
Rheinisches Energieforum 2026: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Rund 300 Teilnehmende aus Politik, Wirtschaft, Kommunen und Wissenschaft sind am 5. Mai der Einladung der RheinEnergie zum diesjährigen Rheinischen Energieforum gefolgt – darunter Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche. Im Mittelpunkt der Veranstaltung im smartvillage Köln-Mülheim stand die Frage, wie der Weg in die neue Energiewelt zwischen politischen Zielen und praktischer Umsetzung gelingen kann.
Schon vor dem Carlswerk-Gelände wurde die gesellschaftliche Dimension des Themas sichtbar: Eine Gruppe friedlicher Demonstrierender machte ihre Kritik am Regierungskurs deutlich. Die Energiewende polarisiert – doch vor und im Saal herrschte Konsens darüber, dass die Transformation des Energiesystems das große gemeinsame Ziel ist und bleibt. Die Unterschiede liegen, wie sich im Verlauf des Tages immer wieder zeigte, in den Details zu Tempo, Steuerung und Kosten. So entwickelte sich ein Tag voller Impulse, Diskussionen und Perspektiven.
Klare Worte zum Auftakt
Eröffnet wurde das Forum von Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie, gemeinsam mit Kölns Oberbürgermeister Thorsten Burmester. Beide betonten, dass die Energiewende nicht nur ein Klimaprojekt sei, sondern eine Frage wirtschaftlicher Souveränität und regionaler Zukunftsperspektiven. Andreas Feicht mahnte zugleich zur Sachlichkeit: „Wenn wir uns auf die Sache konzentrieren und uns mit den fachlichen Fragen beschäftigen, werden wir auch zu gemeinsamen Lösungen kommen.“
Einen inhaltlichen Höhepunkt setzte Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche, die per Video-Zuschaltung in das Forum eingebunden war. In ihrer Keynote sprach sie offen über Zielkonflikte zwischen Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit. Gerade in Krisen brauche es Zuversicht, damit die Handlungsfähigkeit erhalten bleibe. Mit Blick auf die aktuelle Lage sagte sie: „Energiewende ohne Versorgungssicherheit ist keine Transformation, sondern ein Risiko.“
Bandbreite des Programms
Die Themen des Tages spannten einen weiten Bogen. So diskutierte im Panel „Lebenswertes Rheinland – wie gelingt die Daseinsvorsorge 2035?“ Melanie Kehr, Vorständin der KfW, mit Bürgermeistern und Stadtwerke-Vertretern aus Hürth, Dormagen und Troisdorf den hohen Investitionsbedarf in den Kommunen. In vier parallelen Breakout-Panels vertieften am Nachmittag die Teilnehmenden gemeinsam mit Experten zentrale Spannungsfelder der Branche, etwa zu Wettbewerbsfähigkeit und Kosten der Transformation, zur kommunalen Wärmewende, zum Netzausbau sowie zu Digitalisierung und KI.
In einer abschließenden Gesprächsrunde mit Journalistinnen und Journalisten von Handelsblatt, F.A.Z., energate und Tagesspiegel Background standen die Energiepolitik und die unterschiedlichen Lösungsansätze der Markteilnehmer nochmals kritisch im Fokus. Den informativen Schlusspunkt setzte Dr. Sabine Grießbach vom Forschungszentrum Jülich mit einem Einblick in den Hochleistungsrechner Jupiter – der aktuell schnellste Supercomputer Europas wird intensiv für Wetter- und Klimasimulationen genutzt.
Umsetzung entscheidet
In den Panels und Diskussionen zeigte sich ein wiederkehrendes Bild: Viele Lösungen sind bekannt – die eigentlichen Bremsklötze liegen in Genehmigungsverfahren, Finanzierung und Marktdesign. Versorgungssicherheit, so der gemeinsame Nenner, ist kein Gegenpol zur Transformation, sondern ihre Voraussetzung.
In seinem persönlichen
Fazit auf LinkedInergänzte Andreas Feicht: Transformation sei kein linearer Prozess, sondern ein kontinuierliches Nachjustieren unter realen Bedingungen. Das verlange Mut zum Nachsteuern, zu unbequemen Entscheidungen und zum Aushalten von Komplexität – und genau diesen Raum habe das Rheinische Energieforum geboten.
