Digitale Zähler­typen im Überblick

Monteur installiert einen digitalen Zähler.

Im Rahmen der Energiewende kommen die digitalen Stromzähler. Hierbei wird zwischen zwei Zählertypen unterschieden.

Die Digita­lisie­rung der Energie­wende

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende hat zum Ziel, Stromerzeugung und -verbrauch in einem intelligenten Stromnetz miteinander zu verknüpfen. Erzeugung und Verbrauch können dadurch besser aufeinander abgestimmt werden und führen zu einer effizienteren Energienutzung. Gleichzeitig soll auch bei einer stark schwankenden Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien Versorgungssicherheit und Netzstabilität garantiert werden.

Eine wichtige Funktion haben hierbei digitale Stromzähler. Im Messstellenbetriebsgesetz ist vereinbart, dass jeder Stromkunde mit einem Jahresverbrauch von bis zu 6.000 kWh eine sogenannte moderne Messeinrichtung (mME) als Standardzähler bekommt. Bei einem Jahresverbrauch zwischen 6.000 kWh und 100.000 kWh wird ein intelligentes Messsystem (iMSys) verbaut, das Messdaten in verschlüsselter Form automatisch überträgt. Auch private und gewerbliche Erzeugungsanlagen, die ins Stromnetz einspeisen, werden ab einer Installationsleistung von 7 kWp mit einem iMSys ausgestattet. Die Umrüstung auf die neue Zählergeneration übernimmt der vor Ort grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB). In Köln ist dies z. B. die Rheinische NETZGesellschaft, in anderen RheinEnergie-Versorgungsgebieten auch die Westnetz GmbH oder die Regionetz GmbH.

Preis­ober­grenzen
Verbrauch (kWh) Kosten (Jahr) Zählertyp
< 6.000 kWh max. 20 € mME
6.000–10.000 kWh max. 100 € iMSys
10.000–20.000 kWh max. 130 € iMSys
20.000–50.000 kWh max. 170 € iMSys
50.000–100.000 kWh max. 200 € iMSys
Einspeisung (kW) Kosten (Jahr) Zählertyp
1.000–7.000 kW max. 60 € iMSys
7.000–15.000 kW max. 100 € iMSys
Moder­ne Mess­einrich­tung (mME)
Nutzung

Im Vergleich zu analogen Zählern, kann die mME neben dem aktuellen Stromverbrauch auch tages-, wochen-, monats- und jahresbezogene Verbrauchswerte der letzten 24 Monate anzeigen. Die Bedienung des Zählers zum Abruf der Daten erfolgt über den optischen Sensor, für den Sie lediglich eine Taschenlampe benötigen. Nach wie vor muss der Stromzähler jährlich vor Ort abgelesen werden. Ein Beispiel für die Nutzung des mME finden Sie auf der Seite der Rheinischen NETZGesellschaft.

Intel­ligen­tes Mess­system (iMSys)
Nutzung

Im Vergleich zur mME können Sie mit einem iMSys Ihren Verbrauch über ein Smart Meter Gateway mithilfe einer offiziellen Software am Computer abrufen. Zusätzlich können Sie als Kunde der RheinEnergie jederzeit Ihren Verbrauch bequem in unserem OnlineService „Meine RheinEnergie“ einsehen und schnell erkennen, wie sich Ihr Verbrauchsverhalten entwickelt. Damit bietet Ihnen das iMSys die Möglichkeit, den Strombedarf besser zu kontrollieren und schafft Anreize, den Verbrauch zu senken. Dank des Smart Meter Gateways werden wichtige Netz- und Verbrauchswerte in verschlüsselter Form auch an den Energieversorger übermittelt. Damit entfällt die jährliche Zählerablesung.

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