Frau für alle Wetterlagen.

Frau mit Funkgerät

Die RheinEnergie beliefert das Klima-Windkanal-Testzentrum von Ford mit Ökostrom. Mira Schneider kann so aus Elektrizität Wetter machen.

Portrait

Sie geht gerne ans Limit – und öfter auch mal darüber hinaus: Bei ihrem Lieblingssport, Freeletics, powert sich Mira Schneider genauso gerne aus wie bei ihren Testreihen im Klima-Windkanal-Testzentrum bei Ford in Köln. Begleiten Sie die Ingenieurin auf ihrer Tour.

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Arbeitsplatz mit Sonnenschalter

Ihr Büro betritt Mira Schneider häufig mit einem Lächeln. Was daran liegt, dass sie als Testingenieurin im Klimawindkanalzentrum jeden Tag selbst entscheiden kann, wie es um das Wetter steht: „Auch wenn’s draußen fürchterlich regnet oder ich im Stau stand und mich geärgert habe. Dann komme ich zu meinem Arbeitsplatz und schalte die Sonne ein.“

Dabei kann sie aus einer großen Klimabandbreite wählen: Von 55 Grad Celsius heißer Sahara-Hitze bei einer Luftfeuchtigkeit von 95 Prozent über sibirische Kältegrade von minus 40 Grad bis hin zur Simulation von Schnee bei minus 30 Grad. Auch Windgeschwindigkeiten bis zu 250 km/h kann die Ingenieurin auf auf Knopfdruck erzeugen.

Wassernebel über einem Auto

Ohne Energie läuft gar nichts

Beliefert wird das Klima-Windkanal-Testzentrum von der RheinEnergie mit Elektrizität und Heißdampf. Dabei speist Ökostrom die Gebläse und Kälteanlagen – Heißdampf erzeugt hohe Temperaturen in den Windkanälen und befeuchtet die Testzellen. Zudem entsteht auch neue Energie, die ins Netz gespeist wird.

„Wenn wir in unsere Teststationen gehen, ist es manchmal superheiß und manchmal eben sehr kalt.“

Mira Schneider weiß, dass die Bedingungen ihres Arbeitsumfeldes zum Teil extrem sein können. Nicht selten kommt es vor, dass in einem räumlichen Abstand von drei Metern Sommer und Winter gleichzeitig stattfinden. In der einen Testzelle frieren Kolleginnen und Kollegen, während nebenan Tests mit tropischen Temperaturen gefahren werden. „Das kann anstrengend für den Körper sein“, räumt die Ingenieurin ein, „macht aber großen Spaß“.

Deshalb legt sie Wert darauf, für jedes Klima gut ausgerüstet zu sein. Ihr Tipp: Kleidung in Schichten tragen und dann je nach Testsituation an- oder ablegen. Außerdem gibt es spezielles Sicherheitsequipment wie Sonnenschutzbrillen oder Kälteschutzkleidung, die bei extremen Bedingungen schützen. Gleichzeitig ist die körperliche Fitness wichtig, die regelmäßig überprüft wird: „Wir müssen schon absolut gesund und ‚fit for test‘ sein.“

Frau steht mit Kapuze im Regen

Fit für das Testzentrum

Mira Schneider tankt ohnehin am liebsten neue Kräfte beim Sport. Freeletics, ein intensives Ganzkörpertraining, führt sie oft in die Natur. Nur ein kleiner Haken bleibt aus ihrer Sicht: „Bei meinem Sport kann ich leider nicht bestimmen, welches Wetter gerade herrscht. Aber es gibt ja dicke Jacken.“