Nachrichtenarchiv
Hier finden Sie die Nachrichten der letzten drei Jahre.
Trotz Niedrigwassers: Trinkwasser-Versorgung in Köln ist und bleibt sicher
Auch wenn der Rheinpegel derzeit ein Rekordtief erreicht hat, ist die Kölner Trinkwasserversorgung völlig unproblematisch: Unter der Kölner Bucht liegt einer der größten Grundwasserkörper Deutschlands, und aus diesem stammt unser Trinkwasser. Rund 900 Millionen Kubikmeter sind dort ständig verfügbar. Die RheinEnergie fördert im ganzen Jahr nicht einmal zehn Prozent dieser gigantischen Menge, die Industrie in etwa die gleiche Menge.
Die Vorräte werden vor allem durch Niederschläge im Herbst und Winter wieder aufgefüllt. Auch längere Trockenperioden gefährden die Versorgung darum nicht: Die Grundwasservorkommen in der Kölner Bucht sind so groß, dass sich selbst mehrere trockene Jahre hintereinander verkraften ließen.
Die RheinEnergie und deren Vorgängerunternehmen beobachten die Grundwasserstände seit mehr als 115 Jahren. In dieser Zeit gab es keine einzige Phase, in der ein Wassermangel absehbar gewesen wäre.
RheinEnergie hält Kölner Junghaien die Treue
Die RheinEnergie bleibt einer der Hauptsponsoren des Nachwuchses der Kölner Haie. Nach der Vertragsverlängerung mit den Profis hat das Unternehmen auch seine Partnerschaft mit dem Kölner Eishockey Club „Die Haie“ e. V. verlängert, dem Trägerverein der Junghaie – um zwei weitere Jahre, mit einer Option auf eine dritte Saison.
Die Nachwuchsarbeit der Junghaie gehört zu den renommiertesten in Deutschland: Der Bereich wurde vom Deutschen Eishockey Bund, der PENNY DEL und der DEL2 erneut mit der Bestbewertung „Fünf-Sterne-plus“ zertifiziert. Auch sportlich ist der Nachwuchs erfolgreich – zuletzt wurde die U17 der Junghaie Deutscher Meister. Aus der Nachwuchsarbeit der Kölner Haie gingen in der Vergangenheit unter anderem die heutigen NHL-Spieler Leon Draisaitl und Thomas Greiss hervor; auch Svenja Voigt begann bei den Junghaien mit dem Eishockeyspielen und wurde für die Olympischen Winterspiele 2026 nominiert.
Mit der Verlängerung des Engagements begleitet der Kölner Energieversorger die Haie weiterhin über alle Generationen hinweg: Bei den Profis ist er auf Trikot, Bande und Eis vertreten, demnächst auch in der App und bietet seit kurzem Fans den Tarif
Haie-Strom
. Bei den Junghaien unterstützt die RheinEnergie gemeinsam mit der Stadtwerke-Schwester HGK alle Nachwuchsteams von der U7 bis zur U20 – sichtbar im Trainingszentrum und auf den Trikots. Außerdem hält die RheinEnergie weiterhin die Namensrechte an der Eislaufschule.
Birgit Lichtenstein, kaufmännische Vorständin der RheinEnergie und Mitglied des Verwaltungsrates des Kölner Eishockey Club „Die Haie“ e. V.:
„Sportförderung geht bei der RheinEnergie weit über den Profisport hinaus. Wir möchten Menschen in der Region motivieren, in Bewegung zu kommen und zu bleiben. Der Grundstein dazu wird in der Kindheit gelegt: Gute Nachwuchsarbeit gibt Kindern und Jugendlichen die Chance, sich sportlich und persönlich zu entwickeln. Deshalb unterstützen wir neben den Profis auch die Junghaie – aus derselben Überzeugung heraus und mit demselben Herzblut.“
Alexander Kirsch, Präsident des Kölner Eishockey Club „Die Haie“ e. V.:
„Herzlichen Dank an die RheinEnergie für das Vertrauen und die Fortsetzung dieser langjährigen Partnerschaft. Die Unterstützung hilft uns, jungen Spielerinnen und Spielern verlässliche Perspektiven zu bieten.“
Der Vertrag mit dem Nachwuchs ergänzt die zeitgleich verlängerte Partnerschaft mit dem Profikader der Kölner Haie und unterstreicht das langjährige Engagement der RheinEnergie für den Kölner Eishockeysport auf allen Ebenen.
