
Infineum und RheinEnergie errichten Freiflächen-PV-Anlage in Köln
Die RheinEnergie AG und die Deutsche Infineum GmbH & Co. KG haben die Verträge für den Bau einer 18-Megawatt-Freiflächen-Photovoltaikanlage auf dem Industriegelände von Deutsche Infineum in Köln unterzeichnet. Mit einer prognostizierten Jahreserzeugung von rund 18 Millionen Kilowattstunden Strom entsteht hier eine der größten Freiflächen-PV-Anlagen auf innerstädtischem Industriegelände in Deutschland. Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant.
Meilenstein für die Dekarbonisierung der Kölner Industrie
Auf einer Fläche von rund 12 Hektar werden etwa 25.300 Solarmodule mit einer Leistung von jeweils 710 Watt Leistung installiert. Die Anlage an der Neusser Landstraße wird jährlich genug Strom erzeugen, um den Bedarf mehrerer tausend Haushalte zu decken. Mit diesem Projekt leistet Infineum einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen am Produktionsstandort in Köln-Niehl – mit erheblichen CO2- Einsparungen im Vergleich zur konventionellen Stromversorgung.
„Mit dieser Anlage setzen wir gemeinsam mit Infineum ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts Köln“, sagt Stephan Segbers, Vertriebsvorstand der RheinEnergie. „Dieses Projekt zeigt, wie wir mit unseren Energielösungen dazu beitragen, heimische Unternehmen bei ihrer Dekarbonisierung zu unterstützen.“
Dr. Martin Halama, Geschäftsführer bei Infineum, und sein Betriebsleiter Dr. Thiemo Dunkel betonen: „Die Partnerschaft mit der RheinEnergie ermöglicht uns einen entscheidenden Schritt in Richtung der Dekarbonisierung unseres Kölner Betriebs. Mit dieser Investition stärken wir unseren deutschen Standort nachhaltig und treiben gleichzeitig die Nachhaltigkeitsziele von Infineum für 2030 voran, die Intensität der Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen zu senken – ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zu unseren langfristigen Klimazielen.“
Strategische Bedeutung für beide Partner
Für beide Unternehmen hat das Projekt strategische Bedeutung: Infineum stärkt die Wettbewerbsfähigkeit ihres deutschen Produktionsstandorts durch die deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen. Die RheinEnergie festigt ihre Position als eine der führenden Energiedienstleister Deutschlands und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Stadt Köln.
„Gemeinsam mit Infineum bauen wir ein echtes Leuchtturmprojekt mit Vorbildcharakter und beweisen, dass ambitionierte Klimaschutzziele und wirtschaftliche Interessen Hand in Hand gehen können“, erklärt Emil Issagholian, Bereichsleiter Energiedienstleistungen und Fernwärme der RheinEnergie. „Unser Bereich ‚next energy solutions‘ bietet bundesweit maßgeschneiderte Energielösungen für Industrie und Immobilienwirtschaft. Dank solcher Full-Service-Contracting-Partnerschaften wird die Energiewende in der Industrie sowohl wirtschaftlich als auch technisch umsetzbar.“
Nachrichten
TOYOTA RACING und RheinEnergie nehmen hochmoderne Kältezentrale in Betrieb
TOYOTA RACING und RheinEnergie – next energy solutions haben am Standort Köln-Marsdorf eine neue, hochmoderne Kältezentrale offiziell in Betrieb genommen. Die neue Anlage versorgt das Toyota Entwicklungszentrum zuverlässig und effizient mit Strom, Kälte und Wärme.
Die innovative Kältezentrale der RheinEnergie besteht aus zwei hocheffizienten Turbokompressoren, einem Blockheizkraftwerk sowie einem Absorber in einem eigens errichteten Gebäude. Sie befindet sich aktuell im Testbetrieb und ist so ausgelegt, dass sie den CO
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-Fußabdruck von TOYOTA RACING um bis zu 2.300 Tonnen pro Jahr reduzieren kann.
Die Kältezentrale wird von der RheinEnergie in einem Full-Service-Contracting-Modell
betrieben: Das umfasst alle Leistungen von der Beratung und Konzeption über die
Finanzierung und den Bau bis hin zu Betrieb und Instandhaltung. Für TOYOTA RACING
markiert die Anlage einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung des
30.000 m² großen Entwicklungszentrums von TOYOTA im Kölner Westen. Mit der Anlage
leistet das Zentrum einen wertvollen Beitrag zur Erreichung der globalen Toyota
Environment Challenge 2050. Mit dieser Initiative hat sich Toyota dazu verpflichtet, bis 2050 im gesamten Produktionsprozess vollständige Klimaneutralität zu erreichen, in Europa bereits bis 2040.
