Gemeinsam Zukunft einveedeln
Im KlimaVeedel schaffen wir konkrete Experimente und Aktionen, in denen übertragbare Klimamaßnahmen erprobt werden.

Seit Gründung der Initiative 2023 wurden schon viele Dinge von der RheinEnergie ins Leben gerufen, die die Energie- und Wärmewende in Köln vorangebracht, die Gemeinschaft gestärkt und die Lebensqualität vor Ort verbessert haben. Hier einige Besipiele:
Familienfest Bilderstöckchen
Energie im Veedel
Trotz wechselhaftem Wetter und sogar Unwetterwarnung – das KlimaVeedel-Familienfest in Bilderstöckchen war ein voller Erfolg! Zusammen mit lokalen Vereinen und Initiativen haben wir im Juli 2025 gefeiert, was Klimaschutz alles sein kann: lebendig, bunt und vor allem gemeinschaftlich. Ob an der muskelbetriebenen Slotcar-Bahn, bei den Live-Acts oder an den vielen Infoständen – ihr habt gezeigt, wie engagiert dieses Veedel ist.
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Der Tag hatte allerdings auch seine Herausforderungen: Erst brütende Hitze, dann ein Sommergewitter, das uns zweimal zur Evakuierung zwang. Unterschlupf fanden wir in der Kirche Heiliger Franz von Assisi, wo ein spontaner Chorauftritt der GGS Alzeyer Straße für gute Stimmung sorgte. Die „Grannies for Future Köln“ setzten mit ihrem bewegenden Flashmob ein Zeichen dafür, wie sehr der Klimawandel vor allem ältere Menschen gefährdet.
Das Fest hat uns daran erinnert: Extremwetterlagen nehmen zu. Umso wichtiger ist es, dass wir alle zusammen unsere Energieversorgung überdenken und aktiv werden. Danke an alle, die dabei waren und mitgemacht haben!
Balkonkraftwerke Neubrück
Ein Leuchtturm in Neubrück?
Im KlimaVeedel Köln-Neubrück entstand 2025 etwas Einzigartiges: ein echtes Leuchtturmprojekt für Balkonkraftwerke. Gemeinsam mit unserem ProfiPartner Schoenergie und den Menschen vor Ort haben wir pragmatische Lösungen entwickelt, um die Energiewende greifbar, sichtbar und umsetzbar zu machen.
Konkret bedeutete das: 45 Balkonkraftwerke mit eigens entwickelter Halterung wurden in einem Mehrfamilienhaus in der Robert-Schumann-Straße installiert – mitten im Alltag der Anwohnenden. Das Projekt dient als Reallabor, in dem wir untersuchen, wie die Balkonkraftwerke mit dem Netz zusammenspielen und wie sie das Nutzerverhalten beeinflussen.
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Die Zwischenbilanz? Es funktioniert! Die Rückmeldungen sind durchweg positiv. Menschen werden neugierig, machen mit, erzählen es weiter. Genau so geht Energiewende. Und ohne die Menschen, Vereine und Netzwerke vor Ort – wie KlimaPionier Ahmet Aksu als begeisterter Wohnungseigentümer – würde das nicht klappen. Ihre bewusste Entscheidung für die Zusammenarbeit zeigt: Die Energiewende funktioniert am besten gemeinsam!
KlimaVeedel Infomobil
Ein Abend voller Wärme
Ende März 2025 stand unser Infomobil bis in die Abendstunden bei An St. Franziskus in Bilderstöckchen – und der Empfang war einfach herzlich! Das Team KlimaVeedel sorgte für warme Snacks und heiße Angebote, ihr habt uns mit strahlenden Gesichtern und spannenden Gesprächen belohnt. Sogar das Wetter spielte mit, sodass man sich in unseren Liegestühlen fast wie im Urlaub fühlen konnte.
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Der Fokus an diesem Abend lag auf der Wärmepumpe – der klimafreundlichen und energieeffizienten Heizungslösung. Unsere Energieberater waren erstmalig im Infomobil vor Ort und berieten euch individuell. Und das Team KlimaVeedel bot euch ein Rundum-sorglos-Paket:
Wärmepumpeinklusive fachgerechter Installation, Fördermittelbeschaffung und – wenn gewünscht – auch die Kombination mit einer
PV-Anlage. Alles aus einer Hand!
Zwischen zielführenden Beratungsgesprächen und spielenden Kindern entstand ein wertvoller Austausch zur energetischen Sanierung im Veedel. Unterschiedliche Erfahrungen wurden mit fundiertem Fachwissen gefüttert, während die letzten Popcornreste in der Abendsonne verputzt wurden. Bei einem sind wir uns ganz sicher: Wärmer hätte ein Abend kaum sein können.
RheinStart im KlimaVeedel
Nachhaltigkeit macht Schule
Das Schulgartenprojekt der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Reutlinger Straße in Köln-Bilderstöckchen ist eines von sechs Projekten, die im Rahmen des Förderprogramms „RheinStart goes KlimaVeedel“ 2024 bis zu 3.000 Euro erhalten haben. Mit tatkräftigem Einsatz von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und außerschulischen Partnerinnen und Partnern wurde der Grundstein für die Verwandlung des Schulgartens gelegt.
In der Praxisstation Garten haben die Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse seitdem die Möglichkeit, einmal pro Woche direkt im Schulgarten anzupacken. Dabei wird nicht nur das Umweltbewusstsein geschärft, sondern auch ein praktischer Einblick in potenzielle Berufe im Gartenbau vermittelt. Mit den Fördergeldern wurden weitere Ausbaupläne realisiert: Nutz- und Zierpflanzen angeschafft, das Gärtnerhäuschen renoviert und neue Terrassen angelegt.