RheinEnergie und Kölner Haie verlängern ihre Partnerschaft
Die RheinEnergie und die Kölner Haie (KEC) bleiben Partner. Seit 1999 verbindet die beiden Kölner Institutionen eine enge Zusammenarbeit, die weit über klassisches Sponsoring hinausgeht. Nun haben beide Seiten Kooperationsverträge mit dem Profikader und dem Verein um zwei weitere Jahre verlängert.
Für die RheinEnergie ist die Partnerschaft Teil ihres Selbstverständnisses als Kölner Unternehmen: Als kommunaler Energieversorger engagiert sich das Unternehmen seit Jahrzehnten im Kölner Sport- und Vereinsleben und sieht sich eng mit der Stadtgesellschaft verbunden. Die Verbindung zum KEC gehört zu den traditionsreichsten Partnerschaften dieser Art in Köln. Die RheinEnergie ist unter anderem mit dem Logo auf der Trikotbrust, auf der Bande sowie auf dem Eis sichtbar.
Sportlich war das vergangene Jahr für den KEC eines der erfolgreichsten der Vereinsgeschichte: Nach der deutschen Vizemeisterschaft 2024/25 erreichte die Mannschaft in der Saison 2025/26 das Halbfinale der DEL-Playoffs, gewann in der Hauptrunde 16 Partien in Folge – eine neue DEL-Bestmarke – und stellte mit durchschnittlich 18.112 Menschen pro Heimspiel in der Lanxess Arena einen neuen europäischen Zuschauerrekord auf. Zudem qualifizierte sich der KEC für die Champions Hockey League. In diese ist das Team mit vier Siegen erfolgreich gestartet und hat dabei im Heimspiel gegen Titelverteidiger Frölunda Göteborg mit 18.104 Anwesenden einen neuen CHL-Zuschauerrekord aufgestellt. Auch bei den Eishockey-Übertragungen live bei Magenta Sport sind die Haie ein regelmäßiger Quotengarant.
Im Zuge dieser Erfolgsstory koppelt der neue Vertrag das Engagement der RheinEnergie stärker als bisher an das sportliche Abschneiden und die mediale Präsenz des KEC.
Stephan Segbers, Vertriebsvorstand der RheinEnergie:
„Die Kölner Haie und die RheinEnergie sind zwei Institutionen dieser Stadt, die seit 1999 zusammengehören. Diese Verbundenheit wollen wir weiter mit Leben füllen – sportlich, digital und ganz konkret mit besonderen Angeboten für die Haie-Fans.“
Philipp Walter, Geschäftsführer des KEC:
„Die RheinEnergie ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner an unserer Seite, mit dem es Spaß macht, neue Dinge zu entwickeln. Mit dem neuen Vertrag bauen wir diese Partnerschaft weiter aus, vor allem im digitalen Bereich und mit viel Energie und neuen Aktionen für unsere Fans.“
Neu: der Haie-Strom
Ein neues Element der Kooperation ist unter anderem der Haie-Strom, ein Stromtarif speziell für Freunde des KEC, der ab Saisonstart unter
haie-strom.de
verfügbar sein wird. Mit dabei: ein 100-Euro-Gutschein für den Haie-Fanshop sowie zwei Euro Rabatt auf die Stromrechnung pro DEL-Sieg der Kölner Haie. Außerdem gibt es mit dem Haie-Strom exklusive Fan-Momente zu gewinnen.
Digitale Zusammenarbeit über die Haie-App
Auch digital wächst die Zusammenarbeit: Aktuell arbeiten die RheinEnergie und die Haie an der Entwicklung gemeinsamer digitaler Projekte, mit der Zielsetzung, noch in dieser Saison echten Mehrwert für Fans und Kunden in der Haie-App zu liefern.
Beide Seiten beschreiben die Verhandlungen als von großer gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Sie verstehen die Partnerschaft als Ausdruck einer langjährigen, engen Verbindung zwischen zwei Kölner Institutionen, die sie in den kommenden Jahren gemeinsam weiterentwickeln wollen.
