Klimafreundliche Wärme für Bilderstöckchen
Wie geht klimaneutrale Wärmeversorgung? Das erforschen wir mit dem Projekt D²HeaTEC im KlimaVeedel Köln-Bilderstöckchen.

Was wird erforscht?
Durch den Einsatz von digitalen Zählern, neuen Vorhersagemodellen und der Kontrolle der Verbrauchsdaten soll die Wärmeversorgung in bestehenden Wohnquartieren klimafreundlicher werden. D²HeaTEC testet solche innovativen Lösungen nun im KlimaVeedel Köln-Bilderstöckchen gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern. Das Besondere: Wir vergleichen zwei Quartiere direkt nebeneinander – eine moderne, sanierte Siedlung mit dezentralen Wärmepumpen-Systemen und ein noch unsaniertes Bestandsquartier mit Gasheizung. So können wir untersuchen, wie sich Heizverhalten, Energieverbrauch und Wohnkomfort in der Praxis wirklich unterscheiden.
Dazu wurden Ende 2025 teilnehmende Haushalte gesucht. Diese haben moderne Thermostate sowie eine App erhalten. In ihr können Heizpläne hinterlegt werden, die den Energieverbrauch in Echtzeit anzeigen. Außerdem liefert die App Tipps zum optimalen Lüften und kostengünstigen Heizen. Auf diese Weise sind Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent möglich.
Warum ist das wichtig?
Das Projekt untersucht zentrale Fragen, etwa ob Menschen nach einer Sanierung sparsamer heizen oder die Heizung höher drehen, weil die Wohnung nun besser gedämmt ist. Oder wie Menschen in unsanierten Gebäuden zum Energie- und damit Geldsparen motiviert werden können. „Die meisten Menschen in Köln wohnen in Bestandsgebäuden aus den 1960er-Jahren. Die bekommen wir nicht alle von heute auf morgen dekarbonisiert. Deshalb hilft es uns im Hinblick auf eine schnelle CO₂-Reduzierung, auch in unsanierten Gebäuden zu wissen, wie man die meiste Energie einsparen kann“, erklärt KlimaVeedel-Projektleiter Christian Remacly.
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Das Forschungsprojekt wird gefördert vom
Bundesministerium für Wirtschaft und Energieund läuft bis Ende 2027. Projektpartner bei
D2HeaTEC: Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (Aachener SWG), Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung e. V. (ASEW), Institut für Regelungs- und Steuerungssysteme (IRS), Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln (WSK) und die RheinEnergie.
Ihr wollt mehr erfahren? Jetzt informieren oder Kontakt aufnehmen:
d2heatec@win.kit.eduKnow-how für weitere Stadtteile
Für die RheinEnergie kann D²HeaTEC wichtige Erkenntnisse für die Dekarbonisierung der Stadt liefern. Denn das Projekt liefert Daten über die Wärmewende in Aktion – nicht nur in der Theorie, sondern im Alltag. Und es zeigt, wie klimaneutrale Quartierslösungen auch ohne Fernwärme-Anschluss funktionieren können – wichtig, da nicht alle Kölner Stadtteile ans Fernwärmenetz angeschlossen werden können.
