22.08.2019

50.000 Tonnen CO2 pro Jahr weniger - neue Technik für das Heizkraftwerk Merheim

Die RheinEnergie ersetzt derzeit an ihrem Heizkraftwerk in Köln-Merheim eine Gas-und-Dampfturbinenanlage und einen alten Heizkessel für Fernwärme durch ein hochmodernes Blockheizkraftwerk. Die drei mit Erdgas betriebenen Motoren werden ebenso wie die Altanlage gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen ¿ allerdings sind sie wesentlich effizienter und lassen sich deutlich flexibler an den Energiebedarf anpassen. Da Strom und Wärme aus demselben Brennstoff (Erdgas) entsehen, liegt der Brennstoffnutzungsgrad der Anlage bei 90 Prozent. Zum Vergleich: Der Nutzungsgrad eines konventionellen Kraftwerks beträgt rund 40 Prozent. Aufgrund ihrer Effizienz spart die neue Anlage rund 50.000 Tonnen an Treibhausgas jährlich ein. Das Investitionsvolumen des Projektes beträgt rund 30 Millionen Euro.

Als ein Meilenstein im Rahmen der Modernisierung wurde am heutigen Donnerstag der letzte der drei Gasmotoren für das Blockheizkraftwerk angeliefert. Der 90 Tonnen schwere Motor der Firma Innio Jenbacher wurde im österreichischen Jenbach hergestellt. Der Motor legte via Schwerlasttransport seinen Weg nach Köln zurück, ehe ein Spezialkran ihn an Ort und Stelle ablud. Im nächsten Schritt wird der Motor an Ort und Stelle in der Maschinenhalle gesetzt. Im Anschluss erfolgt die Schlussmontage. Bereits im Herbst beginnt die Inbetriebsetzung, im November soll der Probebetrieb starten.

"Das Blockheizkraftwerk in Köln-Merheim ist ein Garant für die Versorgungssicherheit mit Strom und Wärme im Kölner Osten. Das Kraftwerk versorgt die Stadtteile Merheim und Neubrück. Zudem erhält das Klinikum in Merheim seine Wärme aus diesem Kraftwerk. Mit der Modernisierung investieren wir in eine sichere, effiziente und klimaschonende Energieversorgung", sagt Andreas Müggenburg, Leiter der Kraftwerksplanung bei der RheinEnergie.

Die drei neuen Blockheizkraftwerks-Module mit einer Leistung von jeweils elf Megawatt (MW) elektrisch und jeweils zehn MW thermisch können im Betrieb unabhängig voneinander arbeiten. Bei hohem Energiebedarf werden sie gleichzeitig in Betrieb gehen. Da die neuen Module die veralteten Anlagenteile ersetzen, steigt die Nennkapazität des Kraftwerksstandorts nicht.

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