34 neue Talente: RheinEnergie bildet Fachkräfte von morgen aus
Für 34 junge Menschen beginnt bei der RheinEnergie ein neuer Lebensabschnitt: Sie starten ihre Ausbildung oder ihr duales Studium in sechs unterschiedlichen Fachrichtungen. Einen Schwerpunkt bilden die technischen Berufe: 21 Nachwuchskräfte beginnen eine Ausbildung als Elektronikerinnen und Elektroniker für Betriebstechnik oder Anlagenmechanikerinnen und -mechaniker. Mit der Ausbildung eigener Nachwuchskräfte begegnet die RheinEnergie gezielt dem Fachkräftebedarf und bietet jungen Menschen langfristige berufliche Perspektiven.
„Die Fachkräfte, die wir morgen brauchen, bilden wir heute selbst aus. Gerade in den technischen Berufen benötigen wir gut qualifizierten Nachwuchs, um unsere Infrastruktur und Energieversorgung auch künftig zuverlässig weiterzuentwickeln. Als fest in Köln und der Region verwurzeltes Unternehmen übernehmen wir dabei auch als Arbeitgeber Verantwortung und bieten jungen Menschen hier vor Ort gute berufliche Perspektiven. Bei uns arbeiten sie an Aufgaben mit, die für die Menschen unmittelbar relevant sind, und gleichzeitig gestalten sie mit neuen Technologien und innovativen Lösungen die Energiewelt von morgen mit“, sagt Susanne Fabry, Vorstand Personal und Arbeitsdirektorin der RheinEnergie AG.
Sechs Wege in Ausbildung und Studium
13 Nachwuchskräfte starten als Elektronikerinnen und Elektroniker für Betriebstechnik, 8 als Anlagenmechanikerinnen und -mechaniker. Hinzu kommen jeweils 4 angehende Kaufleute für Büromanagement und Industriekaufleute. Drei Nachwuchskräfte beginnen ein duales Studium der Wirtschaftsinformatik, zwei im Bereich Betriebswirtschaftslehre.
Insgesamt beschäftigt die RheinEnergie derzeit 113 Auszubildende und Dual-Studierende. Mehr als 90 Prozent der Absolventinnen und Absolventen wurden in den vergangenen Jahren nach erfolgreichem Abschluss übernommen. Mit der geplanten Modernisierung des Ausbildungszentrums am Parkgürtel schafft die RheinEnergie zudem die Voraussetzungen, die Ausbildungszahlen ab 2028 zukunftsfähig aufzustellen.
Gemeinsam ankommen bei der RheinEnergie
Zum Start lernen die Nachwuchskräfte in einer gemeinsamen Onboarding-Woche das Unternehmen, verschiedene Fachbereiche von RheinEnergie und RheinNetz sowie einander kennen. Eine Exkursion in den Kölner Fernwärmetunnel gibt ihnen zudem einen ersten Einblick in die Energieinfrastruktur der Stadt.
Karrieretag am 19. September
Wer sich für eine Ausbildung oder ein duales Studium bei der RheinEnergie interessiert, kann das Unternehmen am 19. September von 10 bis 14 Uhr beim Karrieretag im Atrium des RheinEnergie-Hauptgebäudes am Parkgürtel kennenlernen. Eingeladen sind Schülerinnen und Schüler sowie ihre Familien und Lehrkräfte.
Die Ausbildungsstellen für 2027 sind bereits ausgeschrieben. Alle offenen Stellen und weitere Informationen gibt es auf der
Karriereseite der RheinEnergie
.
RheinEnergie treibt industrielle Wärmewende voran: strombasierte Wärmeversorgung für Ardagh Glass
Die RheinEnergie AG baut ihr bundesweites Geschäft mit nachhaltigen Energielösungen für die Industrie weiter aus. Gemeinsam mit der Ardagh Glass GmbH errichtet RheinEnergie – next energy solutions am Glaswerk Obernkirchen in Niedersachsen eine neue, strombasierte Wärmeversorgung mit einer thermischen Gesamtleistung von 3,5 Megawatt. Die Anlage soll im November 2026 den Betrieb aufnehmen und die bisherige gasbasierte Wärmeversorgung des Standorts ersetzen.
