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Fernwärme für Köln erklärt

Fernwärme versorgt Köln zuverlässig mit Wärme und unterstützt durch den Netzausbau die Wärmewende der Region.

Große Rohre liegen in einem Schacht

Effiziente Fernwärme für den Ballungs­raum Köln

Fernwärme ist ein wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Energieversorgung in Köln. Statt vieler einzelner Heizungen wird Wärme zentral erzeugt und effizient verteilt. Besonders relevant: Fernwärme kann Erneuerbare Energien, Abwärme und innovative Technologien flexibel integrieren – und so Schritt für Schritt unabhängiger von fossilen Brennstoffen werden.

Kölner Fernwärmenetz

Das Fernwärmenetz als Herzstück der Wärme

Das Fernwärmenetz in Köln verbindet Erzeugungsanlagen mit den angeschlossenen Gebäuden über ein weit verzweigtes Leitungssystem. Durch unterirdische, gut isolierte Rohre wird heißes Wasser zuverlässig dorthin transportiert, wo es benötigt wird.


Das Netz wird kontinuierlich erweitert, um weitere Gebäude anzuschließen und die Wärmeversorgung langfristig nachhaltiger zu gestalten. Moderne Steuerungssysteme sorgen dabei für einen stabilen und effizienten Betrieb.

  • 12.288Tsd.

    Hausanschlüsse

  • 380km

    Leitungsnetz

  • 133g

    CO

    2

    -Einsparung je erzeugter kWh Gas möglich

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Ausbau Fernwärmenetz

Kölns Fernwärme: Infrastruktur mit Weitblick

Das Kölner Fernwärmenetz gehört heute zu den größten und leistungsfähigsten in Deutschland und ist ein zentraler Bestandteil der städtischen Energieversorgung. Seine Entwicklung steht beispielhaft für den Wandel der Wärmeversorgung in einer wachsenden Großstadt – von den Anfängen des Wiederaufbaus bis hin zu modernen, zukunftsorientierten Infrastrukturen.

Fernwärme als Motor der urbanen Transformation

Heute ist das Fernwärmenetz ein wichtiger Baustein der Kölner Energiewende. Im Fokus stehen der Ausbau in Stufen und die weitere Verdichtung des Netzes, insbesondere in bestehenden Quartieren und Stadtentwicklungsgebieten. So ermöglicht die Fernwärme bereits heute eine zuverlässige, platzsparende und emissionsarme Wärmeversorgung für hunderttausende Menschen. Sie stärkt die Versorgungssicherheit, entlastet den urbanen Raum von Einzelheizungen und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der städtischen Klimaziele.

Energiequellen

Ein Mix für eine sichere und nachhaltige Versorgung

Die Wärme im Kölner Fernwärmenetz stammt aus verschiedenen Energiequellen und Technologien, die gemeinsam eine zuverlässige und klimafreundliche Versorgung garantieren. Durch die intelligente Vernetzung unterschiedlicher Erzeugungsanlagen wird die Wärme bedarfsgerecht bereitgestellt und stetig weiter dekarbonisiert.

  1. 1.

    Flusswasser-Wärmepumpen sind eine innovative Technologie im Kölner Fernwärmesystem. Sie nutzen zukünftig die im Rhein gespeicherte Umweltwärme. Mithilfe eines elektrisch betriebenen Kompressors wird die gewonnene Wärme auf das für die Fernwärmeversorgung erforderliche Temperaturniveau angehoben und in das Wärmenetz eingespeist.

  2. 2.

    Heizkraftwerke sind Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK). Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Die bei der Erdgas-Verbrennung zur Strom-Erzeugung anfallende Wärme wird nicht ungenutzt als Abwärme abgeführt, sondern an das Fernwärmenetz übertragen. Dadurch wird der Brennstoff deutlich effizienter genutzt als bei getrennter Erzeugung; Nutzungsgrade von bis zu 90 % sind möglich. Perspektivisch kann die Umrüstung erdgasbasierter Anlagen auf Wasserstoff eine CO₂-arme oder sogar CO₂-freie Strom- und Wärmebereitstellung ermöglichen.

  3. 3.

    Thermische Abfallbehandlungsanlagen bzw. Restmüllverbrennungsanlage als weitere KWK: Die in Köln von der

    AVG

    betriebene Anlage liefert Strom und nutzbare Wärme aus der energetischen Verwertung von nicht recycelbaren Abfällen. Die dabei entstehende Wärme wird in das Fernwärmesystem eingebunden und trägt zur ressourcenschonenden Energieversorgung bei.

  4. 4.

    Über das Fernwärmenetz wird die in den Anlagen erzeugte Wärme zu Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen transportiert. Über einen Vorlauf gelangt die Wärme zu den Gebäuden, während das abgekühlte Wasser über den Rücklauf zurückgeführt und erneut erwärmt wird. Auf diese Weise entsteht ein geschlossener Kreislauf, der eine effiziente und zukunftsfähige Wärmeversorgung für Köln ermöglicht.

Grafik Kraft-Wärme-Kopplung

Fernwärme mit Wasserstoff und Flusswärme

Die Zukunft unserer Heizkraftwerke sichern wir durch Modernisierungen und den Einsatz neuer Techniken. Am Standort Merkenich prüfen wir den künftigen Einsatz von Wasserstoff.

Am Erzeugungs-Standort Köln-Niehl entsteht eine der größten Flusswasser-Wärmepumpen weltweit. Sie nutzt die Wärme des Rheinwassers und kann mit einer Leistung von 150 Megawatt verbrennungsfrei Wärme für rund 50.000 Wohneinheiten liefern.

Unsere Flusswasser-Wärmepumpe: eine der größten Europas

Video mit Sprecher:

Funktionsweise unserer Flusswasserwärmepumpe

Dauer: 02:35

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