10.07.2019

Stadtwerke Köln leisten erhebliche Beiträge für den Klimaschutz

In der wachsenden Stadt Köln zählt der Klimaschutz zu den großen Aufgaben und Herausforderungen der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger. Dies hat der Rat der Stadt Köln durch seine Beschlüsse zum "Klimanotstand" in seiner Sitzung am 9. Juli 2019 noch einmal deutlich unterstrichen.

Die Stadtwerke Köln leisten bei Energieversorgung, Mobilität, Logistik sowie bei der Abfall- und Kreislaufwirtschaft erhebliche Beiträge für den Klimaschutz. Insgesamt sparen die Stadtwerke-Unternehmen aktuell durch ihre klimaschonenden Aktivitäten und Investitionen jährlich etwa zwei Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ein. Mit einer verschärften Wärmewende durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, dem Ausbau Erneuerbarer Energien - zum Beispiel auch auf und in städtischen Immobilien - einer beschleunigten Mobilitätswende durch den Ausbau von ÖPNV und Elektromobilität sowie der konsequenten Nutzung von Logistikketten und Abfallströmen zur Wertstoffrückgewinnung ließe sich in den nächsten zehn Jahren ein zusätzliches Einsparpotential von nochmals rund einer Million Tonnen CO2 jährlich realisieren.

"Zu unserem Verständnis von Daseinsvorsorge zählt neben der Versorgungssicherheit und bezahlbaren Dienstleistungen, dass wir seit jeher dabei auch möglichst umwelt- und klimaschonend vorgehen. Für die Anstrengungen der Stadt Köln, mehr für den Klimaschutz zu tun, sind wir ihr geborener Partner. Wir sind angesichts des Klimawandels selbstverständlich bereit, unser Know-How und die breiten Erfahrungen zur CO2-Reduzierung in die Weiterentwicklung des städtischen Klimaschutzprogramms einzubringen", so der Sprecher der Stadtwerke Köln-Geschäftsführung, Dr. Dieter Steinkamp.

Der CO2-Gesamtausstoß in Köln liegt bei rund zehn Millionen Tonnen im Jahr. Ohne die Klimaschutzaktivitäten des Stadtwerke Köln Konzerns wären es über zwei Millionen Tonnen mehr. Der Löwenanteil davon entfällt auf die hocheffiziente und nachhaltige Strom- und Wärmeversorgung von Haushalten, Industrie, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen sowie auf den Verkehr.

Bei den Nachhaltigkeitsaktivitäten der Stadtwerke entfallen viele konkrete Aktivitäten und Investitionen unmittelbar auf den Klimaschutz:

RheinEnergie

Die RheinEnergie arbeitet seit Jahrzehnten am Ausbau der ressourcen- und klimaschonenden Kraft-Wärme-Kopplung für die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme aus demselben Brennstoff und hat diesen seither systematisch vorangetrieben. Die Erzeugungsanlagen vor allem am Standort Köln-Niehl sind heute auf modernstem Stand weltweit und erzeugen auf Basis von per se CO2-armem Erdgas Strom und Wärme für Menschen und Industrie.

Gerade Fernwärme ist in verdichteten und wachsenden Ballungsräumen wie Köln das effizienteste Mittel zum Klimaschutz im Wärmebereich, weil sie im Vergleich zu Einzelfeuerungen erhebliche Mengen an Treibhausgasen vermeidet.Langfristig lässt sie sich auf "grüne" Energieträger umstellen.

Das Fernwärmeanschlussgebiet im rechtsrheinischen Köln wurde erheblich erweitert und wird aktuell aus eigener unternehmerischer Kraft der RheinEnergie ausgebaut. Die EU hat die Bedeutung des Projekts in Bezug auf Klimaschutz und Energieeffizienz erkannt und die Vorstreckung der Transportinfrastruktur für diesen Ausbau unterstützt. Es gibt fertige Pläne für einen weiteren Ausbau im linksrheinischen Köln, etwa im ersten Vorortgürtel; dessen Potential liegt bei einer weiteren jährlichen Einsparung von 500.000 bis 700.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Leider ist die Produktion von grünem bzw. synthetischem Gas derzeit noch zu teuer.

Am Standort Merheim erfolgt derzeit ein Umbau unter den Aspekten Effizienz und Brennstoffeinsparung: Dort entsteht ein dreistufiges hocheffizientes Blockheizkraftwerk auf Erdgasbasis als Ersatz für eine veraltete Anlage; alte Fernwärme-Anlagen werden in diesem Zug ebenfalls durch sparsamere und klimaschonendere neue Technik ersetzt.

Mehr als 350 Millionen Euro hat die RheinEnergie in den letzten zehn Jahren in den Ausbau Erneuerbarer Energie investiert, etwa durch den Ankauf mehrerer Windparks bundesweit. Zur Zeit stehen 97 Windräder und 22 Groß-Fotovoltaikanlagen im Eigentum der RheinEnergie. Dazu kommen Anlagen zur Produktion von Biomethan und Solarthermie. Damit hat sie annähernd so viel in die Erneuerbare Energie investiert wie in die Modernisierung ihrer Heizkraftwirtschaft.

Der Vertrieb des Energieversorgers hat speziell für die Industrie rationelle und unter Klimaschutzaspekten optimierte Produkte entwickelt, etwa zur Druckluftversorgung, zur bedarfsgerechten punktgenauen Beleuchtung oder für die energetische Optimierung von Produktionsabläufen. Ebenso gibt es eine intensive Energieberatung für Privatpersonen.

Das Thema "nachhaltige Entwicklung ganzer Wohnquartiere" ist mittlerweile sogar mit Preisen ausgezeichnet worden: Dahinter verbirgt sich die energetische Sanierung ganzer Wohnviertel inklusive Einbau von Erneuerbaren Energiesystemen und einer selbstlernenden intelligenten Steuerung.