„Industriekunden stehen vor der Herausforderung, ihre Energieversorgung zukunftsfähig und gleichzeitig wirtschaftlich aufzustellen. Genau hier setzen wir mit unseren Contracting-Lösungen an. Das Projekt in Obernkirchen zeigt beispielhaft, wie wir innovative Technologien in marktfähige und übertragbare Geschäftsmodelle übersetzen. Solche Projekte sind ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie, bundesweit mit skalierbaren Energielösungen zu wachsen und die industrielle Transformation aktiv mitzugestalten“, erklärt Emil Issagholian, Leiter des Geschäftsbereichs Energiedienstleistungen und Fernwärme der RheinEnergie AG.
Innovative Kombination aus Wärmerückgewinnung und Wärmepumpentechnologie
Das Energiekonzept kombiniert Wärmerückgewinnung mit moderner Wärmepumpentechnologie. Zwei Wärmepumpen mit jeweils 911 Kilowatt Heizleistung nutzen Ammoniak als natürliches Kältemittel. Ardagh Glass kann somit an die bereits eingeleitete Transformation des Standorts anknüpfen. Seit 2023 produziert das Unternehmen in Obernkirchen mit der Hybrid-Schmelzwanne „NextGen Furnace“ Behälterglas mit deutlich reduzierten CO₂-Emissionen.
Führender Anbieter für komplexe Energiedienstleistungen
Mit Projekten wie in Obernkirchen baut die RheinEnergie ihre Position im bundesweiten Markt für Energiedienstleistungen konsequent weiter aus. Zusätzlichen Rückenwind erhält das Geschäft durch die geplante Übernahme des EnBW-Contracting-Portfolios mit rund 200 Anlagen. Künftig wird die RheinEnergie rund 800 Anlagen mit einer installierten Leistung von etwa 1.100 Megawatt betreuen und zu den drei führenden Anbietern komplexer Energiedienstleistungen in Deutschland gehören. Damit stärkt das Unternehmen insbesondere seine Kompetenzen im Industriegeschäft und setzt seinen Wachstumskurs mit skalierbaren Contracting-Modellen konsequent fort.
50 MWp neue Solarleistung: RheinEnergie treibt Ausbau der Erneuerbaren weiter voran
Vom größten Solarpark Kölns über Gewerbe- und Industriedächer bis hin zur Agri-Photovoltaik: Aktuell bringt die RheinEnergie rund 50 Megawatt-Peak neue Solarleistung auf den Weg. Die Projekte sind Teil des strategischen Ausbaukurses bei den erneuerbaren Energien – in Köln und bundesweit.
Die RheinEnergie setzt ihren Ausbaukurs bei den erneuerbaren Energien konsequent fort. Allein im Bereich Photovoltaik bringt das Unternehmen derzeit rund 50 Megawatt-Peak (MWp) neue Leistung auf den Weg – mit Projekten in Köln und bundesweit. Ein aktuelles Beispiel ist der Bau des größten Solarparks auf Kölner Stadtgebiet in Rondorf. Entlang der A555 entsteht auf rund zehn Hektar Fläche eine Anlage mit einer Leistung von 10,5 MWp. Rechnerisch kann sie künftig rund 3.000 Haushalte mit Strom versorgen.
Rondorf ist dabei eines von mehreren Projekten, die derzeit umgesetzt werden oder in Vorbereitung sind. In Voerde am Niederrhein hat die RheinEnergie im Frühjahr ihre bislang größte Photovoltaik-Aufdachanlage an einem einzelnen Standort mit rund sieben MWp in Betrieb genommen. In Kell am See (Rheinland-Pfalz) entsteht die erste Agri-PV-Anlage des Unternehmens. In Köln-Niehl soll zudem eine Freiflächenanlage auf einem Industriegelände mit mehr als 18 MWp entstehen.
Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie:
„Es geht uns nicht darum, möglichst viel PV um jeden Preis zuzubauen. Entscheidend ist, Erzeugung, Speicher, Netze und Vermarktung so miteinander zu verbinden, dass unsere Anlagen wirtschaftlich und zugleich systemdienlich sind. Genau darin liegt unsere Stärke als integriertes Energieunternehmen: Wir verstehen das gesamte Energiesystem und entwickeln daraus tragfähige Lösungen – für unsere eigene Erzeugung ebenso wie für unsere Kundinnen und Kunden. Mit dieser Entwicklung müssen auch die regulatorischen Rahmenbedingungen Schritt halten. Sie sollten stärker darauf ausgerichtet sein, dass Investitionen dort stattfinden, wo sie für das Gesamtsystem den größten Nutzen entfalten und zugleich wirtschaftlich tragfähig sind.“
Bei neuen Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien rücken damit neben der verfügbaren Fläche und der möglichen Erzeugungsleistung weitere Faktoren stärker in den Fokus: Dazu gehören insbesondere Netzanschlussmöglichkeiten, die Integration von Batteriespeichern sowie die energiewirtschaftliche Optimierung und Vermarktung der erzeugten Energie. So sollen neue Anlagen von Beginn an wirtschaftlich und systemdienlich geplant werden.
600 MW erneuerbare Energien im Gesamtsystem denken
Der Ausbau der Photovoltaik ist Teil des strategischen Ausbaupfads der RheinEnergie bei den erneuerbaren Energien. In den kommenden Jahren will die RheinEnergie den Zubau von bis zu 600 Megawatt an erneuerbaren Energien ermöglichen – mit eigenen Erzeugungsanlagen ebenso wie mit Lösungen für ihre Kundinnen und Kunden. Neben Photovoltaik investiert die RheinEnergie unter anderem in Windenergie und Batteriespeicher.
Die aktuellen Projekte zeigen zugleich die Bandbreite des Photovoltaikgeschäfts der RheinEnergie. Das Unternehmen entwickelt eigene Erzeugungsanlagen, bietet Photovoltaiklösungen für private Haushalte und realisiert überregional komplexe Energielösungen für Gewerbe- und Industriekunden sowie für Wohnungswirtschaft und Stadtwerke. Damit bringt die RheinEnergie ihre Kompetenz beim Ausbau der erneuerbaren Energien nicht nur in die eigene Erzeugung ein, sondern unterstützt auch ihre Kundinnen und Kunden bei der Transformation ihrer Energieversorgung.
Dabei verbindet der Ausbau die lokale Verwurzelung der RheinEnergie mit überregionalem Wachstum: Projekte wie der Solarpark in Rondorf, die Photovoltaikanlage auf dem RheinEnergieSTADION oder die geplante Anlage am Wasserwerk Weiler machen die Energiewende in Köln konkret sichtbar. Projekte in Voerde, Kell am See oder Frankfurt (Oder) stehen zugleich für das wachsende bundesweite Geschäft mit erneuerbaren Energien und Energielösungen.
Auch die weitere Projektpipeline ist gut gefüllt: Zusätzlich zu den derzeit rund 50 MWp neuer Solarleistung prüft und entwickelt die RheinEnergie weitere große Freiflächenprojekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 40 MWp. Welche Projekte umgesetzt werden, hängt dabei neben den jeweiligen Standortbedingungen insbesondere von der Wirtschaftlichkeit, den Netzanschlussmöglichkeiten und den Möglichkeiten zur energiewirtschaftlichen Optimierung ab.
Weitere Informationen zu den Erneuerbare-Energien-Projekten der RheinEnergie finden Sie unter:
rheinenergie.com/erneuerbare
RheinEnergie wird Top-3-Anbieter für Energiedienstleistungen
RheinEnergie übernimmt EnBW-Contracting-Portfolio und wird Top-3-Anbieter für Energiedienstleistungen in Deutschland
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) und die Kölner RheinEnergie AG (RheinEnergie) haben eine Vereinbarung über den Verkauf des EnBW-Contracting-Geschäfts geschlossen. Mit der geplanten Übernahme baut die RheinEnergie ihr Energiedienstleistungsgeschäft deutlich aus und steigt zu einem der drei führenden Anbieter komplexer Energiedienstleistungen in Deutschland auf. Gleichzeitig schärft die EnBW mit der geplanten Transaktion ihren strategischen Fokus im Rahmen ihres massiven Investitionsprogramms in den Umbau des Energiesystems.
