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RheinEnergie (Zur Startseite)

28.04.2026

RheinEnergie diskutiert mit Fachleuten über neue Energiewelt

Vier Teilnehmer am Diskussionsabend sprechen auf der Bühne.

Zwischen Andreas Feicht (l.), den Fachleuten und dem Publikum entwickelte sich ein spannender Dialog zur Energiewende. (Bild: Thomas Banneyer)

Wie gelingt die Energiewende zwischen Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Informationsabends im Verlagshaus der DuMont Mediengruppe in Köln, zu dem RheinEnergie gemeinsam mit dem Kölner Stadt-Anzeiger eingeladen hatte. Rund um das Rheinische Energieforum diskutierten Expertinnen und Experten aus Energiewirtschaft, Wissenschaft, Verbraucherschutz und Handwerk über die Herausforderungen und Chancen der Transformation des Energiesystems. Moderiert wurde der Abend von Thorsten Breitkopf, Chefreporter Wirtschaft des Kölner Stadt-Anzeiger.

Im Fokus der Diskussion stand unter anderem das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz und die Frage, wie technologieoffen und gleichzeitig verlässlich die Wärmewende künftig gestaltet werden kann. Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie, betonte dabei die Bedeutung pragmatischer Lösungen und realistischer Rahmenbedingungen: „Das Gesetz wird mehr Freiraum ermöglichen.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Transformation des Energiesystems nicht nur eine Frage einzelner Technologien sei, sondern systemisch gedacht werden müsse: „Die Frage ist: Haben wir genug Kraftwerke, die immer zur Verfügung stehen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht?“

Neben Andreas Feicht diskutierten Andreas Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wasserstoff-Verbands, Sylwia Bialek-Gregory, wissenschaftliche Geschäftsführerin des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI), Christian Handwerk von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sowie Marc Schmitz, Obermeister der Kölner Innung Sanitär, Heizung, Klima.

In der Debatte wurde deutlich, wie stark Energieversorgung, Infrastruktur und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit inzwischen miteinander verknüpft sind. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen ging es auch um Versorgungssicherheit, Importabhängigkeiten und die Frage, wie Deutschland langfristig resilienter werden kann. Andreas Kuhlmann sagte dazu: „Für mich steht fest: Wir müssen raus aus den Fossilen.“ Gleichzeitig warb er dafür, offen für neue Technologien und unterschiedliche Lösungsansätze zu bleiben.

Andreas Feicht verwies in diesem Zusammenhang auf die Rolle flexibler und integrierter Energiesysteme. Als Beispiel nannte er das Projekt der geplanten Flusswasser-Wärmepumpe in Köln-Niehl, die künftig mit einem modernen Gaskraftwerk kombiniert werden soll. „Wir flexibilisieren die Produktion“, erklärte Feicht. Ziel sei es, erneuerbare und konventionelle Erzeugung intelligent miteinander zu verbinden und die Wärmeversorgung Schritt für Schritt zu dekarbonisieren.

Auch das Publikum beteiligte sich intensiv an der Diskussion und brachte Fragen etwa zu Wärmepumpen, Wasserstoff, Balkonkraftwerken und Versorgungssicherheit ein. Christian Handwerk von der Verbraucherzentrale NRW machte dabei deutlich, wie groß die Unsicherheit vieler Bürgerinnen und Bürger aktuell ist: „Sie können zwar eine neue Gasheizung einbauen – nur ob das eine gute Idee ist, ist eine andere Frage.“

Der Abend zeigte einmal mehr: Die Energiewende bleibt ein gesellschaftliches Gemeinschaftsprojekt – und der Austausch zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit wichtiger denn je.

Das Pre-Event bildete zugleich den Auftakt für das

Rheinische Energieforum 2026

, zu dem RheinEnergie am 5. Mai rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kommunen und Wissenschaft begrüßte.

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