10.07.2019

Stadt Köln und RheinEnergie bündeln Kräfte für die Kölner Bäume

Die Wetterprognosen für die kommenden Wochen lassen befürchten, dass es wenig Regen geben wird - ein Härtetest für viele Kölner Bäume, denen in unserer wachsenden und dichtbesiedelten Stadt eine besondere Bedeutung zukommt. Nicht nur als Schattenspender, sondern auch für die Luftqualität spielen Bäume eine besondere Rolle.

Deswegen haben die RheinEnergie und die Stadt Köln wieder ihre Kräfte gebündelt, um das Kölner Grün zu schützen. Die RheinEnergie stellt ihre Standrohre bereit, mit deren Hilfe sich überall Wasser aus dem Netz der RheinEnergie entnehmen lässt. Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen koordiniert den Einsatz und stellt sicher, dass die Wässerungshilfe gezielt stattfindet:

Vor allem Jungbäume sind besonders gestresst, weil sie meist noch kein ausreichendes Wurzelwerk ausbilden konnten. Deswegen werden sie in den ersten drei Jahren nach Pflanzung routinemäßig gewässert, danach aber nicht mehr. Aufgrund der langen Trockenheit des letzten Jahres und der aktuellen Wetterlage geht das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen nun aber dazu über, die Jungbäume auch im vierten und fünften Jahr zu wässern. Dazu setzt sie unter anderem ein Tankfahrzeug ein, dass jeweils rund 2.500 Liter Wasser an Ort und Stelle bringen kann.

Die Feuerwehr Köln ist mit zwei Fahrzeugen stundenweise im Einsatz, die aber weiterhin einsatzbereit für Brände zur Verfügung stehen.

Ältere Bäume an geeigneten Standorten brauchen derzeit hingegen keine zusätzlichen Wassergaben, weil deren Wurzeln derart weit verzweigt sind, dass sie sich in tiefen Erdschichten selbst versorgen können.

Zudem erprobt die Stadt neuartige Wassersäcke, die gut gefüllt an die Baumstämme gehangen werden und dann portionsweise ihr Wasser über einen längeren Zeitraum direkt an den Wurzelboden abgeben. Auch zum Füllen dieser Säcke sind die Standrohre der RheinEnergie sinnvoll, weil mobil einsetzbar. Die Wassersäcke kommen dort zum Einsatz, wo die Bäume in großen Trögen ohne Bodenanschluss wachsen, z. B. am Neptunplatz in Ehrenfeld.

"Die Standrohre der RheinEnergie sind für uns sehr hilfreich, weil sie uns viel Flexibilität vor Ort geben", sagt Dr. Joachim Bauer vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen.

Die Einsatzkoordination dafür erfolgt über die Stadt, denn aufgrund der begrenzten Anzahl der Standrohre können ausschließlich Vereine, Initiativen und Gruppen, die sich für das öffentliche Grün engagieren, berücksichtigt werden.

Mehr als 1.000 Baumpaten engagieren sich darüber hinaus ehrenamtlich teils seit Jahren für das Kölner Grün.

Wassertheke und Wasserrucksack für die Menschen
Je nach Wetterlage wird die RheinEnergie nicht nur Beiträge für die Kölner Bäume, sondern auch für die Menschen in der Stadt leisten und ihre Wassertheken an zentralen Punkten aufstellen. Ebenso wird sie Mitarbeiter mit Wasserrucksäcken an die U-Bahn-Haltestellen schicken, die dort kostenlos Trinkwasser abgeben.