Das Contracting-Portfolio der EnBW umfasst deutschlandweit rund 200 Anlagen. Mit der geplanten Übernahme erweitert die RheinEnergie ihre Kompetenzen insbesondere bei komplexen Industrieprojekten und im Geschäft mit der öffentlichen Hand. Gleichzeitig wächst das Unternehmen auf rund 800 Anlagen und 1.100 MW installierte Leistung und gehört künftig zu den führenden Anbietern komplexer Energiedienstleistungen (EDL) in Deutschland. Teil der Vereinbarung ist zudem der Übergang der rund 150 Contracting-Mitarbeitenden der EnBW zur RheinEnergie.
EnBW schärft Fokus auf zentrale Wachstumsfelder
Das Contracting-Geschäft der EnBW profitiert von langjährigen Kundenbeziehungen und verfügt über gute Wachstumschancen, gehört jedoch nicht zum unmittelbaren strategischen Kerngeschäft des Unternehmens. EnBW plant bis 2030 Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro insbesondere in den weiteren Ausbau der Strom- und Gasnetze, erneuerbare Energien, wasserstofffähige Gaskraftwerke sowie die Elektromobilität. Vor diesem Hintergrund ist die kontinuierliche Überprüfung des Portfolios hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Übereinstimmung mit der strategischen Ausrichtung fester Bestandteil der Geschäftsroutine.
„Ich freue mich, dass wir mit der RheinEnergie einen Partner gefunden haben, unter dessen Dach sich das Contracting-Geschäft erfolgreich weiterentwickeln kann – mit einer klaren Perspektive für die Projekte und damit sowohl für unsere Kunden als auch für unsere Mitarbeitenden“, erklärt Peter Heydecker, Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur bei der EnBW. „Mit dem Verkauf schärfen wir unseren strategischen Fokus im Bereich der Erzeugung, um unsere starke Wettbewerbsposition im Markt zu behaupten. Diese Fokussierung unterstützt die Umsetzung unseres ambitionierten Wachstumsprogramms, damit EnBW auch weiterhin ihre zentrale Rolle in der Transformation des Energiesystems wahrnehmen kann.“
Energiedienstleistungen als strategisches Wachstumsfeld
„Die Energiewende findet nicht nur in Stromnetzen und Erzeugungsanlagen statt, sondern zunehmend direkt bei unseren Kunden – in Industrieunternehmen, Quartieren, Krankenhäusern, Kommunen und der Wohnungswirtschaft. Deshalb bauen wir unser EDL-Geschäft seit Jahren konsequent bundesweit aus“, sagt Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG. „Mit der Übernahme des EnBW-Portfolios beschleunigen wir diesen Weg und entwickeln die RheinEnergie zu einem der führenden Anbieter komplexer Energie- und Wärmelösungen in Deutschland. Gemeinsam erreichen wir eine neue Größenordnung: Aus rund 600 Anlagen und 550 Megawatt werden rund 800 Anlagen und 1.100 Megawatt. Damit gehören wir künftig zu den Top-3 EDL-Anbietern in Deutschland.“
Starke Ergänzung beider Portfolios
„Unsere Kunden stehen heute vor der Herausforderung, ihre Energieversorgung wirtschaftlich, sicher und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Dafür brauchen sie Partner, die Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb aus einer Hand anbieten und Erfahrung in ganz unterschiedlichen Anwendungsfeldern mitbringen“, ergänzt Stephan Segbers, Vertriebsvorstand der RheinEnergie AG. „Genau hier ergänzen sich die Stärken von RheinEnergie und EnBW hervorragend: Während wir unsere Kompetenz bislang vor allem in der Wohnungswirtschaft und im Gewerbebereich ausspielen, erweitern wir unser Portfolio gezielt um große Industrieprojekte und das Geschäft mit der öffentlichen Hand. So können wir künftig alle relevanten Kundengruppen noch umfassender begleiten und ihnen passgenaue Energie- und Wärmelösungen anbieten.“
Kontinuität für Kunden und Perspektive für Mitarbeitende
Für die Contracting-Kunden der EnBW läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter. Bestehende Verträge und Konditionen gelten unverändert fort und werden vollumfänglich übernommen.
Auch für die Mitarbeitenden wurde eine verlässliche Perspektive vereinbart: Die RheinEnergie wird den Standort Stuttgart mit der gesamten Belegschaft erhalten. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende 2029 ausgeschlossen.
