Portrait
Eine Herzens­angelegenheit

„Der FC ist Emotion pur“, schwärmt Frank Almstedt über seine Arbeit. Das fängt schon morgens an, wenn er in die Geschäftsstelle des Vereins kommt. Überall hängen Plakate mit den Spielern und ihren emotionalen Gesten, bei denen sofort klar ist, dass jeder einzelne mit genau derselben Leidenschaft bei der Sache ist.

Der Anzahl an täglichen Aufgaben kann er deshalb gelassener begegnen. Denn das sind nicht wenige: Bei sechs Trainingstagen pro Woche und 23 bis 28 Spielern kommen bis zu 600 Paar Schuhe und insgesamt 2.600 Teile Wäsche zusammen, die Frank Almstedt jeden Monat reinigt und pflegt. Und das ohne Unterhosen, Handschuhe und Mützen.

„Ich kenne hier keinen, der sagt: Ich sitze meine acht Stunden ab und fahr‘ dann nach Hause.“

So etwas wie Dienst nach Vorschrift gibt beim 1. FC Köln nicht. „Wer hier arbeitet, der arbeitet mit Herz“, erklärt Frank Almstedt. „Ich kenne hier keinen, der sagt: Ich sitze meine acht Stunden ab und fahr‘ dann nach Hause.“ Wobei das absolute Highlight für ihn die Spiele im RheinEnergie-Stadion sind. Vor allem, weil die Fans „absolut hinter dem Verein stehen“. Wenn dann 50.000 Leute die FC-Hymne singen und ihre Erfolge feiern – für den Zeugwart jedes Mal aufs Neue ein einmaliges Erlebnis.

Während der Matchtage ist er rund um die Uhr im Einsatz: Er begleitet die Spieler vom Frühstück über das erste Training bis ins Stadion. Dabei teilt er auch ihre Anspannung kurz vor dem Spiel, die jeder auf seine Weise verarbeitet: „Bei der Einfahrt ins Stadion merkt man, dass der ein oder andere nicht mehr ansprechbar, schon richtig im Tunnel ist.“