Das jüngst verlängerte Programm "Energie & Klima 2030" fördert neben dem Ausbau von Fernwärme auch Energieeffizienz und Projekte Erneuerbarer Energie; es hat bei Alleinbetrachtung Investitionen ausgelöst, die in Summe mehr als 286.000 Tonnen Treibhausgaus vermeiden.

E-Mobilitätsangebote auf Basis von Ökostrom runden das Engagement ab: Unter der Marke Tank-E besteht aktuell eine Ladesäuleninfrastruktur mit aktuell mehr als 300 Ladepunkten. Der Aufbau von weiteren 400 Ladepunkten im öffentlichen Straßenland in Köln innerhalb der nächsten zwei Jahre ist beschlossen, verbunden mit einem eigenen Angebot an E-Mopeds für die Stadt und dem künftigen Angebot eines E-Pkw mit entsprechendem Rundumpaket an Ökostrom zum Fahren.

KVB

Die KVB stellt mit ihren Stadtbahnen, Bussen und Leihrädern einen wichtigen Bestandteil des Kölner Umweltverbundes dar und trägt wesentlich zur Umsetzung der verkehrspolitischen Strategie "Köln mobil 2025" bei. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen 67 Prozent des Verkehrs zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem ÖPNV abgewickelt werden.

Um den CO2-Ausstoß darüber hinaus weiter zu minimieren, rüstet die KVB ihre Dieselbusse derzeit mit hochmodernen NOx-Katalysatoren aus, die den Stickoxid-Ausstoß um mindestens 85 Prozent verringern, so dass die Busse die Euro 6-Norm erfüllen. Busse mit einem niedrigeren Abgasstandard als Euro V werden mit der nächsten Neubeschaffung aus der Flotte genommen.

Auf der Linie 133 fahren seit Ende 2016 ausschließlich E-Busse. Zu den neun vorhandenen Elektro-Fahrzeugen werden 50 weitere angeschafft. Bis 2021 werden die Linien 141,145, 149, 150, 153 und 159 auf E-Buse umgestellt. 2030 soll die komplette Busflotte mit Strom fahren.

Rund 282,3 Millionen Menschen haben 2018 die Busse und Stadtbahne der KVB genutzt - 1,7 Millionen mehr als im Vorjahr. Damit stieg die Zahl der Fahrgäste seit 2009 um knapp 17 Millionen. Einige Stadtbahnlinien - vor allem die Linie 1 - sind extrem stark ausgelastet. Bei steigendem Bevölkerungszuwachs nimmt der Bedarf weiterhin zu. Um die benötigten Kapazitäten zur Verfügung stellen zu können, ist der Einsatz von Langzügen geplant. Hierfür soll die Ost-West-Achse zwischen Bensberg und Weiden-West ertüchtigt werden. Auch auf den Linien 4,13 und 18 sollen in absehbarer Zeit längere Züge verkehren. Entsprechende Baumaßnahmen für längere Bahnsteige befinden sich in der Planung.

AWB

Seit 2002 setzt die AWB elektrisch betriebene Kehrmaschinen ein. Als bundesweit erster Entsorger schaffte das Unternehmen im Jahr 2009 eine erdgasbetriebene Kehrmaschine an. Mittlerweile besteht der Fuhrpark aus fast 30 Fahrzeugen mit Elektro-, Erdgas- oder Hybridantrieb. Dazu kommen mehr als 80 elektrisch betriebene Arbeitsgeräte. Die Umstellung auf elektrisch angetriebene Geräte hat sich bewährt und wird deshalb beibehalten. Um langfristig den Fuhrpark umweltfreundlich zu gestalten, steht das Unternehmen im engen Austausch mit Fahrzeugherstellern und anderen Kommunen und testet laufend alternative Antriebe.

Aber nicht nur Antriebstechnologien stehen bei der AWB im Fokus. Bereits seit Jahren trainieren Mitarbeiter im betriebseigenen Fahrschulzentrum eine ökologisch und ökonomische Fahrweise sowie einen ressourcenschonenden Umgang mit den Spezialfahrzeugen der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung. 80 Prozent des Kölner Hausmülls (rund 250.000 t) werden per Schiene zur Restmüllverbrennungsanlage nach Köln-Niehl geliefert. Dieser Eisenbahntransport spart rund 20 Müllfahrzeuge mit einer jährlichen Laufleistung von jeweils 15.000 km ein. Das entspricht mehr als 800 t CO2-Emissionen.

Auf dem Betriebshof Maarweg sind zwei große Dachflächen mit Solaranlagen ausgestattet. Auch bei anstehenden Baumaßnahmen werden hohe Standards im Bereich der Nachhaltigkeit berücksichtigt.

Auch die kleineren Gesellschaften wie die KölnBäder, die NetCologne, moderne stadt oder die WSK verfolgen gezielte CO2-Reduktionsstrategien.

Pressekontakt SWK:

Doris Lindemann

Telefon 0221 178-2827

d.lindemann@stadtwerkekoeln.de

Pressekontakte der einzelnen Unternehmen:

RheinEnergie:

Christoph Preuß

Telefon 0221 178-3035

presse@rheinenergie.com

KVB:

Matthias Pesch

Telefon 0221 547-3303

matthias.pesch@kvb.koeln

AWB:

Wilfried Berf

Telefon 0221 922-2200

wilfried.berf@awbkoeln.de

AVG Köln:

Tilo Dumuscheit

Telefon 0221 7170-154

TDumuscheit@avgkoeln.de

HGK:

Christian Lorenz

Telefon 0221 390-1190

lorenzc@hgk.de

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