit schaffen wir an besonders heißen Tagen Abhilfe für die Kölnerinnen und Kölner."
Laut der Stadtklimasimulation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) muss Köln in naher Zukunft mit jährlich 60 bis 70 Tagen über 25 Grad Celsius und 20 bis 30 Tropennächten rechnen. Besonders in dicht bebauten Innenstädten entstehen dadurch sogenannte Hitzeinseln.
Um dem entgegenzuwirken, wurde das Projekt ins Leben gerufen. Die Schläuche versprühen einen feinen Wassernebel, der die Umgebungstemperatur effektiv senkt. Seit dem Start im Jahr 2022 wurde die Technik bereits erfolgreich im Rheingarten/Jugendtagsweg, auf dem Severinskirchplatz, dem Chlodwigplatz sowie dem Rudolfplatz eingesetzt.
Mit 16 Kubikmetern pro Stunde macht der Wassergebrauch nur einen verschwindend geringen Anteil der mehr als 300.000 Kubikmeter aus, die an heißen Tagen in Köln insgesamt genutzt werden. "Zudem verfügen wir in der Kölner Bucht glücklicherweise über sehr große Grundwasservorkommen, sodass selbst mehrere Jahre mit geringen Niederschlägen keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit haben", sagt Dr. Carsten Schmidt, Wasserchef der RheinEnergie. Das eingesetzte Trinkwasser ist selbstverständlich hygienisch einwandfrei und gelangt anschließend vollständig zurück in den Wasserkreislauf.
Die Sprühschläuche kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn der Deutsche Wetterdienst eine offizielle Hitzewarnung herausgibt – also bei einer starken Wärmebelastung über mindestens zwei Tage hinweg ohne nächtliche Abkühlung. Das Projekt ist ein fester Bestandteil der Kölner Klimaanpassungsstrategie, um gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung zu minimieren.