10.01.2020

Kölner Unternehmen netzwerken für den Klimaschutz - Minister Andreas Pinkwart lobt Initiative der RheinEnergie

Der Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, hat am 10. Januar gemeinsam mit RheinEnergie-Vertriebsvorstand Achim Südmeier und dem Kölner Ford-Chef Gunnar Herrmann drei Lernende Energieeffizienz-Netzwerke (LEEN) in Köln vorgestellt. In den drei Netzwerken steigern 39 Kölner Unternehmen und Institutionen in den kommenden Jahren ihre Energieeffizienz. Dazu nutzen sie das vom Fraunhofer-Institut entwickelte LEEN-Managementsystem. Wesentliche Ansatzpunkte der gemeinsamen Arbeit sind Optimierungen in Querschnittstechniken wie Druckluft, Kraft-Wärme-Kopplung und elektrische Antriebe.

"Klimaschutz bietet große Chance"

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: "Der Handlungsdruck für eine energieeffiziente, klimafreundliche Umgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft ist groß. Als wichtiges Industrieland, das wir auch bleiben wollen, stehen wir dabei vor großen Herausforderungen. Die Ergebnisse des Netzwerks zeigen: Wer Kräfte bündelt und Wissen austauscht, kann sich einen Wettbewerbsvorsprung erarbeiten. Der Klimaschutz bietet uns also eine große Chance: Wir wollen Nordrhein-Westfalen zu einem führenden Innovationsmotor und Wissenschaftsstandort und zugleich zum europaweit modernsten klima- und umweltfreundlichsten Industriestandort weiterentwickeln."

Gunnar Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH, ergänzt: "Wir bei Ford verfügen bereits über viel Knowhow in Sachen Energieeffizienz, das wir gerne mit den Partnern im Netzwerk teilen. Genauso freuen wir uns aber auch über Anregungen, wie wir unsere Effizienz steigern können."

"Bei LEEN zeigt sich einmal mehr, dass sich gemeinsam viel für den Klimaschutz erreichen lässt", sagt RheinEnergie-Vertriebsvorstand Achim Südmeier. "Bei unserem im September ausgelaufenen ersten Netzwerk haben die Teilnehmer ihren CO2-Ausstoß und Energieeinsatz dauerhaft um rund fünf Prozent gesenkt. Diese Ergebnisse - und die Notwendigkeit, gemeinsam noch mehr für den Klimaschutz zu tun - haben für den großen Zulauf bei der Neuauflage in diesem Jahrgesorgt." Dass ein Mehr an Energieeffizienz neben den Emissionen auch die Kosten für den Energieeinsatz senke und dadurch Kapital freimache, sei ein positiver Nebeneffekt, erklärte Südmeier weiter.

Starkes Bündnis

Insgesamt nehmen 39 Kölner Unternehmen und Einrichtungenan den LEEN der RheinEnergie teil - vom Köln Bonn Airport über die Ford-Werke bis hin zum Schokoladenmuseum und den Kliniken der Stadt Köln. Die Projektpartner kommen ausden Bereichen Industrie (14 Partner), kommunale und gewerbliche Gebäude (zwölf Partner) und Krankenhäuser (13 Partner). Das breite Spektrum ist gewünscht, denn so gewinnen alle Partner Einblicke in für sie fremde Branchen und können deren Ideen, Projekte und Entwicklungen für das eigene Unternehmen adaptieren. Dieser Wissenstransfer ist ein wichtiger Aspekt der gemeinsamen Arbeit. Mehrmals jährlich stattfindende Netzwerktreffen unterstützen den Austausch.

Die RheinEnergie übernimmt neben der Funktion des Netzwerkträgers auch die Rolle des Moderators und energietechnischen Beraters. Experten des Unternehmens helfen den Netzwerkpartnern dabei, wirtschaftliche Effizienzmaßnahmen und Einsparziele zu definieren. Letztere fließen dann in die verbindlichen Zielvereinbarungen des Netzwerks ein. Die Technische Hochschule Köln verantwortet die wissenschaftliche Dokumentation der Ergebnisse. Alle Teilnehmer haben sich zunächst für zwei Jahre verpflichtet. Grundsätzlich ist die Zusammenarbeit auf mehrere Jahre angelegt.

Diese Unternehmen und Institutionen nehmen an LEEN teil:

Industrie-Netzwerk

  • Flughafen Köln/Bonn GmbH
  • Ford-Werke GmbH
  • Medfacilities Energie GmbH
  • GKN Sinter Metals Components GmbH
  • Koelnmesse GmbH
  • DWK Drahtwerk Köln GmbH
  • Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG
  • Bandis + Knopp GmbH & Co. KG
  • Hosokawa Micron Powders GmbH
  • Toyota Motorsport GmbH
  • AVG Köln mbH
  • Grünenthal GmbH
  • Quarzwerke GmbH
  • INEOS Manufacturing Deutschland GmbH

Gebäude-Netzwerk

  • Kölner Studierendenwerk AöR
  • RheinEnergie Gebäudemanagement
  • Universität zu Köln
  • Technische Hochschule Köln
  • Cologne Value Added I GmbH(Steigenberger Hotel Köln)
  • KölnKongress GmbH
  • Deutsche Sporthochschule Köln
  • Marriott Hotel - Cologne MH Operating Company
  • ERGO Group AG
  • Schokoladenmuseum Köln GmbH
  • RTL Television GmbH

Krankenhaus-Netzwerk

  • Kliniken der Stadt Köln gGmbH
  • Heilig Geist-Krankenhaus, Köln-Longerich
  • Krankenhaus Porz am Rhein
  • Evangelisches Krankenhaus Kalk gGmbH
  • Maria-Hilf-Krankenhaus Bergheim/Erft gGmbH
  • St. Agatha Krankenhaus, Köln, gGmbH
  • St. Antonius Krankenhaus, Köln, gGmbH
  • Ev. Kliniken Rheinland gGmbh
  • St. Franziskus-Hospital, Köln-Ehrenfeld
  • medfacilities GmbH
  • ATEGRIS Regionalholding GmbH
  • St. Josef-Service Gesellschaft mbH
  • Stiftung der Cellitinnen e.V.
Gunnar Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie und Achim Südmeier, Vertriebsvorstand der RheinEnergie AG, haben am Freitag drei Kölner Energieeffizienz-Netzwerke vorgestellt (v.l.n.r).