Montag bis Freitag: 7.00 bis 20.00 Uhr
Samstag: 9.00 bis 16.00 Uhr
Bei der Eigenerzeugung setzt die RheinEnergie schon seit Jahrzehnten an insgesamt vier Standorten auf die gleichzeitige Gewinnung von Strom und Wärme in einer Anlage – die Kraft-Wärme-Kopplung. Unsere Heizkraftwerke befinden sich in der Kölner Innenstadt sowie in den Stadtteilen Merheim, Merkenich und Niehl.
In herkömmlichen Kraftwerken wird nur Strom erzeugt. Durch Erhitzen von Wasser entsteht sehr heißer Dampf, der mit hohem Druck eine Turbine antreibt. Diese ist mit dem Stromerzeuger, dem Generator, verbunden. Technisch bedingt lassen sich nur knapp 40 Prozent des eingesetzten Brennstoffs in Strom umwandeln. Wenn keine Wärmeabnehmer angeschlossen werden können, wird ein großer Teil der Wärme ungenutzt als Abwärme an die Umgebung abgegeben. Dann gehen rund 60 Prozent der eingesetzten Energie verloren .
In einem Heizkraftwerk, das Wärme und Strom mit demselben Brennstoff erzeugt, ist das anders: Dort dient der Dampf zum Antrieb der Turbine und darüber hinaus zur Erwärmung des Fernwärmewassers, des Brauchwassers und für die Produktion. Bei einer modernen Anlage wie Niehl II liegt die Brennstoffausnutzung deshalb bei 86 Prozent.
Eine zusätzliche Steigerung der Effizienz lässt sich mit Gas- und Dampfturbinenanlagen erreichen. Sie entsprechen der modernsten Erzeugungstechnik, die die Kraftwerkshersteller gegenwärtig anzubieten haben. Kernstück einer GuD-Anlage wie etwa in Niehl ist die Gasturbine, die wie ein Flugzeugtriebwerk Verbrennungsluft und Brennstoff (Erdgas) verdichtet. Die Gasturbine treibt einen Generator mit über 260 Megawatt Leistung an. Das 1400 Grad heiße Abgas zieht aber nicht nutzlos durch den Schornstein ab, sondern leistet weitere Arbeit. In einem Abhitzekessel erwärmt es Wasser. Der entstehende Wasserdampf bringt eine Dampfturbine auf Touren, die einen zusätzlichen Generator antreibt. Dieser erzeugt nochmals 140 Megawatt elektrische Leistung.
Für die Fernwärmeproduktion zapfen die Kraftwerker an der Dampfturbine einen Teil des Dampfes ab und leiten ihn auf einen Wärmetauscher. Dort überträgt der heiße Dampf seine Wärmeenergie auf das Wasser in den Fernwärmerohren.
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