„Die Zusammenarbeit mit TOYOTA RACING zeigt, wie technische Innovation und
Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Mit der neuen Kältezentrale haben wir ein
Rundum-sorglos-Paket geschnürt, das nicht nur höchsten technischen Anforderungen
gerecht wird, sondern Toyota auch maximale Planbarkeit bei minimalen Risken garantiert
und zudem einen messbaren Beitrag zur Dekarbonisierung leistet. Solche Full-Service-
Contracting-Partnerschaften sind für uns der Beweis, dass die Energiewende in der Industrie wirtschaftlich sinnvoll und technisch machbar ist“, erklärt Emil Issagholian, Leiter des Geschäftsbereichs Energiedienstleistungen und Fernwärme der RheinEnergie.
„Wir arbeiten seit vielen Jahren an einer klimaneutralen Zukunft des Motorsports – sei es
durch Wasserstoffmotoren, synthetische Kraftstoffe oder Biokraftstoffe“, erklärt Peter Hesse, Director Business Operations von TOYOTA RACING. „Zusammen mit RheinEnergie – next energy solutions konnten wir dieses Bestreben auch auf unser Entwicklungszentrum in Köln ausweiten. Die neue Kältezentrale ist für uns der erste Meilenstein auf dem Weg zu einer CO
2
-neutralen Fertigung.“
Bereits seit 2016 arbeiten die RheinEnergie und TOYOTA RACING erfolgreich im Rahmen
einer Kälte- und Druckluftlieferung zusammen. Als Expertin für nachhaltige und innovative
Energielösungen prüft und optimiert RheinEnergie – next energy solutions fortwährend die bestehenden Anlagen. Durch das neue Energiekonzept, das die RheinEnergie im Rahmen von Effizienzuntersuchungen gemeinsam mit TOYOTA entwickelt hat, wird die Kälte am Standort seit kurzem hocheffizient in einer Zentrale statt in vielen dezentralen Anlagen erzeugt.
Über TOYOTA RACING GmbH
TOYOTA RACING, ehemals TOYOTA GAZOO Racing Europe GmbH, ist ein europäisches
Entwicklungszentrum von Toyota für Motorsport und innovative Fahrzeugtechnologien mit
Hauptsitz in Köln-Marsdorf. Auf dem 30.000 m² großen Gelände werden unter anderem die
Fahrzeuge für die FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und die Motoren für die FIA
Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) entwickelt und gebaut. Rund 450 Mitarbeitende arbeiten
zudem in den Bereichen Kunden-Motorsport sowie an Forschungs- und
Entwicklungsprojekten für die TOYOTA Motor Corporation.
Über RheinEnergie – next energy solutions
Mit ihrem Geschäftsbereich „next energy solutions“ bietet die RheinEnergie bundesweit
nachhaltige Energielösungen für Industrie und Immobilienwirtschaft. Im Rahmen individueller Contracting-Modelle übernimmt die RheinEnergie die komplette Wertschöpfungskette – von der Beratung und Konzeption über Planung, Finanzierung und Anlagenbau bis hin zu Betrieb und Instandhaltung. Ob Wärme oder Kälte, Druckluft, Dampf, Strom oder Lüftungssysteme – RheinEnergie – next energy solutions begleitet ihre Kunden mit spezialisierten Lösungen auf dem Weg zur Dekarbonisierung.
Energiewende schreitet voran – Ausbau Erneuerbarer Energie und Preissenkung
Das Jahr 2026 beginnt für die Privat- sowie Gewerbekunden der RheinEnergie mit einer Preissenkung: Die Strompreise sinken um rund zwölf Prozent, die Erdgaspreise um rund acht Prozent. Damit gibt das Unternehmen Einkaufsvorteile weiter, dazu auch staatliche Entlastungen bei den Netzentgelten (Strom) sowie den Wegfall einer Umlage (Erdgas).