Nachrichten
RheinEnergie diskutiert mit Fachleuten über neue Energiewelt
Wie gelingt die Energiewende zwischen Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Informationsabends im Verlagshaus der DuMont Mediengruppe in Köln, zu dem RheinEnergie gemeinsam mit dem Kölner Stadt-Anzeiger eingeladen hatte. Rund um das Rheinische Energieforum diskutierten Expertinnen und Experten aus Energiewirtschaft, Wissenschaft, Verbraucherschutz und Handwerk über die Herausforderungen und Chancen der Transformation des Energiesystems. Moderiert wurde der Abend von Thorsten Breitkopf, Chefreporter Wirtschaft des Kölner Stadt-Anzeiger.
Im Fokus der Diskussion stand unter anderem das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz und die Frage, wie technologieoffen und gleichzeitig verlässlich die Wärmewende künftig gestaltet werden kann. Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie, betonte dabei die Bedeutung pragmatischer Lösungen und realistischer Rahmenbedingungen: „Das Gesetz wird mehr Freiraum ermöglichen.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Transformation des Energiesystems nicht nur eine Frage einzelner Technologien sei, sondern systemisch gedacht werden müsse: „Die Frage ist: Haben wir genug Kraftwerke, die immer zur Verfügung stehen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht?“
Neben Andreas Feicht diskutierten Andreas Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wasserstoff-Verbands, Sylwia Bialek-Gregory, wissenschaftliche Geschäftsführerin des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI), Christian Handwerk von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sowie Marc Schmitz, Obermeister der Kölner Innung Sanitär, Heizung, Klima.
In der Debatte wurde deutlich, wie stark Energieversorgung, Infrastruktur und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit inzwischen miteinander verknüpft sind. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen ging es auch um Versorgungssicherheit, Importabhängigkeiten und die Frage, wie Deutschland langfristig resilienter werden kann. Andreas Kuhlmann sagte dazu: „Für mich steht fest: Wir müssen raus aus den Fossilen.“ Gleichzeitig warb er dafür, offen für neue Technologien und unterschiedliche Lösungsansätze zu bleiben.
Andreas Feicht verwies in diesem Zusammenhang auf die Rolle flexibler und integrierter Energiesysteme. Als Beispiel nannte er das Projekt der geplanten Flusswasser-Wärmepumpe in Köln-Niehl, die künftig mit einem modernen Gaskraftwerk kombiniert werden soll. „Wir flexibilisieren die Produktion“, erklärte Feicht. Ziel sei es, erneuerbare und konventionelle Erzeugung intelligent miteinander zu verbinden und die Wärmeversorgung Schritt für Schritt zu dekarbonisieren.
Auch das Publikum beteiligte sich intensiv an der Diskussion und brachte Fragen etwa zu Wärmepumpen, Wasserstoff, Balkonkraftwerken und Versorgungssicherheit ein. Christian Handwerk von der Verbraucherzentrale NRW machte dabei deutlich, wie groß die Unsicherheit vieler Bürgerinnen und Bürger aktuell ist: „Sie können zwar eine neue Gasheizung einbauen – nur ob das eine gute Idee ist, ist eine andere Frage.“
Der Abend zeigte einmal mehr: Die Energiewende bleibt ein gesellschaftliches Gemeinschaftsprojekt – und der Austausch zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit wichtiger denn je.
Das Pre-Event bildete zugleich den Auftakt für das
Rheinische Energieforum 2026
, zu dem RheinEnergie am 5. Mai rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kommunen und Wissenschaft begrüßte.
RheinEnergie und SHK-Innung Köln starten Partnerschaft für Energiewende
Die RheinEnergie und die Innung Sanitär Heizung Klima (SHK) Köln gehen eine Partnerschaft für die Energiewende in der Region ein: Gemeinsam bieten der Energieversorger und regionale Innungsbetriebe ab sofort Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen als Komplettpaket für Privathaushalte an. Das Angebot richtet sich an Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer in Köln und im Umkreis von 50 Kilometern und umfasst auch einen passenden Stromtarif sowie das Energiemanagementsystem RheinSmart mit App zur intelligenten Steuerung der Energieflüsse im Haushalt.
Die Rollenverteilung ist klar: Die RheinEnergie übernimmt die Vermarktung sowie die Vorqualifizierung der Anfragen und begleitet den Prozess mit ihren Services. Die Innungsbetriebe beraten vor Ort, erstellen individuelle Angebote und führen die Installation durch – inklusive des exklusiven Energiemanagementsystems der RheinEnergie: RheinSmart.
