Fernwärme für Köln erklärt
Fernwärme versorgt Köln zuverlässig mit Wärme und unterstützt durch den Netzausbau die Wärmewende der Region.

Klimaschonende Fernwärme für den Ballungsraum Köln
Fernwärme ist ein wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Energieversorgung in Köln. Statt vieler einzelner Heizungen wird Wärme zentral erzeugt und effizient verteilt. Dadurch lassen sich Energiequellen besser nutzen und CO₂-Emissionen reduzieren. Besonders relevant: Fernwärme kann erneuerbare Energien, Abwärme und innovative Technologien flexibel integrieren – und so Schritt für Schritt nachhaltiger werden.
Kölner Fernwärmenetz
Das Fernwärmenetz als Herzstück der Wärme
Das Fernwärmenetz in Köln verbindet Erzeugungsanlagen mit den angeschlossenen Gebäuden über ein weit verzweigtes Leitungssystem. Durch unterirdische, gut isolierte Rohre wird heißes Wasser zuverlässig dorthin transportiert, wo es benötigt wird.
Das Netz wird kontinuierlich erweitert, um weitere Gebäude anzuschließen und die Wärmeversorgung langfristig nachhaltiger zu gestalten. Moderne Steuerungssysteme sorgen dabei für einen stabilen und effizienten Betrieb.
12.288Tsd.
Hausanschlüsse
380km
Leitungsnetz
240g
CO
2
-Einsparungen Gas
65%
erneuerbare Energie
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Netz Innenstadt
Heizkraftwerk Niehl 3
Am Molenkopf 3
50735 Köln
Netz Innenstadt
Heizkraftwerk Niehl 2
Am Molenkopf 3
50735 Köln
Netz Nord
Heizkraftwerk Merkenich
Merkenicher Hauptstr. 2
50769 Köln
Netz Ost
Heizkraftwerk Merheim
Ostmerheimer Str. 557
51109 Köln
Netz Innenstadt
Heizwerk Südstadt
Zugweg 29-31
50677 Köln
Sie möchten klimaschonende Wärmeenergie beziehen? Wir beraten Sie gerne.
Ausbau Fernwärmenetz

Kölns Fernwärme: Infrastruktur mit Weitblick
Das Kölner Fernwärmenetz gehört heute zu den größten und leistungsfähigsten in Deutschland und ist ein zentraler Bestandteil der städtischen Energieversorgung. Seine Entwicklung steht beispielhaft für den Wandel der Wärmeversorgung in einer wachsenden Großstadt – von den Anfängen des Wiederaufbaus bis hin zu modernen, zukunftsorientierten Infrastrukturen.

Fernwärme als Motor der urbanen Transformation
Heute ist das Fernwärmenetz ein wichtiger Baustein der Kölner Energiewende. Im Fokus stehen der schrittweise Ausbau und die weitere Verdichtung des Netzes, insbesondere in bestehenden Quartieren und Stadtentwicklungsgebieten. So ermöglicht die Fernwärme bereits heute eine zuverlässige, platzsparende und emissionsarme Wärmeversorgung für hunderttausende Menschen. Sie stärkt die Versorgungssicherheit, entlastet den urbanen Raum von Einzelheizungen und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der städtischen Klimaziele – auch mit Blick auf eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft Kölns.
Energiequellen
Ein Mix für eine sichere und nachhaltige Versorgung
Die Wärme in den Kölner Fernwärmenetzen stammt aus verschiedenen Anlagen und Technologien, wodurch eine effiziente, versorgungssichere und bezahlbare Wärmeversorgung gewährleistet werden kann. Ziel ist es, den Anteil klimafreundlicher Energie kontinuierlich zu erhöhen. Dazu binden wir bereits heute Abwärme aus der Restmüllverbrennungsanlage ein und realisieren eines der weltweit größten Großwärmepumpenprojekte bei uns in Köln Niehl.
Kraft-Wärme-Kopplung
In Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung entstehen Strom und Wärme aus derselben Brennstoffmenge. Die bei der Erdgasverbrennung anfallende Abwärme wird ins Fernwärmenetz eingespeist statt ungenutzt abgeführt. Dadurch wird der Brennstoff deutlich effizienter genutzt als bei getrennter Erzeugung; Nutzungsgrade von bis zu 90 % sind möglich. Perspektivisch kann die Umrüstung erdgasbasierter Anlagen auf Wasserstoff eine CO₂-arme oder sogar CO₂-freie Strom- und Wärmebereitstellung ermöglichen.
Die Fernwärmeversorgung funktioniert als geschlossener Kreislauf zwischen Wärmeerzeugungsanlagen und Kunden: Zentral erzeugte Wärme wird auf das Wasser im Fernwärmenetz übertragen und über gut isolierte Vorlaufleitungen zu den Gebäuden transportiert. Dort gibt die Hausstation die Wärme an Heizsystem und Warmwasserversorgung ab, ohne dass sich die Wasserkreisläufe vermischen. Anschließend fließt das abgekühlte Wasser über den Rücklauf zurück zu den Heizkraftwerksstandorten und wird erneut erwärmt."

Flusswasserwärmepumpe
Großwärmepumpen sind eine innovative Technologie im Kölner Fernwärmesystem. Als Flusswasserwärmepumpen nutzen sie die im Rhein gespeicherte Umweltwärme, indem ein kleiner Teil des Wassers durch Wärmetauscher geleitet und leicht abgekühlt wird. Die gewonnene Wärme wird anschließend mithilfe eines elektrisch betriebenen Kompressors auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und in das Fernwärmenetz eingespeist. So wird bislang ungenutzte Umweltenergie effizient nutzbar gemacht. In Köln-Niehl entsteht derzeit eine Großwärmepumpe mit 150 MW Leistung (3 × 50 MW), die rund 50.000 Haushalte versorgen kann und einen wichtigen Beitrag zur klimaneutralen Fernwärme liefert. Das Projekt zählt zu den weltweit größten seiner Art und soll 2028 in Betrieb gehen.
Thermische Abfallbehandlungsanlagen
In Köln betreibt die
AVGseit dem Jahr 1998 eine Restmüllverbrennungsanlage (RMVA). Dort werden Haus- und Sperrmüll sowie weitere Siedlungsabfälle thermisch verwertet. Die RMVA ist eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage und produziert sowohl Strom als auch Wärme. Die Wärme wird für die Prozessdampf- und Fernwärmeerzeugung genutzt.
Im Jahr 2029 geht zudem die Klärschlammverbrennungsanlage der
KLAR GmbHam Kraftwerksstandort Merkenich in Betrieb. Dort wird Klärschlamm aus Köln und benachbarten Kommunen ebenfalls nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung thermisch verwertet und Fernwärme in das Fernwärmenetz eingespeist.
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