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Der erste Aktionstag stand unter dem Motto „Gärtnern, Grillen und Chillen“" – und trotz wechselhaften Wetters wurde gebuddelt, gegraben und gepflanzt. Das Schulgartenprojekt zeigt: Nachhaltigkeit beginnt vor Ort, im direkten Lebensumfeld. Der Garten bietet Raum für Begegnungen, gemeinsames Arbeiten und das Entstehen neuer Ideen – genau die Art von Initiativen, die „RheinStart goes KlimaVeedel“ fördern möchte.
Übrigens:
RheinStartist seit 2019 aktiv und ruft jeweils im Frühjahr und Herbst zum Mitmachen auf. In zehn Förderrunden wurden bereits 117 Projekte mit insgesamt rund 332.000 Euro gefördert. Gesucht werden Projekte, die auf mindestens eins von sieben ausgewählten Nachhaltigkeitszielen einzahlen.
Vorbilder im Veedel
Mit den Menschen vor Ort
Sylvia Schrage ist die Vorsitzende des Bürgervereins Neubrück e. V. und eine wichtige Stimme für Klimaschutz im Veedel. Als Vermittlerin der Initiative KlimaVeedel macht sie komplexe Klimaschutzinhalte verständlich und zeigt, wie jede und jeder persönlich von den Aktionen der RheinEnergie profitieren kann. „Ich bin dabei, weil ich finde, es ist eine Chance, einen älteren sanierungsbedürftigen Stadtteil in die Zukunft zu begleiten“, sagt sie.
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Der Bürgerverein ist den Menschen vor Ort vertraut – durch Nachbarschaftshilfe, gemeinnützige Räumlichkeiten und bepflanzte Baumscheiben. Deshalb leistet Sylvia Schrage im ersten KlimaVeedel Neubrück wertvolle Pionierarbeit. Auch am eigenen Heim hat sie unter Beweis gestellt, wie klimaneutral und zukunftsfähig saniert werden kann. Die Nachbarschaft lässt sich seither von ihr inspirieren. „Theoretisch können wir im Internet alles erfahren, aber es ist doch viel besser, wenn ein Nachbar zeigt, wie es geht“, erklärt sie.
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Auch Ahmet Aksu ist ein echter KlimaPionier aus Neubrück. Der Objektbetreuer bei der Stadt Köln hat sich als Erster eine Solaranlage für den Balkon in einem mehrstöckigen Wohnhaus zugelegt. Heute zieht er zusammen mit dem Team KlimaVeedel von Haus zu Haus, um anderen die Vorteile eines Balkonkraftwerks aufzuzeigen. Die Nachbarn sind neugierig – und bereits mehrere Dutzend Bewohnerinnen und Bewohner der Robert-Schumann-Straße haben ihr Interesse angemeldet.
Solarenergie für alle
Erster KlimaVeedel-Workshop mit der TH Köln
Praxisnah, anschaulich, fundiert – das war die Workshop-Reihe im KlimaVeedel Neubrück. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten der TH Köln boten wir in regelmäßigen Abständen Workshops an.
Vor 25 Teilnehmenden präsentierten vier Masterstudenten der TH in einem anschaulichen Vortrag, was Solarstrom eigentlich ist und wie man ihn zuhause direkt nutzbar machen kann. Im zweiten Teil durften die Teilnehmenden selbst die Technik ausprobieren, Solarmodule anschließen und Wechselrichter zusammensetzen.
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Die jungen Ingenieure absolvieren den Masterstudiengang „Erneuerbare Energien“. Der Steckersolar-Workshop ist an der Hochschule bereits seit 2022 etabliert und wurde 2023 erstmals im KlimaVeedel angeboten. Dort beantworteten die Studierenden die zahlreichen Fragen aus dem Publikum und gingen auf Theorie und Praxis gleichermaßen ein. „Wir waren begeistert, wie aktiv die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitgemacht haben – das hat mir und den Studierenden unglaublich viel Spaß gebracht“, sagte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Stefanie Könen.
Wärmebild-Marathon
Spürnasen unterwegs in Neubrück
Ein Spezialfahrzeug machte Wärmebildaufnahmen von Häuserfassaden in Neubrück mit einer speziellen Thermografie-Kamera. Ziel war es, den energetischen Zustand der Fassaden und mögliche Energieeinsparpotenziale zu ermitteln. Die RheinEnergie kooperiert dabei mit dem Start-up
Climap, das sich auf eine schnelle Erstfassung spezialisiert hat. „Für die Aufnahme von Wärmebildern sind kalte, trockene Winternächte ohne Wind eine ideale Voraussetzung. Diese Wetterkonstellation lässt sich leider nicht längerfristig planen, sodass kein konkreter Zeitpunkt für die Befahrungen angegeben werden kann“, erläutert Simon Gans, Programmleiter für digitale Stadtentwicklung bei der MVV-Tochtergesellschaft MVV Regioplan.
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Aus den erfassten Wärmeaufnahmen sowie aus weiteren gebäudespezifischen Informationen wie dem Baualter entstand eine Wärmelandkarte. Diese gibt Auskunft über den energetischen Zustand der Gebäude und deren Energieeinsparpotenziale. Hauseigentümer, deren Häuser thermografisch erfasst wurden, können ihren individuellen
KlimaVeedel-Energieberichtonline bestellen. Er veranschaulicht den energetischen Gebäudezustand durch eine einfache Ampellogik und liefert grundlegende Daten für den Start in eine Gebäudemodernisierung.