Ansonsten steht das Jahr im Zeichen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Einer der wichtigsten Schritte wird der Baubeginn von Europas größter Flusswasser-Wärmepumpe am Standort Köln-Niehl sein. Mit Erhalt der Genehmigungen werden die Arbeiten umgehend beginnen. Die Anlage soll 2028 ihren Regelbetrieb aufnehmen und bis zu 30 Prozent der Kölner Fernwärme dekarbonisieren. Mit ihrer Leistung von 150 Megawatt kann sie bis zu 50.000 Haushalte mit Wärme versorgen.
Der Bau der Großwärmepumpe, die in Kölns größtes Fernwärmenetz in der Innenstadt einspeist, ist der erste Schritt zum Aufbau einer klimaschonenden Wärmeversorgung ohne fossile Brennstoffe. Weitere Schritte sind geplant: Die Umstellung der bislang erdgas-betriebenen Heizkraftwerke auf Wasserstoff bei ausreichender Verfügbarkeit, der Bau weiterer Großwärmepumpen und die Nutzung von Energie aus Klärschlamm und Restmüll.
Neue Solaranlagen in Köln und Rheinland-Pfalz
Im Kölner Süden entsteht auf einem Grundstück neben der Autobahn 555 in Köln-Rondorf ab dem ersten Quartal Kölns bislang größte Freiflächen-Photovoltaikanlage, mit einer Leistung von rund 10,5 Megawatt. Die jährliche Strommenge wird ausreichen, um 3.300 Haushalte ein Jahr lang mit erneuerbarem Strom zu versorgen.
Mit einer Leistung von 2,2 Megawatt entsteht im Kölner Norden, zwischen Köln-Esch und Köln-Weiler, eine weitere Freiflächen-Photovoltaikanlage in einem ehemaligen Grundwasser-Versickerungsbecken des Wasserwerks Weiler. Diese Anlage trägt dazu bei, den Stromverbrauch des Wasserwerks auf erneuerbare Quellen aus eigener Produktion umzustellen, Baubeginn ist im 2. Quartal.
Eine dritte Anlage mit 4,2 Megawatt Leistung wird in Kell am See (Rheinland-Pfalz) als sogenannte „Agri-PV-Anlage“ entstehen. Dabei erhalten die Solarmodule eine senkrechte Aufstellung in Ost-West-Richtung und ermöglichen weiterhin Weidewirtschaft auf dem Anlagen-Areal. Auch dieses Objekt entsteht ab Frühjahr 2026 und soll noch 2026 in Betrieb gehen.
Endspurt auf dem Acker – RheinEnergie zieht letzte Bodenproben
Zum letzten Mal in diesem Jahr hat die RheinEnergie zahlreiche Bodenproben von Ackerflächen rund um Köln gezogen. Die nächsten zieht Kölns Wasserversorger im kommenden Frühjahr. Mit den Proben – die sie im hauseigenen Labor untersucht – ermittelt die RheinEnergie den Stickstoff- und Nitratgehalt der Ackerböden rund um Köln, um den Landwirten der Region entsprechende Düngeempfehlungen geben zu können. Davon profitieren beide Seiten.
Die Landwirte wissen genau, wie viel Stickstoff die Äcker enthalten. Sie müssen darum nur soviel ergänzen, wie die jeweilige Feldfrucht benötigt. Dadurch sparen sie Düngemittel und Geld und vermeiden eine Überdüngung, die den Böden langfristig schaden könnte. Die RheinEnergie wiederum profitiert davon, dass nur so viele Nährstoffe im Boden sind, wie von den Pflanzen aufgenommen werden. So lassen sich Überschüsse vermeiden, die andernfalls ins Grundwasser sickern könnten.
Was gar nicht erst ins Grundwasser gelangt, muss auch nicht herausgefiltert werden
Probleme etwa mit zu viel Nitrat im Grundwasser hat die RheinEnergie darum nicht. Um dieses Ziel zu erreichen und damit die hohe Qualität des Kölner Trinkwassers langfristig zu sichern, kooperiert der Versorger bereits seit Jahrzehnten mit ortsansässigen Landwirten beiderseits des Rheins – gemäß der Erkenntnis: Was gar nicht erst ins Grundwasser gelangt, muss auch nicht herausgefiltert werden. An rund hundert festgelegten Standorten werden regelmäßig Proben gezogen.
Die Zusammenarbeit zahlt sich aus: Die Landwirte sparen Geld und Düngemittel, der Wasserversorger kann auf eine aufwendige Aufbereitung verzichten und seinen Kundinnen und Kunden ein reines Naturprodukt liefern.
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