Gewässerschutz.

Landwirt auf dem Feld

Für eine sichere und zuverlässige Trinkwasserversorgung.

Als Trinkwasserversorger legen wir besonders großen Wert auf den aktiven Schutz der Kölner Wasservorkommen. Wesentliche Eckpfeiler eines umfassenden Schutzkonzepts sind das Festlegen von Wasserschutzgebieten, die umfangreiche Untersuchung der Wasserressourcen und die Kooperation mit der Landwirtschaft

Der vorbeugende Gewässerschutz bildet eine wichtige Basis für die Trinkwasserversorgung in Köln. Jeder Bürger kann durch den verantwortungsvollen Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, zum Beispiel mit Pflanzenschutzmitteln, einen wichtigen Beitrag leisten. Nähere Informationen erhalten Sie beim Arbeitskreis Pflanzenschutz oder bei den Abfallwirtschaftsbetrieben.

Arbeitskreis Wasser- und Pflanzenschutz
Arbeitskreis Drüber und Drunter
Abfallwirtschaftsbetriebe der Stadt Köln

Unser Labor überwacht regelmäßig und gezielt das Grundwasser in den Einzugsgebieten der Wasserwerke. Durch ein engmaschiges Netz von Beobachtungsbrunnen ist es möglich, Gewässerverschmutzungen frühzeitig zu erkennen, den Verursacher zu ermitteln und die notwendigen Schritte einzuleiten, um die Verunreinigung zu beseitigen.

Mit Hilfe moderner Datenverarbeitung und komplexer Analysemethoden sind wir in der Lage, Schadstoffquellen zu ermitteln und die Ausbreitung von Schadstoffen im Untergrund sehr exakt vorherzusagen. Gefahren für die Wasserversorgung lassen sich auf diese Weise mit einem großen Zeitvorsprung erkennen.

Wasserschutzgebiete

Wasserschutzzonen

Wasserschutzgebiete werden ausgewiesen, um bereits das auf die Brunnenanlagen zufließende Grundwasser vor Verunreinigungen zu schützen. Die Wasserschutzzonen sind in drei Klassen (I, II und III) eingeteilt. Mit zunehmender Entfernung vom Brunnen werden die Schutzvorschriften schwächer. Wenn der Abstand von der Brunnenanlage bis zum Rand der Wasserschutzzone III größer ist als zwei Kilometer, unterteilt man die Schutzzone III noch in die Unterklassen A und B. Prinzipiell wird heute das gesamte Einzugsgebiet eines Wasserwerks als Wasserschutzzone ausgewiesen.

Schutzzone I:

Die Zone I dient dazu, den Schutz der Gewinnungsanlage und ihrer unmittelbaren Umgebung vor jeglichen Verunreinigungen und Beeinträchtigungen zu gewährleisten.

Schutzzone II:

Die Zone II soll vor Verunreinigungen durch bestimmte Mikroorganismen (wie Viren, Bakterien) und vor sonstigen Beeinträchtigungen schützen, die von verschiedenen menschlichen Tätigkeiten und Einrichtungen ausgehen und die in der Nähe der Fassungsanlage besonders gefährdend sind.

Schutzzone III:

Die Zone III schützt vor weit reichenden Beeinträchtigungen, insbesondere vor nicht oder schwer abbaubaren chemischen und vor radioaktiven Verunreinigungen.

Weiterführende Informationen zu den festgesetzten und geplanten Wasserschutzgebieten erhalten Sie bei der Bezirksregierung Köln (ehemals Staatliches Umweltamt Köln) und auf den Internetseiten der Stadt Köln .

Arbeitsgemeinschaften

Internationale Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet (IAWR)

Die Internationale Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet (IAWR) vertritt als Dachorganisation ihrer Mitglieder, der

  • ARW – Arbeitsgemeinschaft Rheinwasserwerke e. V.,
  • AWBR – Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein,
  • RIWA – Vereniging van Rivier Waterbedrijven

etwa 120 Wasserwerke aus den sechs Anrainerstaaten Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. In diesem Gebiet sind etwa 30 Millionen Menschen für die Trinkwasserversorgung auf das Wasser des Rheins, seiner Nebenflüsse sowie der Seen in seinem Einzugsgebiet angewiesen.

Die IAWR fühlt sich einer nachhaltigen Wasserwirtschaft verpflichtet. Ihr Ziel ist es, den Rhein, seine Begleitgewässer und die Voralpenseen so zu schützen, dass die Gewässerqualität es erlaubt, mit ausschließlich natürlichen Aufbereitungsverfahren Trinkwasser zu gewinnen.

Auf Initiative der IAWR wurde im Oktober 2013 das „Europäische Fließgewässermemorandum zur qualitativen Sicherung der Trinkwassergewinnung“ erarbeitet. Dieses Memorandum greift die Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie auf und enthält neben den Grundsätzen für nachhaltiges wasserwirtschaftliches Handeln auch konkrete Forderungen und Zielvorstellungen für die Gewässergüte.

Aufgrund der Zusammenarbeit mit den Flussgebietsarbeitsgemeinschaften IAWD , RIWA Maas, AWE und AWWR wird dieses Memorandum nun von rund 170 Wasserversorgungsunternehmen in 17 Ländern im Interesse von mehr als 115 Millionen Menschen in Europa mitgetragen.

Über die ARW als Mitglied in der IAWR ist auch unser Unternehmen, vertreten durch Dr. Carsten Schmidt als ARW-Geschäftsführer, an einer nachhaltigen Wasserwirtschaft im gesamten Rheineinzugsgebiet beteiligt.

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Arbeitsgemeinschaft Rhein-Wasserwerke e.V. (ARW)

Die Arbeitsgemeinschaft Rhein-Wasserwerke e.V. (ARW) wurde 1957 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet zwischen der Neckarmündung im Süden und der niederländischen Grenze im Norden. Sie zählt derzeit 21 Mitglieder auf einer Stromlänge von rund 450 Kilometern. In ihrem Einzugsgebiet leben rund acht Millionen Menschen.

Die ARW ist Mitglied der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet (IAWR). Diese vertritt die Interessen der Wasserwerke am Rhein von der Quelle bis zur Mündung.

RheinEnergie-Vorstand Dr. Andreas Cerbe ist Präsident der ARW. Geschäftsführer ist Dr. Carsten Schmidt; ebenfalls RheinEnergie.

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