Bei der Erzeugung von Energie (Strom, Wärme) durch Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehen Abgase, die das Gasgemisch Kohlenstoffdioxid (CO2) enthalten. Je nach Energieträger (z.B. Kohle, Benzin, Gas) und Verbrennungsmethode ist der CO2-Anteil unterschiedlich hoch. Pflanzen und Bäume sind natürliche Absorber von CO2 und benötigen dies sogar in begrenzter Menge, um zu wachsen. Durch ein Übergewicht der CO2-Produktion wird die Erderwärmung durch Schädigung der Atmosphäre gefördert (Treibhauseffekt). Der Strommix der RheinEnergie in 2008 brachte ca. 384g CO2-Emmision pro Kilowattstunde hervor. Bei einem deutschen Durchschnittshaushalt (2-3 Pers., 3500kWh/a) fallen somit rund 1,3 Tonnen CO2 pro Jahr an.
Datensammler (auch "Datenkonzentrator") ist ein vereinfachender Begriff für "Kommunikationsplatform mit Mehrfachnutzen", der deutschen Entprechung der "Multi Utility Communication platform" (MUC).
Das Energiedisplay ist ein Bildschirm, auf dem Kunden aktuelle Verbrauchsdaten ablesen können. Das Display stellt die Verbrauchsdaten verständlich und grafisch aufbereitet dar und kann mit Zusatzfunktionen ausgestattet sein. Über eine Bedienoberfläche (z. B. berührungsempfindlicher Bildschirm) könnten in Zukunft auch Haussteuerungssysteme (Smart Home) unterstützt und dem Nutzer zugänglich gemacht werden.
Die Kilowattstunde (kWh) ist die gebräuchliche Einheit für den Verbrauch (Arbeit) von Strom und Erdgas bei der Abrechnung. Fünf Stunden Fernsehen z.B. "verbrauchen" demnach (ausgehend von einer Leistungsaufnahme des Fernsehers von ca. 200 Watt) 1kWh. Der Durchschnittliche Jahresstromverbrauch eines Singlehaushalts in Deutschland liegt bei ca. 1.800 kWh, gleichbedeutend mit etwa 9.000 Stunden Fernsehen. Gas schlägt im Singlehaushalt mit etwa 4.000 kWh pro Jahr zu Buche. Da es sich bei Gas um einen raumfüllenden Stoff handelt, wird seine Menge normalerweise in m³ (Kubikmetern) angegeben. Abgerechnet wird gleichwohl nach der geleisteten nach Arbeit (kWh) - siehe hierzu auch Thermische Abrechnung.
Als Lastgangkurve bezeichnet man die individuellen Energieverbrauchswerte innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Trägt man diese über einer Zeitachse in ein Diagramm ein, so erhält man eine Kurve, die den Maximal- und Minimalverbrauch darstellt. Ideal ist eine Kurve mit niedrigen Spitzen und einem gemäßigten Gesamtniveau.
Wasser wird nicht in Litern abgerechnet, sondern in Kubikmetern (m³). Ein Kubikmeter entspricht dem Inhalt eines Würfels von einem Meter Seitenlänge und fasst 1.000 Liter Wasser. Ein Singlehaushalt in Deutschland verbraucht im Schnitt ca. 50 Kubikmeter (also 50.000 Liter) Wasser pro Jahr. Beim Duschen werden - je nach Dauer und Wasserdurchfluss - ca. 40 Liter oder 0,04 Kubikmeter Wasser verbraucht.
MUC steht für 'Multi Utility Communication platform', zu deutsch 'Kommunikationsplatform mit Mehrfachnutzen'. Im Zusammenhang mit Smart Metering wird die MUC auch vereinfacht als Datensammler bezeichnet. Die kleine Box sammelt und speichert die Verbrauchsinformationen der Zähler und leitet sie per WLAN oder Funk an Verbraucher und/ oder Energieversorger weiter - siehe auch Datensammler.
Der englische Begriff bezeichnet ein neues, interaktives (oft auch "intelligentes") Messverfahren, das den Verbrauch sekundengenau ermitteln und darstellen kann. Über digitale Schnittstellen können Zählerstände jederzeit vom Kunden ausgelesen und automatisch an den Energieversorger übertragen werden.
Bei der "thermischen Abrechung" basiert die Gas-Abrechnung nicht mehr auf dem Volumen des verbrauchten Erdgases, sondern auf dem Energiegehalt. Weil Erdgas ein Naturprodukt aus verschiedenen Förderquellen ist, schwankt die Qualität. Daher hat ein Kubikmeter Erdgas nicht immer den gleichen Energiegehalt (kWh). Mit Hilfe einer mathematischen Formel aus Volumen, Druck und Temperatur können Gasverbräuche mit unterschiedlichem Energiegehalt je Kubikmeter einheitlich abgerechnet werden.
Einheit der elektrischen Leistung eines Gerätes. Je höher die Leistung, desto höher der Verbrauch. Wird beispielsweise ein Fön mit einer Leistungsaufnahme von 1.000 Watt eine Stunde lang betrieben, ist eine Kilowattstunde (kWh) verbraucht. Hat der Fön nur 500 Watt, wird im gleichen Zeitraum lediglich eine halbe kWh verbraucht.
Zeitvariable Tarife bieten die Möglichkeit unterschiedliche Energiepreise zu unterschiedlichen Tages-, Wochen- oder auch Jahreszeiten anzubieten. Dabei können zeitabhängige Vergünstigungen beim Energieeinkauf proportional auf den Endpreis beim Kunden angewandt werden. Die Einkaufspreise sind zu Zeiten hoher Netzauslastung - also z.B. mittags oder im frühen Abend - hoch und bei geringer Netzauslastung - also z.B. in der Nacht - niedriger.