Wärmepumpe und Solaranlage aus einer Hand
Stephan Segbers, Vertriebsvorstand der RheinEnergie: „Die Energiewende gelingt nur, wenn wir sie gemeinsam mit den Menschen und dem Handwerk in unserer Region umsetzen. Mit der SHK-Innung Köln haben wir einen starken Partner an unserer Seite, der für Qualität und Kundennähe steht. Zusammen machen wir es Interessenten so einfach wie möglich, auf moderne Heiztechnik und Solarenergie umzusteigen.“
Marc Schmitz, Obermeister der Innung Sanitär Heizung Klima Köln: „Unsere Mitgliedsbetriebe bringen die planerische und handwerkliche Expertise und die Nähe zu den Kundinnen und Kunden mit. Die RheinEnergie ergänzt das mit ihrer Erfahrung in der Energieversorgung, einem attraktiven Stromangebot und ihren digitalen Services. Diese Kombination überzeugt – und stärkt das regionale Handwerk.“
Die RheinEnergie setzt mit diesem Angebot auf eine flexible Energielandschaft von morgen: Kundinnen und Kunden sollen aktiv an der Energiewende teilnehmen können – mit eigener Stromerzeugung, großen Verbrauchern wie Elektroauto und Wärmepumpe sowie intelligenter Steuerung und flexiblen Tarifen. Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen sind dabei zentrale Bausteine.
Weitere Informationen
Größte Aufdach-PV-Anlage der RheinEnergie geht in Betrieb
Die RheinEnergie hat ihre bislang größte Aufdach-Photovoltaikanlage an einem einzelnen Standort in Betrieb genommen. Auf den Dächern zweier Logistikhallen im Panattoni Industriepark in Voerde am Niederrhein erzeugen insgesamt 15.842 Solarmodule Ökostrom mit einer Gesamtleistung von rund 7 Megawattpeak (MWp). Die Anlage produziert jährlich etwa 5,3 Millionen Kilowattstunden Strom und versorgt damit rechnerisch rund 1.500 Haushalte mit Sonnenenergie.
Mit einer Gesamtdachfläche von rund 60.000 Quadratmetern erstreckt sich die Photovoltaikanlage über die beiden vollvermieteten Logistikhallen im Industriepark. Mieter sind MT Deutschland, der Getriebehersteller Flender und der Logistikdienstleister WM Group. Der erzeugte Strom wird zukünftig bestmöglich von den Mietern verbraucht und trägt per Überschusseinspeisung zur regionalen Energiewende bei.
„Mit diesem Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für die Dekarbonisierung von Logistik und Gewerbe“, sagt Emil Issagholian, Bereichsleiter Energiedienstleistungen und Fernwärme bei der RheinEnergie. „Die Installation von PV-Anlagen auf gewerblich genutzten Dachflächen ist ein wichtiger Baustein, um die Energiewende voranzutreiben und gleichzeitig Unternehmen bei der strombasierten Energieversorgung zu unterstützen.“
Kalkulierbare Energiekosten dank lokaler Stromerzeugung
Die Solaranlage in Voerde besteht aus zwei Teilanlagen: Auf Halle 1 sind 10.680 Module mit einer Leistung von 4,75 MWp installiert, auf Halle 2 weitere 5.162 Module mit 2,27 MWp. Die Module sind in Ost-West-Ausrichtung mit einem Anstellwinkel von 10 Grad montiert und nutzen die verfügbaren Dachflächen so optimal aus.
RheinEnergie – next energy solutions
bietet im Energie-Contracting nicht nur Planung und Bau der Solaranlage, sondern übernimmt auch den langfristigen Betrieb und die Instandhaltung. „Mit unserem umfassenden Contracting-Angebot sorgen wir für einen reibungslosen Betrieb, so können sich unsere Kunden vollständig auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und profitieren trotzdem von lokal erzeugtem Strom“, sagt Louis Luxen, Vertriebsleiter EDL. Damit unterstützt der Energiedienstleister Unternehmen dabei, ihre CO₂-Emissionen zu senken und gleichzeitig von kalkulierbaren Energiekosten zu profitieren.
Mit der Anlage in Voerde verfügt die RheinEnergie nun über ihre größte Aufdach-Photovoltaikanlage an einem einzelnen Standort. Weitere große Aufdachanlagen des Unternehmens stehen bei Ford in Köln mit rund 5 MWp sowie im Panattoni Park Mannheim Ost in Ladenburg mit 3,75 MWp. Die bis dato größte Freiflächen-PV der RheinEnergie mit 32 MWp befindet sich in den Gemeinden Lärz und Rechlin in Mecklenburg-Vorpommern.
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