Heizkraftwirtschaft
Bereits Ende der fünfziger Jahre erfolgte bei der damaligen Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln AG der Aufbau einer eigenen Heizkraftwirtschaft. Keimzelle dafür war unter anderem der Beschluss, die „Neue Stadt“ im Kölner Norden zu errichten, zu der die Vororte Chorweiler, Heimersdorf und Seeberg gehören.
Anstelle einer dezentralen Wärmeerzeugung fasste der Rat der Stadt den Beschluss dort eine leistungsfähige Fernwärmeversorgung zu installieren.
Parallel beschloss die GEW, auch das Kölner Stadtzentrum mit dieser vor Ort völlig emissionsfreien Leitungsenergie auszustatten.
Heute verfügt die RheinEnergie über insgesamt vier eigene Kraftwerksstandorte, die alle nach dem brennstoffsparenden und umweltfreundlichen Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten.
> Kraft-Wärme-Kopplung
Heizkraftwerk Südstadt
Das von der Historie her älteste Kölner Heizkraftwerk wurde als reine Stromerzeugungsanlage und eines der ersten Wechselstromkraftwerke Deutschlands bereits 1891 in Betrieb genommen. Die historische Jugendstil-Bausubstanz ist heute wieder komplett restauriert. Im Inneren findet sich modernste Technik auf Basis einer Gasturbine. Das Werk liefert Strom für das Netz der RheinEnergie und versorgt außerdem die Kölner Innenstadt mit Fernwärme.
Heizkraftwerk Niehl
Fast 30 Jahre lang war das Heizkraftwerk Köln-Niehl I das Rückgrat der Fernwärmeversorgung für die Kölner Innenstadt und den Kölner Westen. Mit einer sehr hohen Zuverlässigkeit leistete die zweizügige Anlage auf Basis von Erdgas als Brennstoff gute Dienste und lieferte
zum Schluss
Wärme für jedes zweite Haus in der Kölner Innenstadt. Mittlerweile hatte es aber das Ende seiner wirtschaftlichen Lebensdauer erreicht, und die RheinEnergie fasste im Jahr 2001 den Beschluss, am Standort Niehl eine völlig neue Anlage zu errichten.
Seit April 2005 hat das „HKW Niehl II“ die Vorgängeranlage abgelöst. Ausgelegt als Anlage mit der so genannten Gas- und Dampfturbinentechnik, ist dort die weltweit derzeit modernste und effizienteste Technik im Einsatz. Das eingesetzte Erdgas wird zu maximal 86 Prozent ausgenutzt - mit entsprechend positiver Wirkung für Umwelt und Wirtschaftlichkeit.
Heizkraftwerk Merkenich
Das Heizkraftwerk im Kölner Norden ist die „Zentralheizung“ für die neue Stadt. Dort entsteht die Fernwärme für mehrere Stadtteile, dazu ein bedeutender Teil der Stromeigenerzeugung. Als einzige Anlage der RheinEnergie kann das HKW Merkenich neben dem Hauptbrennstoff Erdgas in einer eigenen Kesselanlage auch Braunkohlengranulat verfeuern. Und es liefert vor allem auch Wärme und Prozessdampf für die Industrie im Kölner Norden. Zur Firma Ford führt eine eigene Leitungstrasse mit Fernwärmetauscherstation auf dem Werksgelände des Automobilkonzerns. Auch in Merkenich kommt unter anderem
Gas-und-Dampfturbinentechnik zum Einsatz.
Heizkraftwerk Merheim
Als kleinstes der Kölner Heizkraftwerke hat die Merheimer Anlage trotzdem eine wichtige Funktion: Sie liefert Fernwärme für die umliegenden Stadtteile wie etwa Merheim und Neubrück, darunter auch für das Klinikum Merheim.
Außerdem stammt von dort ein Teil des Kölner Stroms.
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