Vollzug vorbehaltlich behördlicher Zustimmungen
Über die Höhe des Kaufpreises haben die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug der Transaktion steht u. a. unter dem Vorbehalt der Bestätigung der zuständigen Kommunalaufsicht sowie der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörde, die spätestens zum Jahresanfang 2027 erwartet werden. Bis dahin führt die EnBW das Geschäft fort.
RheinEnergie legt Grundstein für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe
Die RheinEnergie AG hat heute vor rund 120 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Medien und Stadtgesellschaft den Grundstein für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe in Köln-Niehl gelegt. Der Bau der 150-Megawatt-Anlage ist im vollen Gange, und ab 2028 soll sie als erste dieser Größenordnung Wärme aus dem Rhein nutzen und diese in das Kölner Fernwärmenetz einspeisen. Die Kapazität der Großwärmepumpe reicht aus, um bis zu 50.000 Haushalte mit Wärme zu versorgen.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester würdigten das mit 280 Millionen Euro veranschlagte Zukunftsprojekt gemeinsam mit dem RheinEnergie-Vorstandsvorsitzenden Andreas Feicht und Vertretern des Technologiepartners Everllence. Die vorbereitenden Arbeiten am Kraftwerksstandort Niehl haben bereits im Frühsommer 2026 begonnen. Mit der Grundsteinlegung erreicht das Projekt nun den nächsten wichtigen Meilenstein.
„Die Flusswasser-Wärmepumpe ist die zweitgrößte Einzelinvestition unserer Unternehmensgeschichte. Damit übernehmen wir Verantwortung für die Zukunft der Wärmeversorgung in Köln: Wir reduzieren den Einsatz fossiler Energieträger und verbinden Dekarbonisierung mit Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Im flexiblen Zusammenspiel mit unseren bestehenden Anlagen kann das Projekt zudem dazu beitragen, Erzeugungskosten und Preisrisiken zu begrenzen – das wirkt auch preisdämpfend auf den Wärmepreis. Was wir hier in Köln entwickeln, kann für andere Großstädte in Deutschland und Europa Modellcharakter haben“, sagte
Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie
. Gleichzeitig bedankte sich Andreas Feicht für die finanzielle Förderung des Projektes in Höhe von 100 Millionen Euro aus Bundes- und EU-Mitteln, ohne die das Projekt nicht wirtschaftlich realisierbar gewesen wäre.
Starke Unterstützung von Bund, Land und Stadt
Die Teilnahme von
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche
unterstrich die bundespolitische Bedeutung des Kölner Projekts für die Energie- und Wärmewende in Deutschland. „Das Projekt der RheinEnergie zeigt, wie sinnvoll es ist, unsere Energieversorgung breiter aufzustellen – mit einheimischen Energiequellen wie dem Rhein als zusätzlichem Baustein. Die Flusswasser-Wärmepumpe macht deutlich, wie sich lokale Potenziale konsequent nutzen lassen: technologieoffen, innovativ und mit dem Anspruch, erfolgreiche Lösungen zügig in die Breite zu tragen“, so Reiche. „Der Bund beteiligt sich mit rund 100 Millionen Euro an den Investitionskosten. Den größeren Teil trägt die RheinEnergie aus eigener Kraft. Genau so soll staatliche Förderung wirken: als Hebel für private Investitionen – nicht als Ersatz für unternehmerisches Risiko. Die Wärmepumpe in Niehl ist kein Einzelprojekt, ihr Innenstadtnetz versorgt rund 3.600 Gebäude. Sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, ein ganzes Stadtnetz umzubauen.“
Reiche ergänzt: „Nicht überall ist Flusswasser die richtige Lösung. Andernorts können Geothermie, die Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren oder Industriebetrieben oder andere klimafreundliche Wärmequellen die beste Option sein. Es ist ein starkes Signal, dass immer mehr Stadtwerke und Kommunen den Mut haben, mit unserer Unterstützung solche Wege zu beschreiten und die Herausforderungen anzunehmen.“
Auch von Landes- und kommunaler Seite erhielt das Vorhaben deutliche Rückendeckung.
NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur
würdigte die engagierte Begleitung der Genehmigungsverfahren durch das Land: „Der Rhein ist nicht nur einer unserer wichtigsten Handelswege, er ist Lebensader und Rückgrat unserer Industrie. Und jetzt schreibt er auch als Wärmequelle Geschichte: Die Flusswasser-Wärmepumpe der Rheinenergie zeigt, wie die Wärmewende bei uns in Nordrhein-Westfalen ganz konkret auch in den Fernwärmenetzen unserer Städte Fahrt aufnimmt: Künftig werden bis zu 50.000 Haushalte mit klimafreundlicher Wärme aus dem Rhein versorgt, ganz ohne Kohle, Öl und Gas. Diese Investition ist ein mutiger Schritt in Richtung Zukunft. Ein Projekt dieser Größenordnung entsteht nicht von selbst. Die Flusswärmepumpe betritt rechtliches Neuland und wurde mit Tatkraft und Fachverstand von den Genehmigungsbehörden erfolgreich genehmigt. Wer Wärme verlässlich, bezahlbar und klimaneutral bereitstellen kann, sichert nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit unserer Städte und Unternehmen, sondern auch unser aller Zukunft.“
Kölns
Oberbürgermeister Torsten Burmester
betonte die Bedeutung des Projekts für die kommunale Wärmeplanung: „Mein erster Dank geht heute an die RheinEnergie als Unternehmen der kommunalen Daseinsvorsorge. Sie übernimmt gesamtgesellschaftliche Verantwortung und eine Vorreiterrolle, um Köln als Industriestandort und Vorreiterstadt der Wärmewende zu positionieren. Die Anlage ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zu einer dekarbonisierten Wärmeversorgung unserer Stadt.“
Starke Industriepartner – Technik made in Germany
„Die Großwärmepumpe in Köln zeigt die Innovationskraft und die tragende Rolle des deutschen Maschinenbaus für die Wärmewende in Europa“, sagte Dr. Gunnar Stiesch, Technologievorstand des Herstellers der Wärmepumpenanlage, Everllence SE. „Wesentliche Komponenten der Anlage, darunter Kompressoren und Getriebe, werden in Deutschland entwickelt und gefertigt. Das zeigt: Wärmewende und industrielle Wertschöpfung gehen Hand in Hand. Die in Köln eingesetzte Technik ist zudem skalierbar und damit ein Modell für weitere Großprojekte in Deutschland und Europa.“
Die Anlage im Überblick
Die Flusswasser-Wärmepumpe besteht aus drei Modulen mit je 50 Megawatt Leistung und wird künftig im Zusammenspiel mit den bestehenden Gas-und-Dampfturbinen-Anlagen am Standort Niehl betrieben: Bei hohem Stromangebot und niedrigen Preisen übernimmt die Wärmepumpe die Wärmeproduktion, in Zeiten hoher Strompreise sichern die Gas-und-Dampfturbinen-Anlagen die Versorgung. Das dämpft die Erzeugungskosten und stärkt die Versorgungssicherheit für Köln.
Für den Wärmepumpenprozess wird im Durchschnitt weniger als ein Prozent des Rheinwassers benötigt. Dessen Umweltwärme wird auf ein Kältemittel übertragen, das im geschlossenen Kreislauf verdichtet und auf über 100 Grad Celsius gebracht wird – heiß genug für das Kölner Fernwärmenetz. Pro eingesetzter Einheit Strom gewinnt die Anlage zwischen zwei und drei Einheiten Wärme. Das entnommene Rheinwasser kühlt sich dabei nur um wenige Grad ab und gelangt anschließend wieder in den Rhein. Gegenüber einer fossil befeuerten Erzeugung spart die Anlage dadurch mindestens 100.000 Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr ein. Der Standort Niehl bietet ideale Voraussetzungen für eine Großwärmepumpe: unter anderem eine Netzanbindung an das 380.000-Volt-Höchstspannungsnetz sowie den direkten Anschluss an das Fernwärmenetz der RheinEnergie in der Kölner Innenstadt.
Ausblick
Die Errichtungsarbeiten für Gebäude, Nebenanlagen, den Netzanschluss und die Großwärmepumpe selbst werden rund zwei Jahre in Anspruch nehmen. Die gesamte Anlage soll im Herbst 2028 den Betrieb aufnehmen.