Erdgas ist ein Naturprodukt – entstanden vor 600 Millionen Jahren bei der Zersetzung von Meeresplankton, Algen und anderen Pflanzen. Es lagert in porösen Gesteinsschichten bis zu 7.000 Meter unter der Erdoberfläche. Als Primärenergie, das heißt im natürlichen Zustand und damit ohne Umwandlungsverluste, wird Erdgas in erster Linie zur Erzeugung von Wärme für die Raumheizung, die industrielle Produktion und zur Erzeugung von Strom eingesetzt. Für die Umwelt bietet es große Vorteile: Die Kohlendioxid-, Stickoxid- und Schwefeldioxidemissionen bei der Verbrennung sind im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern sehr gering. Durch den Einsatz von Erdgas trägt jeder Einzelne seinen aktiven Anteil am Umweltschutz.
Die RheinEnergie beliefert Köln und Rösrath mit Erdgas. Im Stadtgebiet von Köln liegt der Anteil von Erdgas am Raumwärmebedarf in Haushalten, Kleingewerbe und öffentlichen Gebäuden bei rund 66,7 Prozent. Wenn das Erdgas in unserem Versorgungsgebiet ankommt, hat es bereits einen weiten Weg in Fernleitungen zurückgelegt: Die Vorlieferanten beziehen es aus dem Norden Deutschlands, den Niederlanden, Russland, Norwegen, Dänemark und Großbritannien. Das Erdgas für die Versorgungsnetze des Rheinlandes kommt fast ausschließlich aus den Niederlanden.
Um Erdgas zu fördern, sind Bohrungen zu Land und auf dem Meer nötig. Es wird gereinigt, getrocknet, aufbereitet und über ein riesiges unterirdisches Leitungsnetz transportiert. Verdichterstationen sorgen alle 100 bis 200 Kilometer für die richtige „Transportgeschwindigkeit“ des Gases. Am Zielort angekommen, passen Reduzieranlagen den Gasdruck an die örtlichen Leitungen an. Die Transitleitungen haben einen Durchmesser von bis zu 1,60 Meter und einen Druck von über 70 bar. Sie münden letztlich in Hausanschlüsse mit einem Durchmesser von 5 Zentimetern und einem Druck von 0,022 bar.
