15.07.2019

Suche nach Leckagen: RheinEnergie sondiert Teile des rechts- und linksrheinischen Fernwärmenetzes

Die RheinEnergie untersucht ab Montag, 15. Juli 2019, Teile des rechts- und linksrheinischen Fernwärmenetzes auf mögliche winzige Risse. Dazu werden zunächst im Abstand von ca. drei Metern Sondierungsbohrungen an der Oberfläche entlang der Fernwärmeleitungen vorgenommen. Die einzelnen Bohrpunkte werden mit löslicher blauer Sprühfarbe markiert. Anschließend gehen RheinEnergie-Techniker mithilfe von Gasspürgeräten auf die Suche nach Leckagen. Dazu wird zunächst Heliumgas unmittelbar am Heizkraftwerk unter Hochdruck mit dem zurücklaufenden Heizwasser vermischt und anschließend zurück in die Transportleitung gepumpt. Das erfolgt im laufenden Betrieb. Unsere Kunden merken davon nichts. Helium hat gegenüber anderen Prüfgasen entscheidende Vorteile: Es ist ungiftig, weder korrosiv noch feuergefährlich. Da Helium eine geringe Atomgröße aufweist, entweicht es selbst durch kleinste Risse aus dem Rohrleitungssystem und lässt sich dann im Umfeld aufspüren.

Nachdem sichergestellt ist, dass sich das Gas im Fernwärmenetz verteilt hat, wird mit einer Sonde der Anteil an Helium im Erdreich gemessen. Das zu untersuchende Gebiet erstreckt sich über die Stadtteile Altstadt Nord, Altstadt Süd, Neustadt Nord, Neustadt Süd, Lindenthal, Braunsfeld, Sülz, Ehrenfeld, Nippes, Riehl, Niehl, Deutz, Mülheim, und Kalk. Die Versorgung mit Fernwärme bleibt während der Arbeiten jederzeit bestehen.

Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Oktober 2019. Neben einem Messgerät für Helium kommt auch eines für Methan (CH4) zum Einsatz. So ist sichergestellt, dass es sich beim austretenden Gas nicht um Erdgas handelt. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas. Liegt die Helium-Konzentrationen im Boden über 10 ppm (parts per million), ist davon auszugehen, dass es sich um einen Riss an der Fernwärmeleitung handelt.